Stimmen zum irren 31. Spieltag

Abscheulich! Shocking! Fantastisch!

SID
Sonntag, 23.03.2014 | 14:34 Uhr
Protagonisten des Spieltags: "Rotsünder" Gibbs und die Torjäger Suarez, Toure und Rooney
© getty
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Der 31. Spieltag der Premier League war ganz großes Kino: Chelsea zerlegt Arsenal, Yaya Toure schießt Fulham ab und Liverpool liefert in Cardiff das nächste Spektakel. Dazu: Andre Marriners folgenschwere Verwechslung und Wayne Rooneys unglaubliches Tor. Hier gibt's Reaktionen, Stimmen und Videos.

Der FC Arsenal tritt zum Derby bei Spitzenreiter FC Chelsea an und braucht unbedingt ein gutes Resultat, um den Traum vom ersten Meistertitel seit 2004 am Leben zu erhalten. Für Arsene Wenger ist es das 1000. Spiel auf der Gunners-Bank. Doch nach einer guten Viertelstunde ist schon alles vorbei: Chelsea führt 3:0 und Arsenal ist in Unterzahl. Am Ende siegt Chelsea mit 6:0.

Arsene Wenger: "Das ist ein Albtraum und ich übernehme die volle Verantwortung. Wichtig ist jetzt, dass wir am Dienstag eine Reaktion zeigen. Es ist nicht die Zeit, um darüber zu diskutieren, was falsch lief. Wir sollten uns auf das nächste Spiel konzentrieren."

Jose Mourinho: "Wir kamen, um zu töten und nach zehn Minuten hatten wir sie zerstört. Wir haben zehn Minuten fantastisch gespielt und damit das Spiel gewonnen. Ich bin sehr glücklich. Danach war es leicht."

Folgenschwerer Schiri-Irrtum

Noch verrückter als das Spiel war aber eine Fehlentscheidung von Schiedsrichter Andre Marriner. Arsenals Alex Oxlade-Chamberlain hatte einen Ball auf der Linie in Torhütermanier pariert. Marriner entschied zunächst auf Eckball, korrigierte seine Entscheidung nach einem kurzen Zwiegespräch mit seinem Assistenten dann aber auf Elfmeter. Den fälligen Platzverweis verhängte er fälschlicherweise aber gegen Kieran Gibbs.

Dem Geständnis von Chamberlain schenkte er keine Beachtung. Am Sonntag erklärte sich Marriner in einem Statement der Schiedsrichtervereinigung:

"Andre ist ein erfahrener Schiedsrichter und natürlich sehr niedergeschlagen, dass ihm in diesem Fall eine Verwechslung der Spieler unterlaufen ist. Solche Verwechslungen sind äußerst selten und oft die Folge einer Verkettung verschiedener Faktoren. Auch wenn die Entscheidung sehr schwierig war, ist Andre sehr enttäuscht, dass es ihm nicht gelungen ist, den richtigen Spieler zu identifizieren. Er hat sein Bedauern Arsenal gegenüber geäußert, als er auf den Umstand aufmerksam wurde."

So erlebte Wenger den Vorfall: "Der Ball flog ins Aus und meiner Ansicht nach hatte ihn Chamberlain berührt. Ich habe keine Ahnung, wer den Schiedsrichter auf das Handspiel aufmerksam machte. Er selbst hatte es jedenfalls nicht gesehen."

Mourinhos Kommentar: "Das ist wieder so eine Situation, in der der vierte Offizielle mithilfe des Fernsehbeweises hätte anzeigen können, dass Gibbs nicht der Schuldige war. Leider ist der falsche Junge vom Platz gestellt worden."

Der frühere FIFA-Schiedsrichter Clive Thomas (77) ist der Auffassung, Marriner und seine drei Kollegen sollten zumindest in dieser Saison kein Premier-League-Spiel mehr pfeifen: "Das ist die abscheulichste und schockierendste Entscheidung, die ich je gesehen habe."

Rooney besser als Beckham

Das genau Gegenteil von "schockierend" und "abscheulich" war Wayne Rooney vom nächsten CL-Gegner der Bayern, Manchester United. Die Red Devils gewannen 2:0 bei West Ham United dank Rooneys beider Treffer. Über sein Tor zum 1:0 in der achten Minute staunt nicht nur England. Vor den Augen von United-Legende David Beckham traf Rooney aus 45 Metern. Becks war einst ein ähnliches Kunststück geglückt.

Rooney: "Das ist einfach Instinkt. Ich hab mich umgedreht, kurz geguckt und... Das ist so eine Sache, die ich immer wieder im Training versuche. Oft geht so einer nicht rein."

Rooney über den Vergleich mit Beckhams Kunstschuss: "Natürlich war meins besser, klar."

David Moyes (Trainer ManUnited) über Rooney: "Wayne ist ein Top-, Top-Spieler. Zu erkennen, wo genau sich der Torhüter aufhält und dann so zu verwandeln... ein fantastisches Tor."

Yaya schießt Magath ab

Im Etihad Stadium in Manchester lieferte Yaya Toure eine ganz besondere Show ab. Der Ivorer erzielte gegen Felix Magaths FC Fulham drei Tore, am Ende siegte City 5:0 und kann gut gerüstet ins Derby gegen United unter der Woche gehen.

Manuel Pellegrini (Trainer ManCity) über Toure: "Yaya wurde in dieser Saison für seine Defensivarbeit schon hart kritisiert, aber es nicht ganz so einfach, 20 Tore zu schießen. Es wäre kein Problem für mich, ihm zu sagen, er solle tiefer spielen, aber wir brauchen ihn mit seiner Spielweise da vorn. Mit Yaya sind wir nicht so abhängig von unseren Stürmern. Wenn sie nicht treffen, haben wir andere Spieler, die die Tore machen können.

Für Felix Magath war es die dritte Niederlage im fünften Spiel mit Fulham. Demgegenüber stehen ein Remis und ein Sieg. In der Tabelle bleibt Fulham freilich Letzter: "Bis zum ersten Elfmeter waren wir gar nicht schlecht. Für mich war es kein Strafstoß, aber das ist noch kein Grund, das Spielen einzustellen. Das Team schien danach nicht mehr an seine Chance zu glauben. Der Elfmeter hat die ganze Situation grundlegend verändert."

Suarez hat einfach nur Spaß

Heißer als Chelsea oder Manchester City ist aber der FC Liverpool. Die Reds feierten den sechsten Sieg in Folge. In jedem dieser sechs Spiele erzielten sie mindestens drei Tore. In Cardiff am Samstag waren es sechs Stück bei drei Gegentreffern. Luis Suarez war der Mann des Spiels, der Robbie Fowlers Klubrekord von 28 Saisontoren mit seinem Dreierpack einstellte.

Brendan Rodgers (Trainer Liverpool) über Suarez: "Sein Einsatzwille, seine Gier, sein Ehrgeiz sind auf so einem unglaublich hohen Niveau. Er ist ein Weltklassespieler, der Spaß am Fußball hat. Hoffentlich geht das noch lange so weiter."

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