West-Ham-Coach über Mourinho-Kritik

Allardyce: "Da scheiß ich drauf"

Von Jan Höfling
Donnerstag, 30.01.2014 | 12:08 Uhr
Da waren sich die beiden Streithähne noch einig
© getty
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Die Premier-League-Partie zwischen dem FC Chelsea und West Ham United am Mittwoch endete torlos. Die Art und Weise, wie sich die Gäste präsentierten, brachte Blues-Trainer Jose Mourinho allerdings auf die Palme: Es handele sich um eine Taktik aus dem 19. Jahrhundert. Sein Gegenüber Sam Allardyce kann die Aufregung dagegen nicht nachvollziehen.

Ein sichtlich angefressener Mourinho zeigte sich gegenüber der Presse äußerst unzufrieden mit dem Spielverlauf. Gegen den Drittletzten der Premier League gelang es den Blues vor heimischer Kulisse 90 Minuten lang nicht, das Abwehrbollwerk zu überwinden.

"Das ist nicht die Premier League, das ist nicht die beste Liga der Welt. Das ist Fußball aus dem 19. Jahrhundert", giftete Mourinho gegen die Herangehensweise der Hammers. "Es ist schwer Fußball zu spielen, wenn nur eine Mannschaft dazu bereit ist."

Schweres Gerät gegen die Mauertaktik

Als sei die Spielweise der Gäste nicht genug, hätten diese zudem durch vorgetäuschte Verletzungen sowie ausgeprägtes Zeitspiel auf unfaire Mittel zurückgegriffen. "Ich kann mich nicht zu kritisch äußern", zeigte der 51-Jährige dann doch etwas Verständnis. "Wenn ich in ihrer Situation gewesen wäre, hätte ich eventuell genauso gehandelt."

Sich und seine Spieler spricht er indes von jeglicher Schuld frei: "Das Einzige, was ich noch hätte tun können um diese Mauer zu zerstören, wäre der Einsatz von 'Black & Decker'-Werkzeug gewesen." Er hoffe darauf, dass West Ham beim nächsten Aufeinandertreffen wieder Fußball spiele."

Allardyce schießt zurück

Sein Gegenüber Sam Allardyce, der mit dem Punktgewinn sein Ziel erreicht hatte, interessierte sich nur bedingt für die Aussagen des Portugiesen. "Er kann sich nicht damit abfinden, dass er taktisch ausmanövriert wurde. Wir haben sie überlistet, und damit kommt er nicht klar", reagierte der Trainer der Hammers auf die Kritik. "Er kann erzählen was er will. Ganz ehrlich, da scheiß ich drauf."

Das Spiel habe ihm großen Spaß gemacht. "Wie sich die Chelsea-Spieler beim Schiedsrichter beschweren, wie sie versuchen die Offiziellen zu beeinflussen, das ist klasse. Vor allem wie Jose in der Coaching-Zone auf und abspringt: ein netter Anblick", ergänzte er grinsend.

Durch die Punkteteilung hat Chelsea nun drei Punkte Rückstand auf den neuen Tabellenführer Manchester City. West Ham bleibt auf Platz 18, zwei Punkte hinter Sunderland.

Sam Allardyce im Steckbrief

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