Sonntag, 15.12.2013

Premier League, 16. Spieltag

Suarez versenkt die Spurs

Liverpool schießt die Spurs tiefer in die Krise und Andre Villas-Boas vom Trainerstuhl. Luis Suarez lieferte erneut eine Weltklasseleistung ab. Manchester City schlägt den FC Arsenal mit 6:3 und rückt den Gunners auf die Pelle. Der FC Chelsea kommt zu einem knappen Erfolg gegen Crystal Palace und Manchester United beendet gegen Aston Villa seine Negativserie.

Luis Suarez hat bisher in 87 Premier-League-Spielen 53 Mal für die Reds eingenetzt
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Luis Suarez hat bisher in 87 Premier-League-Spielen 53 Mal für die Reds eingenetzt

Tottenham Hotspur - FC Liverpool 0:5 (0:2)

Tore: 1:0 Suarez (18.), 2:0 Henderson (40.), 3:0 Flanagan (75.), 4:0 Suarez (84.), 5:0 Sterling (89.)

Rot: Paulinho (Spurs/63.)

5:1, 4:1, 5:0 - Liverpool fegt derzeit ungebremst durch die Liga. Auch die vor der Saison hochgehandelten Spurs sahen gegen die Reds kein Land. Luis Suarez war wieder einmal der überragende Mann auf dem Platz und legte nach 18 Minuten den Grundstein für den klaren Erfolg, als er sich im Eins-gegen-Eins gegen Hugo Lloris durchsetzte und links unten zum 1:0 einschob.

Noch vor der Halbzeit das 2:0 für Liverpool - und wieder war Suarez mittendrin. Lloris parierte weltklasse gegen den Uruguayer, doch gegen den Nachschuss von Jordan Henderson war der Franzose im Spurs-Kasten machtlos. Für die endgültige Entscheidung sorgte Paulinho mit einem Kung-Fu-Tritt gegen die Brust von Suarez - völlig zu Recht zückte Jonathan Moss die Rote Karte.

Tottenham fiel nun auseinander. Jon Flanagan erhöhte nach Suarez-Zuspiel per Volley unter die Latte auf 3:0. Das vierte Tor war wieder Chefsache: Suarez überlupfte den bemitleidenswerten Lloris und erzielte seinen zweiten Treffer. Kurz vor dem Schlusspfiff noch der dritte Assist von Suarez, der jetzt mehr Tore als ganz Tottenham auf dem Konto hat. Raheem Sterling bedankte sich und markierte den 5:0-Endstand. Liverpool rückt auf zwei Punkte an Arsenal ran, die Spurs verlieren als Siebter den Anschluss. Als Folge des Debakels gab der Klub am Montag die Trennung von Trainer Andre Villas-Boas bekannt.

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Manchester City - FC Arsenal 6:3

Tore: 1:0 Agüero (14.), 1:1 Walcott (31.), 2:1 Negredo (39.), 3:1 Fernandinho (50.), 3:2 Walcott (63.), 4:2 Silva (66.), 5:2 Fernandinho (87.), 5:3 Mertesacker (90+4), 6:3 Toure (90+5., Foulelfmeter)

Erster gegen Vierter - eine Ansetzung, die hohe Erwartungen hervorruft. Und sowohl Manchester City, als auch der FC Arsenal gaben sich von Beginn an alle Mühe, diese zu erfüllen. Beide Mannschaften zeigten den Fußball, der sie an die Spitze der Tabelle geführt hatte: eine direkte, schnelle Kombination folgte auf die Andere. Kun Agüeros Tor per Seitfallzieher (14.) nach einer Eckenverlängerung durch Martin Demichelis war schon fast die Ausnahme in einer Partie, in der beide Teams immer wieder den Weg durch die technisch starken Mittelfelder suchten.

Arsenal wusste offensiv zu gefallen, offenbarte jedoch nach Ballverlusten Lücken im Defensivverbund, die die Gastgeber mit schnellen Konterangriffen nutzten und so immer wieder zum Abschluss kamen. So entwickelte sich ein Spiel auf sehr hohem Niveau, mit dominanten Gunners und einem auf Fehler lauernden ManCity. Beide Mannschaften belohnten sich für ihre couragierten Leistungen mit sehenswerten Torerfolgen.

Letztlich war die gnadenlose Effektivität der Offensive rund um Agüero ausschlaggebend für den zweiten Punktverlust der Gunners in Folge. Spätestens nach dem Doppelpack des starken Fernandinhos (50., 87.) war die Partie endültig entschieden, daran rüttelte auch die ebenso spektakuläre Schlussphase mit einem Tor durch Per Mertesacker (90+4.) und ein Elfmetertreffer Yaya Toures (90+5.) nichts. Die Mannschaft von Manuel Pellegrini klettert damit auf Platz zwei in der Tabelle und steht nur noch drei Punkte hinter Arsenal.

Nach dem Spiel kam es zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Per Mertesacker und Mesut Özil. Mertesacker stürmte mit erhobenem Zeigefinger auf seinen Teamkollegen zu und schimpfte erregt auf ihn ein.

Offenbar hatte Mertesacker missfallen, dass Özil nicht wie die anderen Arsenal-Spieler in die Gunners-Fankurve gegangen war, um sich für die Unterstützung zu bedanken. "Die Deutschen werden das unter sich ausmachen, keine Sorge", kommentierte Gunners-Trainer Arsene Wenger den Vorfall.

Özil selbst entschuldigte sich am Abend via Facebook. "Sorry, dass ich mich nach dem Spiel nicht bei den Fans bedankt habe. Ihr seid wunderbar zu mir gewesen und ich weiß, dass ihr weit gereist seid und Geld ausgegeben habt, um uns zu unterstützen. Ich habe mich über das Ergebnis geärgert, hätte aber trotzdem kommen sollen."

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FC Chelsea - Crystal Palace 2:1 (2:1)

Tore: 1:0 Torres (16.), 1:1 Chamakh (29.) 2:1 Ramires (35.)

Eigentlich sollte es ein Spaziergang werden für die Mannschaft von Jose Mourinho. Die millionenschwere Truppe aus London empfing an der heimischen Stamford Bridge den Tabellenvorletzten - die große Chance für die Blues, den Abstand zum FC Arsenal weiter zu verkleinern. Doch die Aufsteiger hielten mutig dagegen und machten es dem FC Chelsea schwerer als erwartet.

Dabei zeigte sich in der ersten Hälfte immer wieder die individuelle Klasse der Gastgeber, die über die schnellen Außenspieler Eden Hazard und Willian in die Mitte drückten, letztlich aber oft nicht konzentriert genug im Abschluss wirkten. So musste zwei Mal die Brechstange herhalten: Torres traf nach einem Distanzschuss von Willian (16.), Ramires mit purer Gewalt (35.)

Crystal Palace zeigte eine couragierte Leistung, ähnlich den beiden vorangegangen Siegen in der Premier League und verhinderte so ein deutlicheres Ergebnis. Besonders Torwart Julian Speroni lief zur Topform auf, zeigte gleich mehrere starke Paraden und agierte gegen Ende der Partie sogar als Libero der eigenen Mannschaft, als seine Mannschaft dem Ausgleich immer näher rückte. Schlussendlich brachten die Blues die Führung aber über die Zeit und schieben sich damit auf den zweiten Platz, Crystal Palace bleibt weiter tief im Tabellenkeller.

Aston Villa - Manchester United 0:3 (0:2)

Tore: 1:0 Welbeck (15.), 2:0 Welbeck (18.), 3:0 Cleverley (52.)

Die Top-Torjäger der Premier League 2013/14
Platz 1: Luis Suarez vom FC Liverpool (31 Tore)
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Platz 1: Luis Suarez vom FC Liverpool (31 Tore)
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Platz 2: Daniel Sturridge vom FC Liverpool (22 Tore)
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Platz 2: Daniel Sturridge vom FC Liverpool (22 Tore)
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Platz 3: Yaya Toure von Manchester City (20 Tore)
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Platz 3: Yaya Toure von Manchester City (20 Tore)
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Platz 4: Wayne Rooney von Manchester United (17 Tore)
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Platz 4: Wayne Rooney von Manchester United (17 Tore)
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Platz 4: Sergio Agüero von Manchester City (17 Tore)
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Platz 4: Sergio Agüero von Manchester City (17 Tore)
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Platz 4: Wilfried Bony von Swansea City (17 Tore)
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Platz 4: Wilfried Bony von Swansea City (17 Tore)
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Platz 7: Edin Dzeko von Manchester City (16 Tore)
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Platz 7: Edin Dzeko von Manchester City (16 Tore)
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Platz 7: Olivier Giroud vom FC Arsenal (16 Tore)
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Platz 7: Olivier Giroud vom FC Arsenal (16 Tore)
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Platz 9: Jay Rodriguez vom FC Southampton (15 Tore)
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Platz 9: Jay Rodriguez vom FC Southampton (15 Tore)
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Platz 9: Romelu Lukaku vom FC Everton (15 Tore)
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Platz 9: Romelu Lukaku vom FC Everton (15 Tore)
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Platz 11: Eden Hazard vom FC Chelsea (14 Tore)
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Platz 11: Eden Hazard vom FC Chelsea (14 Tore)
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Platz 11: Loic Remy von Newcastle United (14 Tore)
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Platz 11: Loic Remy von Newcastle United (14 Tore)
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Platz 13: Steven Gerrard vom FC Liverpool (13 Tore)
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Platz 13: Steven Gerrard vom FC Liverpool (13 Tore)
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Manchester United hat sich gegen Aston Villa den Frust von vier sieglosen Ligaspielen in Folge von der Seele geschossen. Durch einen blitzschnellen Doppelpack von Danny Welbeck gingen die Red Devils nach zwanzig Minuten nach einer relativ ausgeglichenen Anfangsphase in Führung und ließen die Gastgeber von da an nicht nochmal zurück ins Spiel kommen.

In der hitzigen Partie mit einigen Rangeleien hätte die Mannschaft von David Moyes bereits vor der Pause höher in Führung gehen müssen, vergab nach einigen tollen Kombinationen aber zahlreiche Großchancen. Erst unmittelbar nach der Pause machte Tom Cleverley den Sack dann endgültig zu. Jubilar Wayne Rooney, der zum 500. Mal in der Premier League auflief, blieb zwar ohne Torerfolg, bereitete den Treffer zum Endstand mit einem schönen Steilpass aber mustergültig vor.

Trotz des starken Auftritts im Villa Park, nach dem United nun mehr als doppelt so viele Tore in der Fremde als zu Hause erzielt hat, hat Manchester weiterhin einen großen Abstand auf den vierten Tabellenrang und liegt sechs Punkte hinter dem FC Everton. Das Team von Paul Lambert hingegen scheint nach der zweiten Niederlage in Folge langsam im Tabellenmittelfeld festzustecken.

Der 16. Spieltag im Überblick

Marco Heibel / Jan Dafeld / Marco Nehmer

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