Premier League, 5. Spieltag

4:1 vs. United! City regiert Manchester

Von Marco Heibel
Sonntag, 22.09.2013 | 19:09 Uhr
Samir Nasri erzielte kurz nach der Pause das 4:0 für Manchester City
© getty
Advertisement
Premier League
West Ham -
Brighton
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Everton -
Arsenal
Premier League
Tottenham -
Liverpool
Premier League
Man United -
Tottenham
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Southampton
Premier League
Leicester -
Everton
Premier League
Burnley -
Newcastle

Manchester City hat Stadtrivale United am 5. Spieltag der Premier League eine empfindliche Niederlage zugefügt. Mit 4:1 (2:0) gewannen die Citizens das Derby. Neuer Tabellenführer ist aber der FC Arsenal, der mit Mesut Özil und Per Mertesacker in den Hauptrollen Stoke locker mit 3:1 bezwang. Dagegen kassierte der FC Liverpool kassierte die erste Saisonniederlage.

Manchester City - Manchester United 4:1 (2:0)

Tore: 1:0 Agüero (16.), 2:0 Toure (45.), 3:0 Agüero (47.), 4:0 Nasri (50.), 4:1 Rooney (86.)

Schon nach wenigen Minuten zog City ein Powerplay um den Strafraum der Red Devils, die ohne Robin van Persie auflaufen mussten, auf und ließ den Gästen kaum Luft zum Atmen.

Nach 16 Minuten fiel folgerichtig die Führung für City. Nasri setzte auf der linken Flanke per Hacke Kolarov in Szene, der von der Grundlinie in den Strafraum flankte. Dort versenkte Agüero den Ball per Volley-Direktabnahme im langen Eck.

Ähnlich dominant ging es weiter, United kam überhaupt nicht in die Zweikämpfe. Drei Minuten später setzte Nasri seinerseits einen Volley aus 15 Metern knapp übers Tor. Nach 25 Minuten hatte City neun Torschüsse auf dem Konto, der Gegner noch keinen einzigen.

Erst nach einer halben Stunde gelangen United die ersten wirklichen Ballstafetten in der gegnerischen Hälfte, in der 42. Minute verzeichnete Antonio Valencia den ersten harmlosen Weitschuss. City legte vor dem Pausenpfiff dagegen noch einmal nach: Eine Nasri-Ecke von rechts verlängerte Alvaro Negredo an den langen Pfosten, wo Yaya Toure mit dem Knie auf 2:0 stellte.

In der zweiten Hälfte war erst eine Minute gespielt, da schlugen die Sky Blues schon wieder zu: Über die linke Seite wurde Negredo an der Grundlinie in Szene gesetzt, der flankte blind in die Mitte, wo Aguero völlig frei einlaufen und einschieben konnte. Vier Minuten später wurde es ganz bitter: Einen Konter über Navas auf der rechten Seite schloss Nasri aus zehn Metern per Direktabnahme zum 4:0 ab.

Das Spiel war längst entschieden, jetzt durften auch die Gäste gleichwertig mitspielen. Wayne Rooney setzte den Ball aus elf Metern frei übers Tor (55.), auch Fellaini (68.) und Patrice Evra, der per Kopf nur den Pfosten traf (80.), hatten noch gute Chancen. Den Schlusspunkt setzte Rooney, der per Traumfreistoß für den Ehrentreffer sorgte.

Durch den Sieg rückt City auf den zweiten Tabellenplatz vor, der Stadtrivale bleibt auf Platz acht: David Moyes steht eine unbequeme Woche ins Haus.

FC Arsenal - Stoke City 3:1

Tore: 1:0 Ramsey (5.), 1:1 Cameron (26.), 2:1 Mertesacker (36.), 3:1 Sagna (72.)

Bei Arsenal musste Theo Walcott kurzfristig passen, er hatte sich beim Warmlaufen verletzt. Mesut Özil kam vor 60.000 Zuschauern zu seinem Heimdebüt.

Nach vier Minuten trat der Deutsche gleich in Aktion und zirkelte einen Freistoß 25 Meter vor dem Tor in die Torwartecke. Keeper Asmir Begovic war zwar zur Stelle, faustete den Ball aber vor die Füße des mitgelaufenen Aaron Ramsey, der aus kurzer Distanz zum 1:0 einschob. Danach verwalteten die Hausherren jedoch nur noch und brachten Stoke wieder ins Spiel.

Die ließen sich nicht lange bitten: Ein Schuss des Ex-Bremers Marko Arnautovic klatschte an den Pfosten und von dort zu Cliff Cameron, der aus 16 Metern per Flachschuss den Ausgleich erzielte. Erst danach zogen die Gunners das Tempo wieder an und gingen folgerichtig wieder in Führung: Eine Özil-Ecke von rechts versenkte Per Mertesacker per Bogenlampe im langen Eck.

Nach der Pause blieb Arsenal weiter überlegen: Ein Weitschuss von Giroud konnte von Begovic mit einer starken Parade entschärft werden (52.), eine weitere Konterchance setzte der Franzose fünf Minuten später über den Kasten. Die Gunners verlegten sich danach fast vollends auf schnelle Gegenstöße, aber es war ein weiterer Standard, der die Entscheidung brachte: Einen Freistoß von Özil aus dem Halbfeld köpfte Bacary Sagna zum 3:1 ins linke Eck.

Danach passierte nicht mehr viel, unter dem Jubel der Fans wurde Özil nach 79 Minuten ausgewechselt. Durch die drei Punkte und den vierten Sieg in Folge übernimmt der Hauptstadtklub erstmals in dieser Saison die Tabellenführung.

FC Liverpool - FC Southampton 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Lovren (53.)

Gegen gut aufgelegte Gäste aus Southampton fand Liverpool an der Anfield Road nur schwer ins Spiel. Erst ein Freistoß von Steven Gerrard brachte in der 21. Minute erstmals Gefahr für das Tor von Artur Boruc, der Pole wehrte den gut getretenen Ball allerdings stark ab. Mit dem Pausenpfiff verlängerte Daniel Sturridge eine Gerrard-Flanke auf das Dach des Tores.

Unmittelbar nach Wiederanpfiff vertändelten die Reds den Ball in der eigenen Hälfte, Simon Mignolet konnte den Schuss von Adam Lallana aus zwölf Metern nur mit Mühe entschärfen.

Die Saints waren nun klar am Drücker und gingen gegen den Spitzenreiter in der 53. Minute nach einer Lallana-Ecke durch den Kopfball von Dejan Lovren in Führung. Nur eine Minute später zwang Pablo Osvaldo Mignolet erneut zu einer Glanzparade.

Liverpool kam auch in der Folge nur durch Standards gefährlich vor das Tor der Gäste. Die wiederum konterten stark und hatten durch Luke Shaw (67.) sogar die große Chance zum 0:2. Für die Reds ist die erste Niederlage der Saison gleichbedeutend mit der ersten Pflichtspielpleite seit April. Damals wie heute hieß der Gegner Southampton.

FC Chelsea - FC Fulham 2:0 (0:0)

Tore: 1:0 Oscar (52.), 2:0 Mikel (84.)

Die ersatzgeschwächten Gäste aus Fulham mit Sascha Riether in der Startelf waren an der Stamford Bridge zunächst die couragiertere Mannschaft. So verpassten Steve Sidwell mit einem Kopfball (6.) und Darren Bent mit einem Schuss aus zwölf Metern (13.) die Führung nur knapp.

Chelsea, bei dem Andre Schürrle vornehmlich über den linken Flügel kam, setzte in der 7. Minute durch Samuel Etoos Lupfer knapp neben das Tor das erste Glanzlicht. Nach einer Phase des Leerlaufs setzte sich Chelsea vor der Pause vor dem Fulham-Tor fest und kam durch den abgefälschten Weitschuss von Branislav Ivanovic (45.) der Führung relativ nah.

In der 53. Minute dann die Führung für die Blues durch Oscar, der nach einem abgewehrten Schürrle-Schuss und dem Nachsetzen von Etoo in der Mitte abstaubte. Chelsea hatte die Partie gegen kräftemäßig nachlassende Cottagers in der Folge weitestgehend im Griff und machte in der 84. Minute durch Jon Obi Mikels Seitfallzieher auf Kopfball-Ablage von John Terry nach einer Lampard-Ecke alles klar.

Cardiff City - Tottenham Hotspur 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Paulinho (90.)

Die 26.000 Zuschauern im Cardiff City Stadium kamen schnell auf ihre Kosten: Bereits in der 6. Minute lief Cardiff-Angreifer Campbell frei auf den herauseilenden Lloris zu, der ihm den Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand vom Fuß nahm.

Freistoß und Rot für Lloris wäre die richtige Entschdidung gewesen, das Schiedsrichtergespann übersah das Vergehen allerdings.

In der Folge entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem sich die Waliser keinesfalls versteckten und nach ersten Gelegenheiten von Sigurdsson (18.), Soldado (20.) und Eriksen (26.) auch ihrerseits gefährlich wurden: Medel vergab aus 30 Metern (28.), Lloris rettete vor Bellamy (40.).

Nach der Pause kamen die Spurs besser ins Spiel und drängten Cardiff weit in die eigene Hälfe. Sigurdsson scheiterte mit einem Lattenkracher aus 25 Metern denkbar knapp (54.).

Es sollte bis zur 90. Minute dauern, ehe Tottenham seine Überlegenheit auch in Zahlen ummünzen konnte. Lamela hatte sich energisch auf der rechten Seite durchgesetzt und scharf nach innen gepasst, wo Paulinho sich davonstahl und aus kurzer Distanz einschieben konnte.

Tottenham bleibt Spitzenreiter Arsenal damit auf den Fersen, Cardiff muss sich nach starkem Liga-Start langsam nach unten orientieren.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung