Namensrechte vom Trainingsgelände verkauft:

Red Devils setzen neue Maßstäbe im Sponsoring

Von Stefan Petri
Montag, 08.04.2013 | 14:09 Uhr
Die Manchester-United-Spieler werden künftig auch im Training mit einem Werbeaufdruck auflaufen
© getty
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Der englische Tabellenführer Manchester United hat die Namensrechte am vereinseigenen Trainingsgelände verkauft und bekommt dafür eine dreistellige Millionensumme.

Im letzten Jahr nahm Manchester United mit Sponsoren und Merchandising die Rekordsumme von fast 140 Millionen Euro ein. Diese Marke wird in naher Zukunft aller Voraussicht nach eingestellt werden: Wie der Verein bekanntgab, hat Trikotsponsor AON die Namensrechte am Trainingsgelände in Carrington für die kommenden acht Jahre erworben.

Dafür zahlt der amerikanische Versicherungskonzern Medienberichten zufolge eine Summe zwischen 140 und 190 Millionen Euro.

Zusätzlich zu den Namensrechten wird AON auf der Trainingskleidung vertreten sein und als Partner für Freundschaftsspiele in Übersee fungieren. Darüber hinaus darf der Konzern das Trainingsgelände auch für eigene Zwecke nutzen.

Stadionname weiter unantastbar

United hatte vor zwei Jahren als erster Klub die Namensrechte an der Trainingskleidung an DHL verkauft und dafür fast 12 Millionen Euro pro Jahr eingenommen. Im laufenden Jahr sind die Sponsoreneinnahmen im Vergleich zum Vorjahr bereits um 26,4 Prozent gestiegen, weitere 17 Sponsorenverträge sind laut "BBC" bereits unterzeichnet.

Auf einen lukrativen Stadiondeal hat der englische Rekordmeister bisher aber verzichtet, und auch weiterhin sollen die Namensrechte am Stadion Old Trafford nicht angetastet werden. "Old Trafford wird nicht verkauft", bekräftigte der stellvertretende Vorsitzende Ed Woodward am Montag.

420 Millionen von Chevrolet?

AON wird bis 2014 Trikotsponsor der Red Devils bleiben. Für die sieben Jahre danach hat der wertvollste Klub der Welt - "Forbes" hatte den Wert Uniteds zuletzt auf 1,7 Milliarden Euro geschätzt - einen Ausrüstervertrag mit Chevrolet abgeschlossen, der dem Verein Medienberichten zufolge umgerechnet knapp 420 Millionen Euro in die Kassen spülen soll.

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