"Spielerjagd" auf der Insel

Jamaika sucht den Super-Kicker

SID
Mittwoch, 31.10.2012 | 15:21 Uhr
Der erst 17-jährige Raheem Sterling (r.) vom FC Liverpool hat jamaikanische Wurzeln
© Getty
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Usain Bolt haben sie. Und Yohan Blake. Eben die besten Sprinter des Planeten. Da kann Jamaika keine Nation der Welt etwas vormachen. Im Fußball dagegen sieht es da eher mau aus. Da fehlt es an allen Ecken und Enden. Deshalb sucht Jamaika händeringend nach Top-Spielern - und glaubt nun in England fündig zu werden.

Der Plan ist klar: Drei Offizielle des jamaikanischen Fußballverbands (JFF) wurden zur "Spielerjagd" auf die Insel entsandt. Ihre Mission: Talentierte Kicker mit jamaikanischen Wurzeln aufstöbern und im Hinblick auf die Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien für eine Nationalmannschaftskarriere für den Karibikstaat begeistern. Jamaika sucht den Super-Kicker, sozusagen.

Zwölf Tage Zeit bleibt den Gesandten des Karibikstaates dafür, fünf Partien der Premier League wollen sie in dieser Zeit besuchen. Neun Spieler mit jamaikanischem Hintergrund haben die drei Offiziellen im Visier, darunter Mittelfeldspieler Raheem Sterling vom FC Liverpool. Der erst 17-Jährige - geboren übrigens in Jamaikas Hauptstadt Kingston - wurde bereits in die Junioren-Nationalmannschaft Englands berufen. Gespielt hat er für seine Wahlheimat allerdings noch nicht. Das rief den jamaikanischen Verband auf den Plan.

Verband glaubt an Erfolg

"Gemäß den Regularien der FIFA ist er damit immer noch berechtigt, für Jamaika aufzulaufen", rechtfertigt JFF-Präsident Horace Burrell die Annäherungsversuche an Sterling, aber auch an andere potenzielle Kandidaten für die jamaikanische Nationalmannschaft. Neben Sterling stehen Jobi McAnuff, Shaun Cummings und Gareth McCleary vom FC Reading sowie David Hoilett von den Queens Park Rangers auf der Liste der drei Fußball-Missionare im Namen Jamaikas.

Burrell ist der festen Ansicht, dass er und seine Gesandten gute Argumente haben und am Ende auch erfolgreich sein werden. "Wir sind davon überzeugt, dass es sich lohnt, Gespräche mit den Spielern und deren Beratern zu führen", sagt der Chef des jamaikanischen Verbandes.

Raheem Sterling im Steckbrief

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