Premier League - 2. Spieltag

Skrtel verschenkt Liverpool-Sieg gegen City

Von Marco Nehmer / Fabian Swidrak
Sonntag, 26.08.2012 | 16:37 Uhr
Liverpool geht gegen Manchester City zwei Mal in Führung, schenkt den Sieg aber fahrlässig her
© Getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
J1 League
Sa12:00
Urawa -
Hiroshima
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
Serie A
Sa21:00
Palmeiras -
Gremio
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa
J1 League
Sa12:00
Vissel Kobe -
Vegalta Sendai
CSL
Sa13:35
Beijing Guoan -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So00:00
Corinthians -
Ponte Preta
J1 League
So11:30
Urawa -
Nigata
CSL
So13:35
Tianjin -
Shandong
Serie A
So21:00
Cruzeiro -
Palmeiras
Serie A
Mo00:00
Santos -
Sao Paulo
Allsvenskan
Mo19:00
Göteborg -
Halmstad
Club Friendlies
Do02:00
Sydney -
Arsenal

Liverpool zeigt gegen City eine klasse Leistung. Zwei kapitale Fehler kosten aber den Sieg. Lukas Podolski und der FC Arsenal schaffen auch gegen Stoke wieder nur ein torloses Remis. Dank der Treffer der Top-Neuzugänge Robin van Persie und Shinji Kagawa feiert Manchester United einen Heimsieg gegen den FC Fulham. Swansea City verteidigt die Tabellenspitze, und Tottenham gelingt wieder kein Sieg. Tabellenführer mit einem Spiel mehr ist der FC Chelsea nach dem 2:0-Sieg über Newcastle United.

FC Liverpool - Manchester City 2:2 (1:0)

Tore: 1:0 Skrtel (34.), 1:1 Yaya Toure (63.), 2:1 Suarez (66.), 2:2 Tevez (80.)

Vor dem Anpfiff sorgte vor allem die Startaufstellung von City-Trainer Roberto Mancini für Aufsehen. Spielmacher David Silva saß nur auf der Bank. Für ihn kam Aleksander Kolarov in die erste Elf. Der verletzte Agüero wurde außerdem von Balotelli ersetzt. Kolo Toure spielte für Rodwell.

Auch bei Liverpool gab es eine interessante Personalie: Der 17-jährige Rehaam Sterling hatte es in die Startformation geschafft. Bereits vor zwei Jahren feierte der junge Jamaikaner sein Debüt in einem Testspiel gegen Borussia Mönchengladbach.

Wenige Fouls in der ersten Hälfte ermöglichten ein äußerst flüssiges und attraktives Spiel. Manchester City erwischte den besseren Beginn, allerdings ohne die eine, große Torchance.

Bei den Gastgebern musste Lucas den Platz bereits nach fünf Minuten wieder verlassen. Er zog sich gleich in seinem ersten Zweikampf eine Oberschenkelzerrung zu und musste durch Shelvey ersetzt werden.

Schocken ließ sich Liverpool davon allerdings nicht. In der 18. Minute sorgte der quirlige Sterling für den schönsten Angriff der ersten Hälfte. Seine Hereingabe auf Borini führte allerdings nicht zu einem Treffer. Der Italiener verfehlte das Tor um wenige Zentimeter. Es wurde hektischer: Auf der Gegenseite hatte dann Carlos Tevez die Riesenchance auf die Führung für den amtierenden Meister. Sein Schuss sprang allerdings vom Pfosten zurück ins Feld.

Die Führung für die Reds dann nach 34 Minuten: Ecke Gerrard, Kopfball Skrtel, so einfach kann das sein. Bereits in der Aktion zuvor hätte Vincent Kompany den Ball fast im eigenen Tor versenkt.

In der zweiten Halbzeit Liverpool dann über die volle Distanz das bessere Team. Bei Manchester City gingen dafür die fragwürdigen Personalentscheidungen von Trainer Roberto Mancini weiter. Trotz Rückstand wechselte er nach knapp einer Stunde den offensiven Samir Nasri aus und brachte den deutlich defensiveren Jack Rodwell.

Liverpool schien hungriger und wollte den Sieg einfach mehr. Selbst vom überraschenden Ausgleich durch einen Abwehrpatzer ließen sich die Reds nicht schocken (63.). Nur drei Minuten später rückte Suarez die Verhältnisse mit einem zauberhaften Freistoß wieder gerade.

Ein ganz schlimmer Fehler von Torschütze Skrtel kostete Liverpool zehn Minuten vor Schluss allerdings dennoch den Sieg in einem aufregenden Spiel. 35 Meter vor dem eigenen Tor hatte Skrtel eigentlich alle Zeit der Welt, drehte sich dann aber plötzlich um spielte einen viel zu kurzen Rückpass auf Torhüter Pepe Reina. Tevez ging dazwischen, umkurvte den Spanier und schob ohne Probleme ein.

Verstecken muss sich Liverpool vor den großen Konkurrenten mit solch einer Leistung aber nicht. Vor allem die junge Offensive mit Suarez, Borini und Sterling. Vor allem, wenn man berücksichtigt, dass ab der kommenden Woche auch noch Nuri Sahin an der Anfield Road wirbelt.

Stoke City - FC Arsenal 0:0

Wie schon im Spiel gegen Sunderland kommt Arsenal wieder nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Bei der katastrophalen Bilanz gegen Stoke City in den letzten Jahren könnte man mit dem Unentschieden in der Fremde zwar zufrieden sein. Zwei Punkt aus zwei Spielen dürften den Ansprüchen von Trainer Arsene Wenger aber sicher nicht genügen.

Die Zuschauer sahen von Beginn an eine muntere Partie, die erwartungsgemäß über weite Strecken von den Gästen dominiert wurde. Arsenal präsentierte sich einen Tick spritziger als noch vor einer Woche.

Vor allem Lukas Podolski war deutlich besser im Spiel und hatte die erste Riesenchance auf den Führungstreffer. Sein Schuss aus kürzester Distanz wurde allerdings von Stoke-Verteidiger Wilkinson im Fallen mit dem Unterarm geblockt (8.). Auch wenn das natürlich keine Absicht war, hatte Stoke Glück, dass der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Lee Mason ausblieb.

Insgesamt machte Podolski ein gutes Spiel und präsentierte sich mannschaftsdienlich. In der ein oder anderen Situation hätte er sogar noch etwas eigensinniger sein können. Ihm fehlte der letzte Zug zum Tor und der Wille, selbst den Abschluss zu suchen.

Die meisten Torschüsse des Spiels produzierte jedoch Kollege Santi Cazorla. Vier Torschüsse gab er allein in den ersten 45 Minuten ab. Wirklich gefährlich waren diese jedoch anicht. Auch einen von Podolski gegen Robert Huth herausgeholten Freistoß an der Strafraumgrenze versenkte er kläglich in der Mauer.

Nach dem Wechsel verlor die Partie doch deutlich an Schwung. Diaby hatte die beste Möglichkeit für die Gunners nach der Pause, rutschte jedoch beim Schussversuch weg.

Für den Sieg fehlte Arsenal heute einfach die letzte Konsequenz in der Offensive. Das Unentschieden war jedoch zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Eine echte Großchance für die Gastgeber gab es nicht.

Manchester United - FC Fulham 3:2 (3:1)

Tore: 0:1 Duff (3.), 1:1 van Persie (10.), 2:1 Kagawa (36.), 3:1 Rafael (41.), 3:2 Vidic (64./Eigentor)

Sir Alex Ferguson verzichtete im ersten Heimspiel der Saison auf Wayne Rooney. Neuzugang Robin van Persie gab dafür den Sturmführer und rechtfertigte die Entscheidung seines Trainers schon nach nicht mal zehn Minuten, als er per Volleyschuss mit seinem starken linken Fuß den frühen Rückstand ausglich.

Der Treffer gab United Sicherheit. Shinji Kagawa gelang ebenfalls sein Debüttreffer, und Rafael sorgte per Kopf kurz vor der Pause für eine beruhigende Führung. Ein kurioses Eigentor von United-Innenverteidiger Nemanja Vidic sorgte dann aber wieder für Spannung.

Rooney kam erst in der 68. Minute aufs Feld und hatte in der Nachspielzeit großes Pech. Nach einem Zusammenprall mit Hugo Rodallega musste der 26-Jährige mit einer tiefen Fleischwunde im Bereich des rechten Knies vom Platz getragen werden.

FC Chelsea - Newcastle United 2:0 (2:0)

Tore: 1:0 Hazard (22.), 2:0 Torres (45.)

Drei Spiele, drei Siege - Chelsea ist der perfekte Auftakt in die neue Saison gelungen. Das Team vom Trainer Roberto Di Matteo übernimmt damit die Tabellenführung.

Die Blues ließen von Anfang an nie einen Zweifel daran zu, wer Herr im Haus ist. Angeführt von einem in der ersten Hälfte erneut überragenden Eden Hazard, waren sie den Magpies in allen Belangen überlegen.

Die Umstände des Führungstreffers waren allerdings glücklich. So bekam Chelsea einen fragwürdigen Elfmeter nach vermeintlicher Attacke an Fernando Torres zugesprochen. Weil der etatmäßige Schütze Frank Lampard zunächst überraschend auf der Bank Platz nehmen musste, ging Eden Hazard zum Punkt und versenkte souverän unten links.

Kurz vor der Pause erhöhte Torres nach Zuspiel von Hazard auf 2:0. Bei seinem kompromisslosen Abschluss zeigte der Spanier einmal mehr, dass er auf dem Weg zu seiner Bestform ist.

Nach der Pause waren die Magpies sichtlich ambitioniert, während die Blues nur noch verwalteten. Als den Gästen aber auch in der Drangphase nichts gelingen wollte, war ihr Wille gebrochen und die Partie plätscherte nur noch ihrem Ende entgegen.

Swansea City - West Ham United 3:0 (2:0)

Tore: Rangel (20.), Michu (29.), Graham (64.)

Nach dem 5:0 zum Auftakt bei den Queens Park Rangers haben die Waliser nachgelegt und ihren Traumstart perfekt gemacht. Im Liberty Stadium dominierte Swansea die Partie gegen Premier-League-Rückkehrer West Ham von Beginn an.

Glück hatte die Elf von Trainer Michael Laudrup allerdings bei der Führung, als Hammers-Keeper Jussi Jääskeläinen einen Flachschuss vom Spanier Rangel unter seinem Körper durchrutschen ließ.

Und dann war der andere Spanier dran: Neuzugang Michu, überragender Mann bei QPR mit zwei Treffern und einem Assist, profitierte von einem zu kurzen Rückpass von James Collins und ließ sich das 2:0 nicht nehmen.

Zum Ende der ersten Halbzeit drehten dann die Hammers etwas auf und entblößten die Schwäche Swanseas bei hohen Bällen in den Strafraum, konnten daraus jedoch kein Kapital schlagen. Und in der zweiten Halbzeit sollten sie dazu nicht mehr kommen, denn die Hausherren diktierten das Spiel mit ihrer traumwandlerischen Ballsicherheit nach Belieben. Danny Graham sorgte nach einer guten Stunde für die Entscheidung.

Aston Villa - FC Everton 1:3 (0:3)

Tore: 0:1 Pienaar (3.), 0:2 Fellaini (31.), 0:3 Jelavic (44.), 1:3 Ahmadi (75.)

Rote Karte: Clark (58./Aston Villa)

Die Toffees rocken: Zweiter Sieg im zweiten Spiel. Für eine Mannschaft, die als notorischer Spätstarter gilt, eine erstaunliche Wendung. Mittelfeld-Star Marouane Fellaini erzielt nach seinem Winner gegen ManUnited am Montag schon sein zweites Saisontor.

Tottenham Hotspur - West Bromwich Albion 1:1 (0:0)

Tor: Assou-Ekotto (74.), Morrison (90.)

Andre Villas-Boas bot Rafael van der Vaart und Neuzugang Jan Vertonghen in der Startelf auf. Neuzugang Emmanuel Adebayor saß nur auf der Bank. Nach dem Führungstreffer sah es nach dem ersten Sieg für den neuen Spurs-Coach aus, doch WBA bewies, dass das 3:0 gegen Liverpool zum Start vielleicht kein Zufall war. James Morrison glich quasi mit dem Schlusspfiff aus.

Die Tabelle in England

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung