Premier League, 38. Spieltag

Manchester City holt ersten Titel seit 44 Jahren

SID
Sonntag, 13.05.2012 | 18:24 Uhr
Da ist das Ding! Sergio Agüero sicherte mit seinem Treffer in der Nachspielzeit den Titel
© Getty
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Im Fernduell um den Premier-League-Titel sicherte sich Manchester City in einer denkwürdigen Partie den Titel vor dem Lokalrivalen Manchester United. Arsenal kann nach einem Sieg in West Bromwich die Champions League buchen, während Tottenham nur Platz vier bleibt. Die Bolton Wanderers sind der dritte Absteiger.

Reaktionen

Roberto Mancini (Trainer Manchester City): "Wir hatten es einfach nicht verdient zu verlieren, wir hatten viele Chancen und wir verdienten es dieses Spiel und die Meisterschaft zu gewinnen. Es ist fantastisch für den Klub und die Anhänger nach 44 Jahren ohne Titel. Das war eine verrückte Saison und eine verrückte letzte Minute."

...zur Zukunft: "Ich denke für uns war es sehr wichtig diese Meisterschaft zu gewinnen. Manchester City kann jetzt eine große Zukunft vor sich haben."

Vincent Kompany (Kapitän Manchester City): "Man möchte sagen, dass es der beste Moment deines Lebens ist, aber um ehrlich zu sein möchte ich nicht nochmal ein solches Ende erleben."

...zum unglaublichen Schlussspurt: "Ich habe nie aufgehört zu glauben. Als Edin das Tor machte, hat mich das an soviele andere Momente während der Saison erinnert, in denen wir schon ähnliches geleistet hatten. Es gab also keinen Grund nicht mehr daran zu glauben."

Mario Balotelli (Manchester City, beim Stand von 1:2 eingewechselt): "Wir haben nur in wenigen Spielen nicht gut gespielt und den Rest der Saison sehr gut, also haben wir den Titel verdient."

...zu seiner persönlichen Situation: "Ich denke zu viele Leute haben zu viele schlechte Sachen über mich gesagt. Jetzt sollten sie einfach die Klappe halten."

Alex Ferguson (Trainer Manchester United): "Niemand hat das erwartet, jeder hat erwartet, dass City gewinnt, aber sie haben gegen zehn Mann eine halbe Stunde und fünf Minuten Nachspielzeit benötigt. Aber ich gratuliere City zur Meisterschaft. Jeder, der die Meisterschaft gewinnt, hat es verdient. Es ist eine lange Strecke bis zum Titel."

...zu den City-Treffern in der Nachspielzeit: "Es ist grausam, den Titel so zu verlieren, aber wir haben die 25 Jahre die ich hier bin viele Aufs und Abs erlebt - meistens waren es großartige Momente. Wir haben den Titel dreimal am letzten Spieltag geholt und heute haben wir es wieder fast geschafft."

Manchester City - Queens Park Rangers 3:2 (1:0)

Tore: 1:0 Zabaleta (39.), 1:1 Cisse (48.), 1:2 Mackie (66.), 2:2 Dzeko (90.+2), 3:2 Agüero (90.+4)

Rote Karte: Barton (QPR) wegen einer Tätlichkeit (55.)

Manchester City ließ von Beginn an keinen Zweifel daran, dass man die erste Meisterschaft seit 44 Jahren einfahren wollte. Angetrieben von Silva und Co. drückten die Citizens die Gäste aus London von der ersten Minute weg in die eigene Hälfte und hatte teilweise bis zu 90 Prozent Ballbesitz.

QPR, das noch gegen den Abstieg kämpfte, machte keine Anstalten auch selbst etwas für das Spiel zu tun. Mit elf Mann in der eigenen Hälfte machte man aber City das Leben schwer und hatte damit zunächst Erfolg. Die Elf von Mark Hughes stand taktisch diszipliniert, ließ City im Mittelfeld gewähren, hielt aber hinten die Schotten dicht. Erst nach einem Fehler von Torwart Paddy Kenny bröckelte das Bollwerk: der irische Keeper ließ einen eigentlich harmlosen Schuss von Zabaleta durch die Finger gleiten und sorgte so für großen Jubel im Stadion.

Nach der Pause wurde es turbulent: erst sorgte Cisse nach einem Fauxpas von Lescott für den überraschenden Ausgleich, danach rückte erneut der "Badboy" des englischen Fußballs in den Mittelpunkt des Geschehens. Nach einem Ellbogencheck gegen Tevez musste Joey Barton mit Rot vom Platz und trat danach auch gleich noch Agüero um. Auf dem Weg zur Kabine durfte sich auch Balotelli noch einige warme Worte anhören. Danach sorgte Mackie mit seinem Treffer nach einem Konter für Entsetzen im Stadion.

Was sich in der Schlussphase abspielte, wird wohl in die Premier-League-Annalen eingehen. City drückte Queens Park in den eigenen Strafraum, schaffte es aber nicht, den Ball über die Linie zu drücken. In der fünfminütigen Nachspielzeit war es dann erst Dzeko, der nach einer Ecke zum Ausgleich einköpfte und danach Agüero, der mit seinem Last-Minute-Treffer das Stadion in Ekstase versetzte. Sein Siegtreffer sicherte City die erste Meisterschaft seit 1968. In den Feierlichkeiten ging fast unter, dass Queens Park dennoch den Klassenerhalt sicherte, da Konkurrent Bolton in Stoke nur Unentschieden spielte.

AFC Sunderland - Manchester United 0:1 (0:1)

Tore: 0:1 Rooney (20.)

ManUnited-Trainer Alex Ferguson erreichte unter der Woche die Hiobsbotschaft, dass Chris Smalling aufgrund einer Leistenverletzung operiert werden musste und die Saison für ihn somit vorzeitig beendet ist. Auch für Danny Welbeck, der schon im letzten Spiel gegen Swansea mit Knöchelproblemen ausfiel, reichte es nicht. Für ihn spielte Antonio Valencia von Anfang an neben Wayne Rooney im Sturm.

ManUnited begann beim FC Sunderland mit viel Ballbesitz, aber ohne die nötige Zielstrebigkeit. Wie aus dem Nichts war es dann Wayne Rooney, der sein Team in Front brachte (20.). Eine Flanke von Phil Jones aus dem rechten Halbfeld landete am zweiten Pfosten, wo Rooney völlig ungedeckt aus kurzer Distanz einnicken konnte.

In der Folge agierte ManUnited nicht viel ideenreicher, kam aber trotzdem immer wieder zu guten Tormöglichkeiten. Rooney scheiterte dabei entweder an der Latte oder am eigenen Unvermögen. Halbzeit zwei begann wieder mit einer Rooney-Großchance: Erneut tauchte der 26-Jährige frei vor dem Sunderland-Tor auf, scheiterte aber an Keeper Mignolet. Danach stellte ManUnited fast gänzlich das eigene Offensivspiel ein und verlagerte sich darauf, den Vorsprung zu verwalten.

Als der Abpfiff in Sunderland erklang, war der Titelverteidiger fast sicher Meister. Erst nach dem Spielschluss fielen im Etihad-Stadium die siegbringenden Tore für ManCity. ManUnited bleibt nach einer wechselhaften Saison damit nur der undankbare zweite Platz.

West Bromwich Albion - FC Arsenal 2:3 (2:2)

Tore: 0:1 Benayoun (4.), 1:1 Long (11.), 2:1 Dorrans (15.), 2:2 Andre Santos (30.), 2:3 Koscielny (55.)

Im Fernduell um den Champions-League-Platz konnte sich Arsenal bei West-Bromwich-Keeper Marton Fulop für seine Mithilfe bedanken. Bereits in der vierten Minute patzte der Torwart und ermöglichte Arsenal einen Traumstart im Hawthornes. Die Hausherren ließen sich vom Aussetzer des eigenen Schlussmanns nicht beirren und schlugen prompt zweimal zurück.

Andre Santos schließlich sorgte in der 30. Minute für den Ausgleich der Londoner, als er erst Mulumbu die Kugel abjagte und dann neben den Pfosten einschoss - erneut machte Fulop keine gute Figur. Nach der Pause stärkte Wenger die Offensive und setzte auf Walcott für Rosicky. Den Siegtreffer und damit Platz drei für Arsenal erledigte dann aber nicht Walcott oder van Persie, sondern Fulop. Der Ungar servierte die Kugel nach einer Ecke mundgerecht für Koscielny. Der ließ sich nicht zweimal bitten und traf zum 3:2.

Tottenham Hotspur - FC Fulham 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Adebayor (2.), 2:0 Defoe (63.)

Die Spurs machten an der White Hart Lane gegen den Lokalrivalen Fulham ihre Hausaufgaben. Bereits nach 96 Sekunde zappelte die Kugel nach einem schönen Pass von van der Vaart auf Adebayor im Netz. Auch in der Folgezeit waren die Hausherren besser, verpassten es aber durch Lennon vor der Pause für die Entscheidung zu sorgen.

In der zweiten Hälfte besänftigte Defoe schließlich alle Zweifler und durfte dank West Bromwichs Leistung sogar noch hoffen, an Arsenal vorbeizuziehen. Am Ende blieb es beim 2:0, was die Zuschauer dazu veranlasste "es gibt nur ein Bayern München" zu skandieren. Schlagen die Bayern im Champions-League-Finale Chelsea, darf Tottenham an der Qualifikation für die Königsklasse teilnehmen. Wenn nicht, wartet die Europa League.

FC Everton - Newcastle United 3:1 (2:0)

Tore: 1:0 Pienaar (16.), 2:0 Jelavic (27.), 3:0 Heitinga (66.), 3:1 Hibbert (73., Eigentor)

Rote Karte: Cahill (90.+3, Tätlichkeit)

Für Newcastle endet eine sehr gute Saison mit dem fünften Platz und damit der Qualifikation für die Europa League. Im Goodison Park gab es für Cisse und Co. gegen die Hausherren nichts zu holen.

Pienaar und der exzellente Winter-Neuzugang Jelavic sorgten bereits im ersten Abschnitt für eine beruhigende Führung für Everton, das Glück hatte, dass Referee Marriner Heitinga nach einem groben Foul an Cisse nicht vom Platz schickte. In der zweiten Halbzeit sorgte der Niederländer sogar für das 3:0 der Hausherren.

Gäste-Coach Alan Pardew hatte vor der Partie noch großspurig angekündigt, dass man in dieser Saison "in einer anderen Liga" spiele als Everton. Die Magpies konnten dies jedoch in der gesamten Spielzeit nicht bestätigen und brauchten ein Eigentor, um nochmal kurz hoffen zu können. In der Nachspielzeit holte sich Cahill nach einem Griff an Cabayes Hals noch unnötig die Rote Karte ab.

Premier League: Der Tabellenstand

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