Sonntag, 08.04.2012

Premier League, 32. Spieltag

Glückwunsch zur Meisterschaft, ManUnited!

Manchester United ist der Titel in der englischen Premier League kaum noch zu nehmen. Während der Titelverteidiger die Queens Park Rangers mit 2:0 bezwang, verlor Verfolger Manchester City beim FC Arsenal mit 0:1. Somit hat United sechs Spieltage vor Schluss acht Punkte Vorsprung auf den Stadtrivalen. Chelsea erlebt gegen Wigan einen echten Krimi mit Happy End.

Arsenals Theo Walcott (l.) im Duell mit Gael Clichy von Manchester City
© Getty
Arsenals Theo Walcott (l.) im Duell mit Gael Clichy von Manchester City

FC Arsenal - Manchester City 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 Arteta (87.)

Gelb-Rote Karte: Balotelli (90., wiederholtes Foulspiel)

Die Gunners waren in der Anfangsphase die klar bessere Mannschaft. Trainer Wengers Motto: alle Mann nach vorne. Die Viererkette baute sich auf Höhe der Mittellinie auf, die Angriffe wurden konsequent über die Flügel aufgebaut.

Premier League, 8. Spieltag

City zog sich weit zurück; die Gäste fanden offensiv in der ersten halben Stunde nicht statt. Weil aber die Viererkette mit dem überragenden Lescott alles wegräumte und Vermaelen bei einem Kopfball seines Mitspielers van Persie im Weg stand und den Ball mit der Schulter an die Latte lenkte (16.), gingen beide Teams mit einem 0:0 in die Pause.

Der Mann des Tages - im negativen Sinn - war City-Stürmer Balotelli. Drei Mal packte der Italiener den gestreckten Fuß gegen Gunners-Spieler aus, besonders der Tritt gegen Songs rechtes Knie war ekelhaft und eine klare Rote Karte. Doch der schwache Schiedsrichter Atkinson ließ Balotelli straffrei davonkommen. Wenigstens gab's für den dritten Tritt, kurz vor der Pause gegen Sagna, die Gelbe Karte.

Nach der Pause dauerte es 15 Minuten, ehe das Spiel in Fahrt kam. Van Persie traf per Kopf nur den Pfosten (62.). Die Gunners schnürten Manchester in der Schlussphase ein. Hart lenkte van Persies Schuss aus elf Metern mit einer brutalen Abwehr an den Pfosten, den Nachschuss ballerte Rosicky aus zwei Metern am Tor vorbei (75.).

In der 87. Minute war's dann aber soweit. Arteta klaute Pizarro den Ball, lief ein paar Meter und nagelte die Kugel mit rechts ins rechte untere Eck.

City lieferte vor allem in der Offensive eine katastrophale Leistung und wollte sich zu einem 0:0 mauern. Nicht mal das gelang und Balotelli holte sich in der 90. Minute auch noch die verdiente Gelb-Rote Karte ab.

Die Top-Torjäger der Premier League 2011/2012
Rang 1: Robin van Persie (r.) vom FC Arsenal (30 Tore)
© Getty
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Rang 1: Robin van Persie (r.) vom FC Arsenal (30 Tore)
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Rang 2: Wayne Rooney von Manchester United (27 Tore)
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Rang 2: Wayne Rooney von Manchester United (27 Tore)
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Rang 3: Sergio Agüero von Manchester City (23 Tore)
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Rang 3: Sergio Agüero von Manchester City (23 Tore)
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Rang 4: Clint Dempsey (l.) vom FC Fulham (17 Tore)
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Rang 4: Clint Dempsey (l.) vom FC Fulham (17 Tore)
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Rang 4: Yakubu Ayegbeni von den Blackburn Rovers (17 Tore)
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Rang 4: Yakubu Ayegbeni von den Blackburn Rovers (17 Tore)
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Rang 4: Emmanuel Adebayor von den Tottenham Hotspur (17 Tore)
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Rang 4: Emmanuel Adebayor von den Tottenham Hotspur (17 Tore)
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Rang 7: Demba Ba von Newcastle United (16 Tore)
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Rang 7: Demba Ba von Newcastle United (16 Tore)
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Manchester United - Queens Park Rangers 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Rooney (15. Elfmeter), 2:0 Scholes (68.)

Der Tabellenführer Manchester United empfing die mitten im Abstiegskampf steckenden Queens Park Rangers und fuhr mit dem 2:0-Heimerfolg den achten Sieg in Serie ein.

Erwartungsgemäß war United von Beginn an drückend überlegen und erspielte sich Chancen im Minutentakt. Nach einer Viertelstunde erzielte Manchester schließlich durch ein Elfmetertor von Wayne Rooney die 1:0-Führung. Allerdings ging dem fragwürdigen Pfiff des Unparteiischen eine deutliche Abseitsposition des gefoulten Young voraus.

Zu allem Überfluss sah Übeltäter Derry in dieser Situation auch noch die Rote Karte. Mit einem Mann mehr auf dem Feld dominierte Manchester die komplette erste Halbzeit nach Belieben, kam durch Young (22.) und Welbeck (38.) zu weiteren guten Möglichkeiten und hatte über 70 Prozent Ballbesitz.

Die zweite Hälfte entwickelte sich zunächst nicht ganz so einseitig. Manchester hatte weiterhin mehr Spielanteile, aber die Rangers wurden immer mutiger und tauchten das ein oder andere Mal vor dem Tor von de Gea auf.

Die Entscheidung fiel dann in der 68. Minute, als Paul Scholes mit einem satten Schuss aus 20 Metern auf 2:0 erhöhte. Rafael und Carrick hätten noch weiter erhöhen können, scheiterten aber jeweils am Pfosten.

Chelsea - Wigan Athletic 2:1 (0:0)

Tore: 1:0 Ivanovic (61.), 1:1 Diame (82.), 2:1 Mata (90.+3)

Was für ein Krimi an der Stamford Bridge! Die Blues erlebten wenige Tage nach dem Einzug ins Champions-League-Halbfinale eine Achterbahnfahrt aus dem Bilderbuch. Zumindest nach der Pause, denn in den ersten 45 Minuten sahen die Zuschauer in London eine Partie zum Vergessen.

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Der Gastgeber zeigte sich in der Offensive kraft- und ideenlos. Mit etwas mehr Glück wäre Wigan mit einer Führung in die Kabine verschwunden. Genau dort fand allerdings Chelsea-Coach Roberto Di Matteo offenbar genau die richtigen Worte.

Die Blues zeigten sich in der zweiten Hälfte stark verbessert und gingen in der 61. Minute durch Branislav Ivanovic in Führung. Und es hätte so weitergehen können. Doch Didier Drogba und Co. vergaben Chancen en masse.

In der 82. Minute kam das, was kommen musste. Mohamed Diame zimmerte den Ball unhaltbar in die Maschen und ließ einen regungslosen Petr Cech zurück. Doch Chelsea bewies Moral und schlug in der Nachspielzeit durch Juan Mata zurück. Damit konnten die Londoner den Ausrutscher der Spurs nutzen und sind wieder mittendrin im Kampf um die CL-Plätze.

Liverpool - Aston Villa 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 Herd (10.), 1:1 Suarez (82.)

Ein Ergebins, das keinem Team so richtig hilft. Liverpool kann sich nicht an die internationalen Plätze ranrobben, und Villas Kampf um den Klassenerhalt geht auch weiter. Dabei feierten die Gäste einen Auftakt nach Maß. Bereits nach zehn Minuten ging Villa in Führung durch Chris Herd.

In der Folgezeit übernahmen jedoch die Reds das Kommando und hätten mindestens einen Elfer bekommen müssen. Doch weder bei Herds Handspiel noch beim vermeintlichen Foulspiel an Luis Suarez zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt.

Liverpool muss sich dennoch an die eigene Nase fassen, denn die Daglish-Elf hatte genügend Chancen, um noch vor dem Halbzeitpfiff den Ausgleich zu schaffen. Kurz vor Schluss gelang schließlich Suarez das verdiente 1:1. In der 89. Minute hattte Andy Carroll sogar den Sieg auf dem Fuß bzw. Kopf, doch sein Kopfball ging genau in die Arme von Shay Given.

FC Sunderland - Tottenham Hotspur 0:0

Die Spurs haben wichtige Punkte im Kampf um die Champions-League-Plätze liegen gelassen. Beim torlosen Remis in Sunderland war Tottenham zwar über 90 Minuten die spielbestimmende Mannschaft, zu einem Treffer reichte es trotz vielversprechender Torgelegenheiten jedoch nicht.

Die beste Chance besaß Rafael van der Vaart in der 73. Minute, sein Schuss aus kurzer Distanz wurde jedoch von Sunderland-Verteidiger Michael Turner vor der Linie mit einer Mischung aus Hand und Hüfte geblockt.

Unterm Strich bleibt Hotspur das dritte Remis aus den letzten vier Spielen und ein erneuter Punktverlust im Kampf um die Champions League.

Die Tabelle der Premier League

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