Tradition in malaysisch-indischen Händen

SID
Dienstag, 21.02.2012 | 14:33 Uhr
Heidar Helguson (M.) im Freudentaumel mit den Kollegen
© Getty
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Venlo

Die Queens Park Rangers kämpfen nach ihrem Aufstieg in die Premier League um den Klassenerhalt. In den Hinterstübchen des Traditionsklubs arbeitet man unterdessen fieberhaft an der Zukunft - mit tatkräftiger Unterstützung des sechstreichsten Menschen der Welt.

Ende Januar hatten die Queens Park Rangers endlich mal wieder einen Titel zu feiern - zumindest ihre Geldgeber. Bei den "Asian Football Awards" in London wurden Tony Fernandes und Lakshmi Mittal als "Investoren des Jahres" ausgezeichnet. Sportlich bringt das die Superhoops freilich auch nicht weiter. Trotz milliardenschwerer Rückendeckung hängt der Klub aus dem Nordwesten Londons im Abstiegskampf der englischen Premier League fest.

Dass die immer noch prekäre sportliche Situation dennoch als Erfolg zu bewerten ist, zeigt ein Blick auf die jüngere Vergangenheit des 1882 gegründeten Klubs: Auf- und Abstiege prägen QPR, 2001 wurde der Verein sogar in die dritte Liga weitergereicht. Doch nach 15 Jahren Abwesenheit schaffte man vorigen Sommer die Rückkehr in die Premier League - damals noch mit Unterstützung aus der Königsklasse des Motorsports.

Briatore und Ecclestone machten mit QPR 100 Prozent Gewinn

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und der ehemalige Renault-Teamchef Flavio Briatore hatten die Mehrheit der Queens Park Rangers im September 2007 gekauft, als der Verein vor dem Ruin stand. Nur rund 1,5 Millionen Euro zahlten die beiden, übernahmen zudem Schulden - angeblich in Höhe von 19,5 Millionen Euro. Mit Präsident Briatore gelang auch der sportliche Aufstieg. Auch wenn der Italiener wenige Monate vor der Rückkehr in die oberste englische Spielklasse im Frühjahr 2011 zurücktrat, wusste der 61-Jährige: Bald ist Zahltag.

Denn offenbar ging es Briatore und Ecclestone von Anfang an nur darum, den Verein gewinnbringend weiter zu verkaufen. Das gelang unmittelbar nach dem Saisonstart am 18. August 2011: Aus der Investition von 21 Millionen Euro entsprang ein Gewinn von 100 Prozent, denn den Zweidrittel-Anteil an QPR übernahm die "Tune Group" um den mehrere hundert Millionen Euro schweren Malaysier Tony Fernandes für kolportierte 42 Millionen Euro wieder ab.

Mittal mit 23,9 Milliarden der sechstreichste Mensch der Welt

Fernandes ist Gründer der Fluglinie "AirAsia" sowie Teamchef des Formel-1-Teams Caterham, ehemals Lotus. Für ihn sei der Klub ein "ungeschliffener Diamant" in einer "fantastischen Location" und nicht zuletzt mit einem "enormen Potenzial, zu etwas ganz Besonderem zu werden". Speziell auf dem asiatischen Markt solle sich die Marke QPR etablieren - und durch den Trikotverkauf der Bekanntheitsgrad von "AirAsia" steigen.

Der 47-Jährige wird als Präsident geführt, sein Vize ist der Inder Amit Bhatia, Schwiegersohn von Lakshmi Mittal, der mit seiner Familie das dritte Drittel am Klub hält. Der Stahlmagnat ist laut Forbes mit einem Vermögen von 23,9 Milliarden Euro der sechstreichste Mensch der Welt.

Im Januar hat QPR gezeigt, wie viel finanzielle Kraft in dem Verein steckt: Obwohl der Aufsteiger nie auf einem Abstiegsplatz gestanden hatte, wurde Trainer Neil Warnock gefeuert. Ihm folgte mit dem einstigen Bayern-Stürmer Mark Hughes ein prominentes Aushängeschild.

Auch der Kader veränderte sich: Nachdem bereits zum Saisonstart zwölf Spieler geholt worden waren, kamen im Januar sechs weitere neue Profis an die Loftus Road, darunter Stars wie Djibril Cisse von Lazio Rom. Insgesamt legte der Klub diese Saison rund 30 Millionen Euro für Transfers auf den Tisch, davon knapp 16 Millionen im Januar. Bhatia erklärte gar, David Beckham holen zu wollen. Doch der Superstar entschied sich, bei Los Angeles Galaxy zu bleiben.

Trainingsgelände, Akademie, Stadion - alles soll neu sein

"Oberste Priorität ist es, die Klasse zu halten", sagt Vorstandsboss Philip Beard, der im August von Fernandes geholt wurde, nachdem er maßgeblich zu der erfolgreichen Bewerbung Londons für die Olympischen Spiele 2012 beigetragen hatte.

Mittelfristig sollen aber Erfolge wie früher her: Nach dem bisher einzigen Titel, dem Sieg im Ligapokal 1967, folgte noch die Vizemeisterschaft 1976 und die Teilnahme am FA Cup-Finale 1982 - das ist ausbaufähig.

Doch auch ein Abstieg soll die Investoren nicht abschrecken: "Falls wir, Gott bewahre, absteigen sollten, bedeutet das nicht, dass wir unsere langfristigen Ziele aufgeben werden", sagt Beard. "Die beinhalten ein neues Trainingsgelände, den Ausbau unserer Nachwuchs-Akademie und ein neues Stadion." Wenn Geld keine Rolle spielt...

Der Kader der Queens Park Rangers

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