Sonntag, 12.02.2012

Premier League: 25. Spieltag

ManCity siegt knapp - Suarez sagt sorry

Manchester City ist zurück an der Tabellenspitze der Premier League. Stadtrivale Manchester United gelang die Revanche für die FA-Cup-Pleite mit einem Heimsieg gegen Liverpool, Wayne Rooney glänzte mit zwei Treffern. Überschattet wurde das Spiel von dem verweigerten Handschlag von Luis Suarez mit Patrice Evra. Bei Arsenal war Gastspieler Thierry Henry der gefeierte Held. Chelsea hingegen patzte. Eine Gala vollbrachte Emmanuel Adebayor.

Manchester City siegte bei Aston Villa knapp mit 1:0
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Manchester City siegte bei Aston Villa knapp mit 1:0

Aston Villa - Manchester City 0:1 (0:0)

Tore: 0:1 Lescott (63.)

ManCity hat im letzten Match des 25. Spieltags der Premier League in einem bis zur 90. Minute einseitigen Spiel die Tabellenspitze zurückerobert. Durch den Sieg gegen Aston Villa konnten die Citizens ihren Stadtrivalen ManUnited wieder vom Platz an der Sonne verdrängen.

Nach den ersten fünf Minuten war schon klar, was die Jungs von Trainer Roberto Mancini vorhaben - siegen. City ließ dem Gegner aus Birmingham kaum Luft zum Atmen. Bei gefühlten 80 Prozent Ballbesitz war das einzige Manko der Citizens die Durchschlagskraft.

Premier League, 8. Spieltag

Vor den Augen von Stuart Pearce, dem neuen Interims-Nationalcoach der Engländer hatte City viele gute Offensivaktionen, die aber alle zu keiner wirklich gefährlichen Chance führten. Erst in der 27. Minute war es Adam Johnson, der das erste Ausrufezeichen setzte. Nach einem Eckball konnten die Villans den Ball nicht richtig klären. Aus 20 Metern kam der 24-jährige an der rechten Strafraumkante zum Abschluss, der flache Ball klatschte an den rechten Pfosten.

Die zweite Hälfte begann, wie die Erste aufhörte - mit Dauerdruck der Citizens. In der 63. Minute folgte, was folgen musste. Einen Eckball von James Milner konnte Barry am langen Pfosten zurück in den Strafraum köpfen. Aus drei Metern und völlig frei, hatte Lescott dann keine größeren Probleme, den Ball im Netz unterzubringen.

Erst zum Ende des Spiels wachte der Gastgeber aus Birmingham auf und hatte in der 87. Minute die erste richtige Chance. Nach einem Eckball kam Carlos Cuellar frei zum Kopfball. Der ging aber über den Kasten.

In der Nachspielzeit brauchte Joe Hart dann einen Riesenreflex, um den Ball von Darran Bent zu entschärfen. Der 28-jährige hatte eigentlich alles richtig gemacht, als er nach einem Eckball am Fünfmeterraum im Fallen zum Abschluss kam - nur Hart hatte der beste Torschütze der Villians nicht auf der Rechnung, der City die drei Punkt rettete.

Manchester United - FC Liverpool 2:1 (0:0)

Tore: 1:0, 2:0 Rooney (47., 50.), 2:1 Suarez (80.).

Schon vor dem Spiel wurde eine Personalie heiß diskutiert: Erstmals seit seiner Sperre wegen rassistischer Beleidigungen lief Liverpools Luis Suarez wieder von Beginn an auf. Passenderweise stand auf der Gegenseite mit Patrice Evra derjenige, den er damals beleidigt hatte.

Schon beim Handshake vor Anpfiff herrschte Eiszeit - Suarez wollte ohne Handschlag am Franzosen vorbei. Der reagierte gereizt, griff nach Suarez' Unterarm und blickte ihn böse an. Torhüter Pepe Reina verhinderte dann wohl Schlimmeres. Sir Alex Ferguson äußerte nach dem Spiel gegenüber "Sky Sports" heftige Kritik an Suarez' Verhalten: "Er ist eine Schande für den FC Liverpool. Es sollte ihm nie wieder erlaubt sein, für Liverpool zu spielen."

Für Ferguson hätte die Situation sogar eskalieren können. "Bei der Geschichte des Vereins hätte an einem Tag wie heute leicht ein Aufruhr entstehen können. Ich war unglaublich enttäuscht von diesem Kerl. Es war schrecklich, was er gemacht hat", fügte Ferguson sichtlich erregt an.

Einen Tag später lieferte Suarez eine Entschuldigung via Vereinshomepage: "Ich habe mit dem Trainer gesprochen. Ich habe einen Fehler gemacht und bedaure diesen", wird er zitiert: "Ich hätte Patrice Evra die Hand schütteln müssen. Ich möchte mich entschuldigen."

Auch jener Evra war von Beginn an heiß: Keine zwei Minuten nach Anpfiff setzte er zur Attacke gegen den Uruguayer an, der seinerseits zum Ball wollte. Allerdings zog der Stürmer zurück und Evra rammte stattdessen seinen Teamkollegen Rio Ferdinand um, der ohne schwerere Blessur davon kam.

In der Folgezeit beruhigte sich die Situation und man konzentrierte sich seitens United mehr aufs Spiel. Was sich durch Liverpools Defensivtaktik eher schwieriger gestaltete.

Manchester machte das Spiel, kam auch zur ersten großen Chance: Paul Scholes kam rechts vor dem Strafraum an den Ball und schlug ihn links raus zu Giggs, der sein 899. Spiel für Manchester United bestritt. Der dribbelte kurz und brachte dann eine gute Flanke in die Mitte zurück auf Scholes. Dieser scheiterte aber per Kopf im Fünfmeterraum an Keeper Jose Reina.

Nach der Pause legten die Gastgeber dann einen Raketenstart hin: Nach einer Ecke von Ryan Giggs kam Wayne Rooney völlig offen im Fünfer an den Ball und schoss ihn unhaltbar volley in die Maschen (47.). Nur drei Minuten später legte Rooney nach. Ausgegangen war die Szene von einem folgenschweren Ballverlust von Jay Spearing 30 Meter vor dem Tor. Welbeck sprang vor den Pass, nahm den Ball mit und gab ihn im richtigen Moment in die Mitte auf Rooney, der ohne Mühe flach zum 2:0 einschob (50.).

Es folgten fast 30 Minuten Leerlauf der Gäste und nur eine Chance für ManUnited. Rooney setzte das Leder nach Vorlage von Valencia rechts vorbei (59.). Wie aus dem Nichts wurde es dann aber doch noch mal spannend: Gerrard brachte eine Freistoßflanke von der rechten Seite aus 35 Metern Torentfernung in den Strafraum. Der Ball wurde ein paar Mal abgefälscht und fand schließlich seinen Weg zu Suarez im Fünfmeterraum. Der staubte ab und es stand nur noch 2:1 (80.).

Die Gäste hatten dann noch eine Chance zum Ausgleich, als Johnson aus 20 Metern mit links abzog und De Gea zu einer starken Parade zwang. Es blieb jedoch beim 2:1-Heimsieg für United.

Die Top-Torjäger der Premier League 2011/2012
Rang 1: Robin van Persie (r.) vom FC Arsenal (30 Tore)
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Rang 1: Robin van Persie (r.) vom FC Arsenal (30 Tore)
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Rang 2: Wayne Rooney von Manchester United (27 Tore)
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Rang 2: Wayne Rooney von Manchester United (27 Tore)
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Rang 3: Sergio Agüero von Manchester City (23 Tore)
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Rang 3: Sergio Agüero von Manchester City (23 Tore)
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Rang 4: Clint Dempsey (l.) vom FC Fulham (17 Tore)
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Rang 4: Clint Dempsey (l.) vom FC Fulham (17 Tore)
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Rang 4: Yakubu Ayegbeni von den Blackburn Rovers (17 Tore)
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Rang 4: Yakubu Ayegbeni von den Blackburn Rovers (17 Tore)
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Rang 4: Emmanuel Adebayor von den Tottenham Hotspur (17 Tore)
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Rang 4: Emmanuel Adebayor von den Tottenham Hotspur (17 Tore)
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Rang 7: Demba Ba von Newcastle United (16 Tore)
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Rang 7: Demba Ba von Newcastle United (16 Tore)
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Tottenham Hootspur - Newcastle United 5:0 (4:0)

Tore: 1:0 Assou-Ekotto (4.), 2:0 Saha (6.), 3:0 Saha (20.), 4:0 Kranjcar (34.), 5:0 Adebayor (64.)

Was für eine Gala von Emmanuel Adebayor! Der Stürmer von Tottenham Hotspur war gegen Newcastle an allen fünf Toren der Spurs beteiligt. Der Togolese legte alleine in der ersten Halbzeit zu allen vier Toren an der White Hart Lane auf und markierte schließlich das 5:0 nach der Pause selbst.

Vier Torvorlagen in einem Spiel - das gab es in der Premier League zuletzt vor drei Jahren, als Cesc Fabregas im Trikot des FC Arsenal das selbe Kunststück gegen Blackburn gelang.

Bei Newcastle kamen die früheren Bundesliga-Stürmer Demba Ba und Papiss Cisse in der Startelf zum Einsatz, konnten die hohe Pleite aber auch nicht verhindern.

FC Everton - FC Chelsea 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Pienaar (5.), 2:0 Denis Stracqualursi (71.)

Der FC Chelsea hat gegen den FC Everton den 2000. Sieg der Vereinsgeschichte verpasst und wichtige Punkte im Kampf um Platz vier liegen gelassen.

Ohne John Terry und Ramires wurden die Londoner schon nach fünf Minuten kalt erwischt: Jose Bosingwa mit einem Querschläger in den eigenen Sechzehner, der Ex-Dortmunder Steven Pienaar kontrolliert den Ball mit der Brust und schließt trocken ab. Das 1:0 für Everton, gleichzeitig der Pausenstand nach einer insgesamt recht dürftigen ersten Hälfte.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Chelsea zwar optisch leicht überlegen - das Tor aber machte wieder Everton. Auf Vorarbeit von Landon Donovan traf Denis Stracqualursi zum 2:0-Endstand.

AFC Sunderland - FC Arsenal 1:2 (0:0)

Tore: 1:0 McClean (70), 1:1 Ramsey (75.), 1:2 Henry (90.)

Durch ein Last-Minute-Tor von Thierry Henry in Sunderland nutzte der FC Arsenal den Patzer des FC Chelsea und springt in der Tabelle punktgleich mit den Londondern auf Rang vier.

Gegen die form- und heimstarken Gastgeber dominierten die Gunners das Geschehen, wurden aber kaum gefährlich. 60 Prozent Ballbesitz für die Gäste zur Pause, aber nur zwei Torschüssen; beide Male verfehlte Theo Walcott das Ziel.

Vor dem Champions-League-Kracher gegen den AC Milan fehlte Arsenal der letzte Biss. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Niveau zunächst niedrig, Torchancen auf beiden Seiten Mangelware.

Leben in die Partie brachte schließlich erst Per Mertesacker. Ohne Druck des Gegners rutschte der 27-Jährige unglücklich aus, verletzte sich dabei - und ermöglichte zudem James McClean das Tor zum 1:0 für Sunderland.

Nur fünf Minuten später die Antwort: Der für Mertesacker eingewechselte Aaron Ramsey glich mit einem Schuss von der Strafraumgrenze aus. Held des Abends wurde schließlich der in der 66. Minute eingewechselte Henry. Auf Vorarbeit von Andrej Arschawin verwandelte er einen Volley-Schuss aus sechs Metern zum Sieg.

Die Tabelle der Premier League

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