Donnerstag, 22.12.2011

Premier League: 17. Spieltag

Spurs und Chelsea verlieren Anschluss an City

Das Londoner Derby zwischen Tottenham Hotspur und dem FC Chelsea hat keinen Sieger gefunden. Die Spurs mussten sich trotz eines Traumstarts mit einem Remis begnügen. Davon profitierten vor allem die beiden Vereine aus Manchester. Tabellenführer City hatte beim 3:0-Heimerfolg gegen Stoke City keinerlei Probleme. Auch Manchester United war in Torlaune und traf beim Sieg in Fulham gleich fünf Mal. Der FC Arsenal hat dank eines Last-Minute-Treffers von Yossi Benayoun bei Aston Villa gewonnen.

Nach toller Vorarbeit von Christian Bale erzielte Emmanuel Adebayor das 1:0 für die Spurs
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Nach toller Vorarbeit von Christian Bale erzielte Emmanuel Adebayor das 1:0 für die Spurs

Tottenham Hotspur - FC Chelsea 1:1 (1:1)

Tore: 1:0 Adebayor (8.), 1:1 Sturridge (23.)

Das letzte Spiel des 17. Spieltags war gleichzeitig das Spitzenspiel: Die Spurs gegen die Blues. Allein von den Namen her schon ein Duell allererster Güte. In diesem Fall spiegelte das auch die Tabelle wieder: Vor der Partie stand Tottenham mit 34 Punkten und einem Spiel weniger vor den Lokalrivalen vom FC Chelsea, die mit einem Spiel mehr lediglich 32 Punkte verbuchen konnten.


Und wer wollte sich das Spiel um die Vorherrschaft von London natürlich nicht entgehen lassen? Richtig, der Waliser. Gareth Bale konnte zwar weiterhin nicht trainieren, meldete sich aber bei Spurs-Coach Harry Redknapp fit für's Derby. Wie wichtig Bale für sein Team ist, zeigte er gleich in der achten Minute: Strammer Sprint auf seiner linken Außenbahn, Hereingabe in die Mitte - Tor Emmanuel Adebayor. So einfach wie es sicht liest, war es auch. Chelsea zeigte vor allem in der ersten Viertelstunde überhaupt nichts. 71 % Ballbesitz für Tottenham sprachen eine eindeutige Sprache.

Doch dann kam Chelsea zu Chancen. Einen Matat-Hammer ließ Brad Friedel nur abprallen. Die Riesen-Chance für Daniel Sturridge, der aber aus fünf Metern kläglich vergab.In der 23. Minute machte es der Youngster dann besser, nach Vorlage von Ashley Cole brauchte er den Ball völlig freistehend aus wenigen Metern nur noch einzuschieben.

Danach hatte Drogba sogar noch die Chance auf die Führung, traf aber nur den Pfosten. Bis zur Halbzeit musste Chelsea schon zweimal wechseln: Branislav Ivanovic musste genauso wie John Obi Mikel verletzt raus. Dafür brachte Andre Villas-Boas Paulo Ferreira und Oriol Romeu. Auch Redknapp reagierte zur Pause und brachte Roman Pavlyuchenko für den blass gebliebenen Rafael van der Vaart.

In der zweiten Halbzeit startete Chelsea so, wie man es das ganze Spiel noch nicht sah. Die Blues verteidigten sehr hoch und drückten ihr Spiel dem Gegner geradezu auf. Tottenham, deutlich überrascht vom forschen Auftreten, konnte mit der taktischen Umstellung von Villas-Boas zunächst überhaupt nicht umgehen.

So glich die zweite Hälfte zunehmend einem Kick and Rush mit Vorteilen für Chelsea. Mehr als eine Vielzahl an Schüssen aus der Distanz brachten die Blues aber nicht zustande. In der Schlussphase gab es dann beste Chancen im Minutentakt, ein Tor wollte aber keinem Team mehr gelingen. So bleibt Tottenham mit 35 Zählern vor Chelsea (33 Punkten) und ist zum ersten Mal seit 1995 an Weihnachten das beste Team aus London. Die eigentlichen Sieger kommen an diesem Spieltag allerdings aus Manchester: Beide Verfolger nahmen sich gegenseitig die Punkte ab.

Aston Villa - FC Arsenal 1:2 (0:1)

Tore: 0:1 van Persie (17./Elfmeter), 1:1 Albrigton (54.), 1:2 Benayoun (87.)

Gelb-Rote Karte: Alan Hutton (90. + 3, Aston Villa)

Elfmeter, Rekorde, Platzverweise und Last-Minute-Treffer: Über fehlende Dramatik konnten sich die Zuschauer im Villa Park beileibe nicht beschweren. Die Krönung war dabei den Gästen vorbehalten, die durch Yossi Benayouns spätes Siegtor wertvolle drei Punkte entführen konnten.

Dabei stimmte der Spielbeginn aus Sicht der Gunners alles andere als hoffnungsfroh. Es entwickelte sich nahezu ein Privatduell zwischen Arsenals Keeper Wojciech Szczesny und Villas Gabriel Agbonlahor, allerdings immer mit dem besseren Ende für den Polen.

Die Top-Torjäger der Premier League 2011/2012
Rang 1: Robin van Persie (r.) vom FC Arsenal (30 Tore)
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Rang 1: Robin van Persie (r.) vom FC Arsenal (30 Tore)
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Rang 2: Wayne Rooney von Manchester United (27 Tore)
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Rang 2: Wayne Rooney von Manchester United (27 Tore)
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Rang 3: Sergio Agüero von Manchester City (23 Tore)
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Rang 3: Sergio Agüero von Manchester City (23 Tore)
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Rang 4: Clint Dempsey (l.) vom FC Fulham (17 Tore)
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Rang 4: Clint Dempsey (l.) vom FC Fulham (17 Tore)
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Rang 4: Yakubu Ayegbeni von den Blackburn Rovers (17 Tore)
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Rang 4: Yakubu Ayegbeni von den Blackburn Rovers (17 Tore)
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Rang 4: Emmanuel Adebayor von den Tottenham Hotspur (17 Tore)
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Rang 4: Emmanuel Adebayor von den Tottenham Hotspur (17 Tore)
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Rang 7: Demba Ba von Newcastle United (16 Tore)
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Rang 7: Demba Ba von Newcastle United (16 Tore)
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Und was machten die Gunners? Die vertrauten mal wieder auf Robin van Persie. Der Goalgetter erzielte mit seinem 34. Premier-League-Tor im Jahr 2011 die Führung und stellte damit den Rekord von Thierry Henry ein. Aber Villa gab sich nicht geschlagen. Marc Albrighton nutzte ein Missverständnis zwischen Per Mertesacker und Thomas Vermaelen und glich die Partie aus (54.).

Fast im Gegenzug hatte der deutsche Nationalspieler nach einer van-Persie-Ecke dann die große Möglichkeit, sein Team wieder in Front zu bringen. Aber sein Volleyschuss wurde von Villas Torhüter Bradley Guzan abwehrt.

Es roch eindeutig nach einem leistungsgerechten Remis, als Arsene Wenger seinen letzten Joker zog und Benayoun für Gervinho brachte. Der Franzose bewies damit ein glückliches Händchen. Denn der Neuzugang köpfte den Ball nach einer Ecke über die Linie (87.).

Manchester City - Stoke City 3:0 (2:0)

Tore: 1:0, 3:0 Agüero (29., 54.), 2:0 Johnson (36.)

Stoke City war für die Citizens nicht mehr als ein Sparringpartner. Von Anfang an dominierte der Gastgeber die Partie fast nach Belieben. Dass es nach einer Viertelstunde nicht schon 2:0 stand, kam einem kleinen Wunder gleich. Die größte Chance hatte dabei Adam Johnson, dessen abgefälschter Ball allerdings nur gegen den Querbalken krachte.

Als kurz darauf Samir Nasri den Pfosten nur um Zentimeter verfehlte, war auch dem letzten Zuschauer klar: Was die Potters hier veranstalteten, konnte nicht gut gehen. Zugegebenermaßen: Stoke verteidigte aufoperungsvoll, meistens mit zehn Mann in der eigenen Hälfte.

Doch selbst die konnten die Führung des Spitzenreiters nicht verhindern. Nach einer Hereingabe von Yaya Toure musste Kun Agüero nur noch den Fuß hinhalten (29.). Die verdiente und längst überfällige Führung für die Mannschaft von Roberto Mancini.

Und wie es so häufig ist: Sobald das erste Tor fällt, geht alles ganz schnell. Das dachte sich wohl auch Johnson, zielte im Gegensatz zu seinem Lattentreffer besser und erhöhte per Weitschuss auf 2:0 (36.). Stoke hätte vermutlich schon zu dieser Zeit liebend gerne die weiße Fahne geschwenkt. Ging aber nicht, deswegen mussten die Gäste in der 54. Minute auch noch den dritten Gegentreffer hinnehmen: Wieder war es Kun Agüero, der nach einer tollen Kombination über Nasri und Gareth Barry einnetzte.

City ist durch den Erfolg zu Hause seit nunmehr 19 Partien ungeschlagen. Stoke verließ den Platz dagegen zum ersten Mal seit fünf Partien mal wieder als Verlierer.

FC Fulham - Manchester United 0:5 (0:3)

Tore: 0:1 Welbeck (5.), 0:2 Nani (28.), 0:3 Giggs (43.), 0:4 Rooney (88.), 0:5 Berbatow (90.)

Seit drei Spielen hatte United vor dieser Partie nicht mehr im Craven Cottage gewinnen - für die erfolgsverwöhnten Red Devils eine kleine Ewigkeit. Es wurde also mal wieder Zeit. Das dachten sich wohl auch die Mannen von Alex Ferguson und kamen wie die Feuerwehr aus der Kabine.

Fulham war noch gar nicht richtig auf dem Platz, als Keeper David Stockdale zum ersten Mal hinter sich greifen musste. Nani hatte Chris Baird ausgetanzt und den Ball dann mustergültig auf Danny Welbeck zurückgelegt, der sich diese Chance nicht entgehen ließ.

Auch wenn die Cottagers in der Folgezeit besser ins Spiel kamen: So richtig gefährlich wurde es vor dem Kasten von Anders Lindegaard trotzdem nicht. Ganz anders auf der Gegenseite. Kurz ausgeführte Ecke von United, Oldie Ryan Giggs bringt einen scharfen Ball in die Mitte, den Nani mit einem kleinen Stupser ins Tor ablenkt.

Spätestens nach dem zweiten Treffer war die Rollenverteilung eindeutig. Weiteres Indiz dafür: 64 Prozent Ballbesitz in der ersten Hälfte für Manchester. Kurz vor dem Pausenpfiff nutzte Giggs diese Überlegenheit zur Vorentscheidung. Die Vorarbeit lieferte der starke Nani, der ein weiteres Mal Fulhams Abwehrspieler wie Schaufensterpuppen aussehen ließ.

In der zweiten Hälfte schaltete United dann zwei Gänge herunter und verwaltete die Führung. Kurz vor Spielende sorgten dann Wayne Rooney mit einem sehenswerten Weitschuss und Dimitar Berbatow für die Schlusspunkte. Bis auf die Verletzung von Ashley Young, der kurz nach der Pause den Platz verlassen musste, ein rundum gelungener Abend für den amtierenden Meister.

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