Dzeko: "Es ging nicht ums Geld"

SID
Edin Dzeko (M.) will auch mit seinem neuen Klub die Meisterschaft holen
© Getty

Erleichterung bei allen Beteiligten. Nach wochenlangem Hin und Her ist Edin Dzeko in einem Rekordtransfer vom VfL Wolfsburg zu Manchester City gewechselt und hat dort viel vor.

Cookie-Einstellungen

Edin Dzeko hat sich nach seinem Rekordtransfer zum englischen Top-Klub Manchester City hohe Ziele gesteckt.

"City spielt um den ersten Platz in der Premier League. Das ist das, was ich auch will", sagte der Starstürmer aus Bosnien, nachdem sein Wechsel vom Bundesligisten VfL Wolfsburg zum Premier-League-Klub am späten Freitagabend nach wochenlangen Verhandlungen besiegelt war. Dzeko erhielt einen Vertrag bis 2015.

Neuer Rekordtransfer

Nach "SID"-Informationen haben City und Wolfsburg eine Ablösesumme von rund 34 Millionen Euro für den 24-Jährigen vereinbart, was Bundesliga-Transferrekord bedeutet. Der Wechsel von Mario Gomez vom VfB Stuttgart zu Bayern München 2009 für 30 Millionen Euro war die bisherige Bestmarke.

Das Geld sei nicht ausschlaggebend gewesen, betonte Dzeko. "Jeder spricht davon, dass der Verein viel Geld hat. Aber darum ging es nicht. Die Ziele des Klubs sind für mich entscheidend", sagte der Stürmer. Ein Gespräch mit Manchester-Coach Robert Mancini sei entscheidend gewesen. "Er sagte mir, das City der beste Klub für mich sei."

In der Tat haben die "Citizens" hohe Ambitionen und drängen mit aller Macht auf den ersten Titelgewinn seit 1968. Klub-Besitzer Scheich Mansour bin Zayed Al-Nahyan hat seit seiner Übernahme im Jahr 2008 schon 300 Millionen Pfund in den Klub gepumpt.

"Mein Kopf war immer klar"

Gerüchte, wonach Dzeko lieber zu Juventus Turin wechseln wollte und City nur zweite Wahl gewesen sei, wies der Torjäger zurück. "Es gab jede Menge Spekulationen. Aber mein Kopf war immer klar. Ich wollte am liebsten zu City", sagte der Angreifer. Bereits seit letztem Sommer habe er Kontakt zu den Engländern: "Doch erst jetzt wollte mich Wolfsburg verkaufen."

Dzeko, den englische Medien bereits den Spitznamen "Ed" gaben, will zunächst seine neuen Mitspieler wie Sturmpartner Carlos Tevez kennenlernen. Der Argentinier sei ihm bislang nur aus dem Fernsehen bekannt. Dagegen kenne er die beiden Ex-Hamburger Jerome Boateng und Vincent Kompany noch gut aus der gemeinsamen Bundesliga-Zeit. Sein Debüt wird der Bundesliga-Torschützenkönig der vergangenen Saison am 15. Januar im Liga-Duell gegen die Wolverhampton Wanderers geben.

Beim VfL Wolfsburg reagierte man mit gemischen Gefühlen. Dem Ausnahme-Könner auf dem Platz trauerten die Mitspieler nach, aber es herrschte auch Erleichterung darüber, dass das Dauerthema nun beendet ist.

"Man muss den Wunsch des Spielers verstehen, er ist sehr ambitioniert. Aber es ist sicherlich für eine Mannschaft immer auch schwierig, wenn einer nicht zu 100 Prozent bleiben möchte", sagte Marcel Schäfer im Trainingslager von Marbella. "Auf der einen Seite ist es schade, dass er geht. Auf der anderen Seite freue ich mich für ihn", meinte Torwart Diego Benaglio.

Edin Dzeko unterschreibt bei City