Torres-Deal: City lässt einfach nicht locker

Von SPOX
Trotz schwacher WM-Auftritte das Objekt der Begierde für die Citizens: Weltmeister Fernando Torres
© Getty

Es ist eine Einkaufstour der Superlative, auf der sich Manchester City in diesem Sommer befindet. Und sie scheint noch längst nicht beendet zu sein: Während der Transfer von Mario Balotelli wohl vor dem Abschluss steht, geht das Tauziehen um Fernando Torres in die nächste Runde.

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Sie können es einfach nicht lassen: Ob Ramires, Edin Dzeko oder Didier Drogba - ständig ranken sich neue Transfergerüchte um den millionenschweren Premier-League-Klub.

Vollzug melden konnten die Citizens bereits hinsichtlich der Personalien Yaya Toure, Jerome Boateng, David Silva sowie Aleksandar Kolarov. Über 90 Millionen Euro ließen sich die Citizens und ihr Geldgeber, Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan, diese namhaften Neuzugänge kosten.

Balotelli auf dem Sprung

Dazu können wohl weitere 30 Millionen gerechnet werden, mit denen das Sturmjuwel Mario Balotelli vom Champions-League-Sieger Inter Mailand losgeeist werden soll.

Zwar gibt sich dessen Berater Mino Raiola noch zugeknöpft, doch ein Wechsel des Italieners scheint mehr als wahrscheinlich. Bei Vollzug ergäbe das für City unter dem Strich den unglaublichen Betrag von 120 Transfer-Millionen.

Ausgaben top, Einnahmen flop

Einnahmen, um diese wahnwitzigen Ausgaben zu kompensieren, konnte der Klub bislang kaum erzielen: Auf der Habenseite stehen lediglich die sechs Millionen Euro, die der FC Parma für Torjäger Valeri Bojinov überwiesen hat. Mit Craig Bellamy und Stephen Ireland stehen jedoch offenbar zwei weitere Akteure vor dem Abschied.

Infolge eines heftigen Streits zwischen Ireland und City-Coach Roberto Mancini nach der Niederlage gegen Sporting Lissabon soll Ireland nahe gelegt worden sein, sich einen neuen Verein zu suchen.

Die vier genannten Neuzugänge sind allesamt Verstärkungen für die Abwehr und das Mittelfeld - doch scheinbar wollen die Citizens jetzt auch noch im Angriff nachlegen. "Es gibt zwei oder drei Stürmer, um die wir uns bemühen könnten", zitiert der "Guardian" Mancini. Einer davon ist laut Medienberichten Liverpools Torjäger Fernando Torres.

Zwar hatte Roy Hodgson, Trainer der Reds, mehrfach betont, den spanischen Schlüsselspieler unter keinen Umständen ziehen lassen zu wollen, doch die Citizens scheinen ihr Werben um Torres dennoch nicht abstellen zu wollen.

"Alles hängt vom Preis ab"

Roberto Mancini erklärte gegenüber dem "Mirror": "Torres ist einer der besten Stürmer Europas und verfügt über drei Jahre Premier-League-Erfahrung. Es hängt alles von seiner Situation, dem Preis und seiner Wechselabsicht ab."

Längst machte sich Unmut über die geballte Transferoffensive der Citizens breit in der Premier League, doch Mancini lässt sich davon nicht beirren: "Momentan befindet sich eben nur Manchester City auf dem Markt, um die Spieler zu kaufen". Weiterhin äußerte er gegenüber dem "Mirror": "Das ist doch normal - wir wollen uns schließlich verbessern und aus den Big Four die Big Five machen".

Doch für den Fall, dass Liverpool hart bleiben und auf Torres' Verbleib pochen sollte, haben die Citizens schon einen Alternativplan: Ein 28-Millionen-Euro-Angebot für James Milner soll Aston Villa laut dem "Guardian" schon vorliegen.

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