Essien macht's nochmal spannend

SID
Sonntag, 15.03.2009 | 16:31 Uhr
Chelseas Michael Essien (re.) erzielte in seinem ersten Spiel seit Ende August gleich ein Tor
© Getty
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Nach der überraschenden 1:4-Heimpleite von Manchester United gegen den FC Liverpool ist die Spannung im Meisterschaftsrennen der Premier League nochmal neu entfacht worden. Der FC Chelsea ist dank eines 1:0-Heimsiegs über Manchester City wieder auf vier Punkte an die Red Devils herangekommen.

Die Mannschaft von Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack kam am Sonntag durch das Tor von Michael Essien (17.) zu einem 1:0 (1:0) gegen Manchester City, gewann unter dem neuen Teammanager Guus Hiddink auch das vierte Liga-Spiel und blieb im siebten Pflichtspiel unter dem Niederländer ohne Niederlage.

Ballack spielte 90 Minuten. Chelsea steht in der Tabellen mit nunmehr 61 Punkten vier Zähler hinter Manchester. Liverpool liegt punktgleich, aber mit der schlechteren Tordifferenz gegenüber Chelsea auf dem dritten Rang. Manchester hat allerdings noch ein Nachholspiel.

Manchester United - FC Liverpool 1:4: Vor dem Duell gegen den FC Liverpool waren die Reds sicherlich extrem heiß auf Spitzenreiter Manchester United. Dafür sorgt nicht nur die sportliche Situation - die Reds liegen mit sieben Punkten Rückstand auf Rang drei - sondern vor allem auch Wayne Rooney.

Wayne Rooney "hasst" Liverpool

"Ich bin als Everton-Fan groß geworden, meine ganze Familie besteht aus Everton-Fans und ich bin damit aufgewachsen, Liverpool zu hassen. Das hat sich bis heute nicht geändert", sagte Rooney vor dem Gipfeltreffen im Old Trafford gegenüber "MUTV". Nach der Partie dürfte der Hass des Nationalstürmers nicht gerade gesunken sein.

Jubiläum für Benitez

Mit einer Galavorstellung hat Rekordmeister FC Liverpool die Festung Old Trafford erobert und das Titelrennen in England wieder spannend gemacht. Die Reds entzauberten im Manchester United mit 4:1 (2:1) und fügten dem Tabellenführer die höchste Heimniederlage seit dem 1. Januar 1992 zu - damals verlor United 1:4 gegen die Queens Park Rangers. Zudem war die Pleite die erste Niederlage Manchesters im Old Trafford seit 397 Tagen.

Liverpool bescherte seinem Teammanager Rafa Benitez zudem den 100. Sieg in der Premier League. Manchester, das seine vergangenen elf Ligaspiele gewonnen hatte, hat trotz der ersten Niederlage seit dem 8. November (1:2 gegen den FC Arsenal) noch vier Punkte Vorsprung auf Liverpool und zudem ein Spiel weniger absolviert.

Ferguson: "Ein Tag zum Vergessen"

"Heute war ein Tag zum Vergessen", sagte ManU-Teammanager Sir Alex Ferguson nach dem Abpfiff frustriert und überraschte mit seiner Analyse: "Es ist bitter, weil ich wirklich glaube, dass wir die bessere Mannschaft waren."

Benitez erklärte: "Wir wussten, dass wir gewinnen mussten. Ich bin sehr glücklich. Wir haben Real Madrid und Manchester United in der gleichen Woche geschlagen. Wenn wir die beiden schlagen, können wir jeden schlagen. Realistisch gesehen müssten wir nun alle unsere Spiele gewinnen." Vier Tage zuvor hatte Liverpool in der Champions League Real Madrid mit einem 4:0 nach Hause geschickt.

Ronaldo schießt ManUtd in Front

Im 50. Pflichtspiel der Saison ging United, das mit seinem 18. Meistertitel zu Liverpool aufschließen könnte, durch einen verwandelten Foulelfmeter von Cristiano Ronaldo in Führung (23.). Park Ji-sung war nach einem Steilpass von Carlos Tevez von Keeper Pepe Reina gefoult worden.

Liverpool drehte das hochklassige Spiel durch Tore von Fernando Torres (28.), der einen krassen Fehler von Nemanja Vidic nutzte, und Steven Gerrard (44., Foulelfmeter) noch vor der Pause.

Rabenschwarzer Tag für Vidic

Sekunden nach einer Roten Karte gegen Vidic wegen einer Notbremse an Gerrard verwandelte Fabio Aurelio (76.) den fälligen Freistoß direkt zur Vorentscheidung, den Schlusspunkt setzte Andrea Dossena in der 90. Minute.

Benitez knackte die 100-Siege-Marke im 181. Spiel. Schneller waren in der Klubgeschichte nur die legendären Kenny Dalglish (167 Spiele) und Bob Paisley (179).

FC Arsenal - Blackburn Rovers 4:0: Die Gunners müssen gewinnen. Auf diese einfache Formel ließ sich das Match zwischen dem Fünften und den abstiegsbedrohten Rovers reduzieren.

Und die Gunners gewannen. Und wie. Im Schatten des Klassikers kämpfte sich die Wenger-Elf durch einen 4:0-Triumph auf den vierten Tabellenplatz vor.

Die ersten Premier-League-Tore von Neuzugang Andrej Arschawin (2./65.) ebneten den Weg für die Londoner. Ein Doppelschlag von Emmanuel Eboue (88./90., Elfmeter) in der Schlussphase stellte den 4:0-Endstand her.

Die Torjäger der Premier League im Überblick

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