Sonntag, 28.09.2008

Premier League - 6. Spieltag

Ballacks Chelsea wieder Spitze

Nach einer Demütigung für den Lokalrivalen FC Arsenal ist Michael Ballack mit dem FC Chelsea in der englischen Premier-League wieder obenauf.

Premier League, Chelsea, London, Anelka
© DPA

Die Blues gewannen am 6. Spieltag mit 2:0 bei Aufsteiger Stoke City und eroberten die Tabellenführung zurück, weil der bisherige Spitzenreiter Arsenal eine bittere 1:2-Heimschlappe gegen Neuling Hull City einsteckte.

"Das ist eine schockierende Niederlage", gestand Arsene Wenger, der sich seinen zwölften Jahrestag als Coach der Gunners anders vorgestellt hatte. Die Presse feierte die "Hull-Helden", die zuletzt 1915 mit Arsenal in der gleichen Liga spielten, für ihre "tapfere und ehrliche Leistung" ("Sunday Telegraph").

Bosingwa und Anelka treffen

Die Aufgabe für Ballack, der am Freitag seinen 32. Geburtstag feierte, und seine Teamkollegen stellte sich als gar nicht so einfach heraus.

Ein rasanter Antritt von Portugals Nationalverteidiger Jose Bosingwa brachte Chelsea in Front (36. Minute), der Franzose Nicolas Anelka sorgte erst eine Viertelstunde vor Schluss für die Entscheidung.

Der DFB-Kapitän hatte zwei Torchancen und war an fast allen guten Spielzügen beteiligt. Allerdings unterlief ihm auch der eine oder andere Abspielfehler. "Es ist unmöglich, immer schönen Fußball zu spielen", räumte Chelsea-Trainer Luiz Felipe Scolari ein, dessen Mannschaft 2008 weiter ohne Liga-Niederlage ist.

Zweite Pleite für die Gunners

Arsenal verlor dagegen schon zum zweiten Mal in der Saison. "Hull hat 90 Minuten lang gekämpft, und wir waren von Anfang an nicht voll da", sagte Wenger. Ein Eigentor von Paul McShane (51.) brachte Arsenal in Front, aber die Tigers glichen durch einen Distanzschuss des Brasilianer Deiberson Giovanni aus (62.).

Daniel Cousin sorgte kurz darauf für die Sensation (66.).

"Das ist eines unserer großartigsten Resultate", freute sich Hull-Trainer Phil Brown, dessen Mannschaft mit elf Punkten nur einen weniger als Arsenal auf dem Konto hat.

"Es ist ein Beweis, dass die Premier-League die Fußball-Romantik nicht zerstört hat", fasste die "Sunday Times" den Abend im Emirates-Stadion zusammen, das erst zum zweiten Mal seit der Eröffnung im Sommer 2006 von einer Gastmannschaft gestürmt wurde.

Ronaldos Schwalbe

Der mäßig in die Saison gestartete Meister Manchester United besiegte die Bolton Wanderers glücklich mit 2:0.

Statt Torjäger Cristiano Ronaldo nach einer Schwalbe in Boltons Strafraum zu verwarnen, zeigte der Unparteiische in der 59. Minute auf den Elfmeterpunkt, und der Portugiese nahm das Geschenk dankbar an. Der eingewechselte Nationalstürmer Wayne Rooney erhöhte zum Endstand (77.).

Im 179. Merseyside-Derby gegen den Lokalrivalen FC Everton setzte sich der FC Liverpool dank eines Doppelpacks des Spaniers Fernando Torres (59./62.) ebenfalls mit 2:0 durch und blieb Chelsea in der Tabelle dicht auf den Fersen.

Auch Kinnear bringt kein Glück

Derweil ging Newcastle Uniteds Negativserie mit der 1:2-Heimniederlage gegen die Blackburn Rovers weiter.

Die Magpies erfuhren zudem, dass ihr erst am Freitag berufener Interims-Coach Joe Kinnear wegen einer aus dem Jahr 2004 resultierenden Verbandsstrafe auch die nächsten zwei Partien nur auf der Tribüne sitzen darf.

Der Ire, der in den 1990er Jahren den FC Wimbledon trainierte, hatte einen Schiedsrichter "Clown Coco" genannt.

Der 6. Spieltag der Premier League im Überblick


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