Montag, 25.08.2008

Schlaglichter aus der Premier League

Schreckminuten in Manchester

Nach dem 2. Spieltag der Premier League liegen Chelsea und Liverpool mit sechs Punkten an der Spitze.

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© Getty

Manchester United bleibt nach dem knappen 1:0-Sieg in Portsmouth durch ein Tor von Darren Fletcher (Highlights im Video bei SPOX.TV) mit vier Punkten an der Spitzengruppe dran.

Das Wochenende deckten zudem Scolaris Anpassungsprobleme, Kompanys Unwissenheit und Wengers Ratlosigkeit auf. Für die Schrecksekunde des Spieltags sorgte Micah Richards.

Der raue Norden Englands: Akzeptanzprobleme im Starensemble von Chelsea? Deco kennt so etwas nicht. In seinem zweiten Spiel für die Blues schnappte sich der vom FC Barcelona an die Themse gewechselte Spielmacher beim Freistoß den Ball, erzielte sein zweites Tor im zweites Spiel und sicherte dem Team von Michael Ballack den zweiten Sieg. Der 30-Jährige scheint sich schon gut an die Gegebenheiten im englischen Fußball gewöhnt zu haben.

Anders als sein Trainer, der nach dem mühevollen 1:0-Sieg in Wigan über Anpassungsprobleme klagte. "Ich war noch nie im Norden Englands, aber jetzt weiß ich, was uns in Bolton oder Manchester erwartet", sagte Luiz Felipe Scolari. "Die Mannschaft hat sehr physisch gespielt und uns unter Druck gesetzt. Außerdem hatten sie das Publikum im Rücken."

Schock beim Debüt: Vincent Kompany jagte vor zwei Wochen noch dem Ball in China hinterher, vor einer Woche mit dem HSV in München und am Wochenende gab er nach seinem Blitz-Transfer schon sein Debüt in der Startelf von Manchester City beim 3:0-Sieg gegen West Ham.

Nicht leicht für einen Fußball-Profi. "Ich kannte die meisten Namen meiner Mitspieler nicht. Ich habe sie erst nach und nach auf dem Platz gelernt", gab der Belgier zu. Aber ich habe das Spiel genossen, es hat wirklich Spaß gemacht."

Ganz anders erging es seinem Kollegen Micah Richards (im Bild). Der englische Nationalspieler rasselte in der zweiten Hälfte mit Tal Ben Haim zusammen und lag acht Minuten bewusstlos auf dem Feld. Dank des schnellen und kompetenten Einsatzes der Teamärzte befindet sich Richards aber schon wieder auf dem Weg der Besserung.

Wenger ratlos: Arsene Wenger ist normalerweise nie um eine kluge Antwort verlegen. Meist hat er für Niederlagen eine plausible Erklärung. Häufig beschwert sich der Franzose anschließend über die harte Gangart des Gegners. Nicht so nach der 0:1-Schlappe beim FC Fulham.

"Fulham hat nicht sehr körperbetont gespielt, sie waren einfach gut", so Wenger. "Wir hatten nach dem Rückstand 60 Minuten Zeit, um zurückzukommen, aber wir hatten nicht genügend Kreativität, um uns Chancen herauszuspielen. Lag das an Fulhams Qualitäten oder sind wir einfach nicht gut genug? Ich weiß es nicht."

Dabei hatte Wenger bis auf Cesc Fabregas und Tomas Rosicky alle Mann zur Verfügung. Doch im Mittelfeld muss nachgebessert werden. Arsenal intensiviert deshalb seine Bemühungen um Xabi Alonso vom FC Liverpool.

Liverpool strapaziert das Glück: Zwei Spiele, zwei Siege. Der FC Liverpool hat einen Start nach Maß hingelegt. Aber nur was die Punkte betrifft. Spielerisch war die Darbietung beim 2:1-Sieg bei Middlesbrough eines Champions-League-Teilnehmers unwürdig.

Doch vier Minuten vor Schluss half der Österreicher Emanuel Pogatetz den Reds per Eigentor und in der vierten Minute der Nachspielzeit erzielte Steve Gerrard auch noch den mehr als unverdienten Siegtreffer.

"Natürlich bin ich mit dem Ergebnis zufrieden, aber nicht mit der Spielweise", meinte Trainer Rafael Benitez. "Das war ich mit den letzten drei Spielen auch nicht." Der Spanier sieht aber auch das Positive: "Wir haben sechs Punkte und wenn wir erstmal gut spielen, wird es schwer, uns zu stoppen."

Der 2. Spieltag der Premier League im Überblick

SPOX

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