Dietmar Hamann exklusiv

"Die Feng Shui-Kristalle sind hilfreich"

Von Interview: Carsten Germann
Freitag, 15.08.2008 | 23:35 Uhr
Dietmar Hamann
© Getty
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Manchester/München - Für Dietmar Hamann steht die nächste Rekord-Saison an. Wenn am Wochenende die neue Premier-League-Saison beginnt, geht der 34-jährige Mittelfeldspieler von Manchester City in seine zehnte Spielzeit in England.

Am 1. Spieltag treten die Citizens am Sonntag bei Aston Villa an (16 Uhr im LIVE-TICKER). Wahrscheinlich mit Hamann in der Startaufstellung. Der Dauerbrenner bei Man City ist nach wie vor eine feste Größe im Team.

Auch, wenn er wie beim 0:1 in Hamburg Ende Juli oder beim 1:0-Erfolg im letzten großen Test Anfang August gegen den AC Mailand nur Einwechselspieler war.

Im Interview mit SPOX spricht Hamann über die Machtverhältnisse in der Premier League, Glücksbringer aus Fernost und eine heimliche Liebe in Deutschland.

SPOX: Dietmar Hamann, mit dem Ex-Bayern-Profi Mark Hughes ist zu Saisonbeginn ein neuer Trainer nach Manchester gekommen. Welche Chancen rechnen Sie sich aus, unter ihm in der neuen Saison die Start-Elf zu kommen?

Dietmar Hamann: Ich habe letztes Jahr unter Sven-Göran Eriksson fast alle Spiele gemacht. Jetzt haben wir einen guten Konkurrenzkampf im Team, der insgesamt für die Truppe sehr wichtig ist. Das hilft mir, da mache ich mir keine Sorgen. Ich muss einfach nur zeigen, dass ich meinen Platz noch wert bin.

SPOX: Sie haben noch ein Jahr Vertrag in Manchester. Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?

Hamann: Ich werde das von Jahr zu Jahr abschätzen und hoffe, dass ich noch zwei bis drei Jahre spielen kann. Außerdem werde ich meine Trainerscheine machen und mich im Winter entscheiden, wie es letztendlich weitergeht.

SPOX: Die Premier League liebt die Bundesliga. Tottenham Hotspur spielte in der Vorbereitung gegen Borussia Dortmund, der FC Arsenal beim VfB Stuttgart und Sie mit Manchester City gegen den Hamburger SV. Wie wichtig sind solche Tests für die englischen Klubs?

Hamann: Sehr wichtig! Wir brauchen die Matchpraxis, weil die Saison sehr lang ist. Wenn man dann noch sieht, dass beim Spiel in Hamburg gegen uns mehr als 32.000 Zuschauer dabei waren, muss man sagen, dass solche Testspiel-Reisen einfach Spaß machen. Einige englische Klubs hätten in so einem Test im eigenen Stadion weitaus weniger Zuspruch. Ein klarer Pluspunkt für die Bundesliga!

SPOX: Die neue Premier-League-Saison geht am Samstag los und Manchester City will unbedingt unter die ersten Vier. Wie sehr belasten diese hohen Ansprüche das Team?

Hamann: Die Premier League ist eine Liga, in der fast jeder unter die ersten Vier will. Aber ManUtd, Chelsea, Arsenal und Liverpool sind relativ weit vom Rest der Liga entfernt. Das geht nicht von heute auf morgen, dass man sich da so einfach festsetzt. Wir haben das nach einem guten Start ja im letzten Jahr erlebt und sind am Ende nur Neunter geworden. Mit Ausnahme von Everton konnte in den letzten Jahren kein Verein in diese Vierer-Gruppe einbrechen. Unser Ziel ist es, dieses Mal besser abzuschneiden. Dennoch müssen wir in Manchester realistisch bleiben: Je weiter es am Ende nach vorn geht, desto besser für uns. Dann sind wir alle zufrieden.

SPOX: Ihr Präsident Thaksin Shinawatra vergräbt gern Feng Shui-Kristalle im Rasen des City of Manchester Stadium. Helfen solche Tricks?

Hamann: (lacht) Davon habe ich nur aus der Zeitung erfahren. Aber es stimmt wohl. Am Anfang der letzten Saison hat uns das geholfen, wir haben die ersten Heimspiele gewonnen. Vielleicht sollte er in dieser Saison noch ein paar mehr von den Dingern vergraben.

SPOX: Was trauen Sie den Bundesliga-Spitzenteams wie Bayern München oder dem HSV zu?

Hamann: Die Bayern lagen letztes Jahr weit vor der Konkurrenz. Es wird schwer, sie zu stoppen, wenngleich der Druck auf die Bayern und auf Jürgen Klinsmann immens hoch ist. Hoch einzuschätzen sind aus meiner Sicht auch Werder Bermen und der FC Schalke 04. Auch der Hamburger SV braucht sich nicht zu verstecken. Sie sind sehr ballsicher und auch ihre Neuzugänge haben sich beim Spiel gegen uns hervorragend eingeführt. Jonathan Pitroipa habe ich vorher nicht gekannt, aber er hat sensationell gespielt und wird in der Bundesliga seine Spuren hinterlassen.

SPOX: Bei Ihrem letzten Auftritt in Deutschland gab es in Hamburg bei Ihrer Einwechslung donnernden Applaus von den HSV-Fans. Hat Sie das überrascht?

Hamann: Ich war mindestens zehn Jahre lang nicht mehr mit einer Vereinsmannschaft in Hamburg, aber vielleicht haben die Leute mitgekriegt, dass ich früher HSV-Fan war und fast mal hier gelandet wäre. Das war sehr schön.

Der 1. Spieltag der Premier League im Überblick

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