Freitag, 04.04.2008

Arsenal vs. Liverpool, Teil 2

Die Rotationsmaschine läuft

München - Rafael Benitez hat sich auf der Insel seit seinem Amtsantritt beim FC Liverpool im Juli 2004 ein klares Profil aufgebaut.

Arsenal, Liverpool, Toure, Babel, Mascherano, Alonso
© Getty

Der Spanier gilt es großer Taktiker, der mehr Wert auf taktische Disziplin als auf spektakulären Offensivfußball legt und durch seine passive Spielweise in der Champions League mehr Erfolg hat als in der Premier League.

Abgesehen davon gilt der 57-Jährige als großer Freund der Rotation. Immerhin schaffte es Benitez, in den Jahren 2005 und 2006 in 99 Spielen hintereinander nicht ein Mal die gleiche Startformation aufs Feld zu schicken.

Bloß nichts verraten

Und auch im zweiten Teil der Trilogie "Arsenal vs. Liverpool" innerhalb von sieben Tagen am Samstag (13.45 Uhr im LIVE-TICKER und im Internet TV) in der Premier League wird er seine Reds im Vergleich zum Champions-League-Duell am Mittwoch stark verändert aufs Feld schicken.

Zum einen will er seine Spieler schonen und einen unnötigen Kräfteverschleiß verhindern, zum anderen will er so wenig wie möglich über die Ausrichtung im Rückspiel verraten. Denn Benitez weiß: Wie schon in den letzten Jahren gegen den FC Chelsea sind es nur Kleinigkeiten und Überraschungsmomente, die in der Königsklasse den Erfolg bringen.

Ohne Carragher, Gerrard und Torres

Da bei den Reds der Fokus klar auf der Champions League liegt, wirft Benitez die Rotationsmaschine an. In der Liga haben sie im Titelrennen schon längst keine Chancen mehr und im Kampf um die Champions-League-Teilnahme schon fünf Punkte Vorsprung auf den Fünften Everton. Benitez kann sich das Wechselspiel also ruhigen Gewissens leisten.

Zwangsläufig verzichten muss er auf Javier Mascherano, der nach seiner Roten Karte und der anschließenden Tirade gegen den Schiedsrichter für zwei weitere Spiele gesperrt wurde. Freiwillig wird der Spanier wohl auf die Stützen Jamie Carragher, Steve Gerrard, Fernando Torres und Dirk Kuyt verzichten.

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Wenger sind die Hände gebunden

Seinem Gegenüber, Arsene Wenger, sind dagegen größtenteils die Hände gebunden. Erstens, weil die Gunners noch geringe Chancen auf die Meisterschaft haben und daher jeden Punkt brauchen und zweitens, weil sein Kader aufgrund von Verletzung und Sperren zusammengeschrumpft ist, so dass nur wenige Möglichkeiten zum Rotieren bleiben.

Neben den Langzeitverletzten Eduardo (Beinbruch), Tomas Rosicky (Achillessehnenanriss) und Bacary Sagna (Sprunggelenksverletzung) wird wohl auch Robin van Persie mit muskulären Problemen im Oberschenkel ausfallen. Abou Diaby sitzt eine Rotsperre ab.

Seit acht Jahren ohne Sieg

Für die Reds stehen die Chancen auf einen Sieg in London statistisch gesehen dennoch schlecht. Seit acht Jahren sind die Reds bei Arsenal ohne Dreier. Damals erzielte Titi Camara das Tor des Tages.

Auch die Statistik gegen die anderen drei Klubs der "Big Four" ist unter Benitez alles andere als rosig. Seit Benitez auf der Bank sitzt konnten die Reds weder bei ManUnited noch bei Chelsea oder Arsenal gewinnen.

Andreas Lehner

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