Montag, 10.03.2008

News-Splitter aus England

Titelpflicht für Grant

München - Das Wochenende im englischen Fußball stand ganz im Zeichen der Pokal-Versager Manchester United und FC Chelsea. 

© Getty

Doch auch der FC Arsenal bekleckerte sich beim 0:0 bei Wigan Athletic in der Premier League nicht gerade mit Ruhm.

Nur logisch also, dass die Trainer der "großen Drei" eine zentrale Rolle in den Splittern aus England einnehmen:

Grant braucht Titel: Roman Abramowitsch hatte seinen Fernsehsessel der Tribüne in Barnsley vorgezogen und muss vor Ärger beinahe aus selbigem gekippt sein. Wie der "Guardian" berichtet, war der russische Milliardär über die peinliche 0:1-Niederlage des FC Chelsea beim Zweitligisten FC Barnsley im Viertelfinale des FA-Cup so erzürnt , dass Trainer Avram Grants Zeit an der Stamford Bridge nun entgültig abgelaufen scheint.

Der Job des Isrealis sei wohl nur noch zu retten, wenn er mit den Blues entweder die Meisterschaft oder die Champions League gewinnt. "Ich werde das akzeptieren", meinte Grant und nahm die Schuld für die Pokal-Pleite auf sich: "Ich bin der Trainer, also bin ich auch verantwortlich. Ich nehme die Niederlage auf meine Kappe." "Wir sind noch in zwei Wettbewerben dabei. Darauf konzentriere ich mich und sonst auf nichts anderes." Vielleicht sollte er trotzdem schon mal einen Blick in die Stellenanzeigen riskieren.

Fergie contra Referees: Sir Alex Ferguson ist schon ein ums andere Mal verbal übers Ziel hinaus geschossen. Nach der 0:1-Pleite im FA-Cup gegen den FC Portsmouth ging er nun auf Schiedsrichter Martin Atkinson los und unterstellte ihm unter anderem eine "grottenschlechte Leistung" über die "man reden müsse". Zudem griff er den Schiedsrichter-Obmann Keith Hackett an und unterstellte ihm, er würde seine Pflichten vernachlässigen, indem er solche Referesse für so wichtige Spiele abstelle.

Die FA will nun auch reden - allerdings über Fergies Verhalten. Ein Sprecher des Fußball-Verbandes erklärte, dass man Fergusons Aussagen unter die Lupe nehmen werde. Die Schiedsrichter-Vereinigung PGMOB ("Professional Game Match Officials Board") verkündete derweil in einer Pressemitteilung, dass der beschuldigte Hackett nichts mit der Ansetzung der Schiedsrichter zu tun hätte - das obliege der FA.

Armer Ronaldo: Cristiano Ronaldo bekam beim Spiel gegen Portsmouth so derart auf die Socken, dass er hinterher mit trauriger Schnute erklärte, er sei verängstigt und überlege ernsthaft sein Spiel umzustellen, weil er sich so nicht ausreichend geschützt fühle - Stichwort Martin Taylor vs. Eduardo da Silva. FA-Boss Gordon Taylor (nicht verwandt mit Martin) bekannte nun gegenüber "PA Sport", dass Ronaldo mit seinem Anliegen absolut Recht habe.

"Wir haben die Pflicht sicherzustellen, dass unsere besten Spieler geschützt werden und auch weiterhin ihre herausragenden Fähigkeiten auf dem Platz zeigen können", so Taylor. Das man sich dabei difizil an der Grenze zwischen Beschützen und Bevorzugen bewege, sei ihm durchaus bewusst. Konkrete Ansätze gibt es noch nicht, man will sich mit den Schiedsrichtern "zusammensetzen". To be continued...

Vorsicht Taylor, der Sepp naht: Aprospos Martin Taylor. Dem Birmingham-Verteidiger droht zwei Wochen nach seinem üblen Foul gegen Eduardo da Silva weiteres Ungemach. Der 28-Jährige war von der FA für drei Spiele gesperrt worden - zu wenig, wie die FIFA befindet. Die hat sich die Untersuchungsakte des Falls Taylors nämlich jetzt schicken lassen.

"Wir haben die Akte angefragt", sagte FIFA-Chef Sepp Blatter am Wochenende und schob als Erklärung nach: "Wir als Weltverband haben das Recht, solche Unterlagen von den nationalen Verbänden zu fordern. Wenn wir denken, dass eine Strafe nicht genug ist, dann kommen wir darauf zurück."

Fabregas schwärmt von Wenger: Arsenal-Coach Arsene Wenger war nach dem hingegurkten 0:0 seiner Elf bei Wigan alles andere als "amused" und beschwerte sich vor allem über den schlechten Platz.

Vielleicht ist er etwas milder gestimmt, wenn er die Lobesarie seines Mittelfeldspielers Cesc Fabregas gegenüber dem spanischen Fernsehsender "TV3" hört.

Auf die Frage, ob Wenger gut zum FC Barcelona passen würde, antwortete Cesc: "Wenn ich Spieler von Barca wäre, würde ich dem Vorstand ohne Zweifel empfehlen, Wenger zu holen. Er ist der beste Trainer, den ich jemals hatte."

Ob er selbst seine Zukunft in Barcelona sieht, beantwortete Fabregas, der bereits in der Jugend bei Barca spielte, gewohnt diplomatisch. O-Ton: "Ich fühle mich bei Arsenal sehr wohl, aber was die Zukunft bringt, weiß man nie..."

SPOX

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