Samstag, 26.01.2008

Splitter aus der Premier League

Kreuzung aus Crouch und Roque

München - Ob es ein Fachwort für solch eine Neigung gibt? Vielleicht Wetter-Masochismus?

Grant, Drogba
© Getty

"Ich stehe auf Kälte und Regen. Ich habe kein Problem damit, dass in England schlechtes Wetter ist", erzählt Franco di Santo.

Zum Verständnis: Di Santo ist der neueste Fang des FC Chelsea. Erst 18 Jahre alt, den Blues aber respektable 4,6 Millionen Euro wert. Obwohl der Argentinier wegen seines Alters über kaum Erfahrung verfügt und klimatisch nur südliche Gefilde gewöhnt ist.

Ob di Santo wirklich weiß, wie unangenehm die Kälte und der Regen sein können? Wie auch immer: "Ich kann es noch gar nicht glauben, dass ich bald einen Didier Drogba oder einen Frank Lampard echt treffen werde. Ich kenne solche Leute doch nur aus dem Fernsehen", sagt di Santo.

Rudimentäre Reputation

Die große Bühne. Etwas Neues für den 1,93 Meter großen Schlacks. Denn im Vergleich zu den gehypten und ähnlich jungen Landsleuten wie Ever Banega oder Mauro Zarate ist di Santo ein unbeschriebenes Blatt.

Für seine bislang einzige Profistation, den chilenischen Erstligisten Audax Italiano, erzielte er in 69 Spielen überschaubare 16 Tore. Für die U-20-WM wurde er gar nicht erst nominiert.

Die nur rudimentäre Reputation reichte jedoch aus, um Chelsea-Coach Avram Grant (im Bild links) zu überzeugen. Immerhin soll di Santo eine Mischung aus Peter Crouch und Roque Santa Cruz sein. Kopfballstark, aber auch mit einer gewissen Technik ausgestattet. Daher sollen neben den Blues auch Arsenal, Liverpool und Manchester United an ihm interessiert gewesen sein.

Di Santo: "Derzeit kann ich auf Englisch nicht viel mehr sagen als 'yes'. Aber ich hoffe, dass sich das schnell ändert."

David, komm nach Manchester!

Sven Göran Eriksson macht aus seinem Herzen keine Mördergrube. "Wenn David Beckham nach England zurückkehren will, würde ich gleich sagen: 'Ja, komm zu Manchester City'", sagt der Coach.

Nun gut, Beckhams Klub Los Angeles Galaxy hat mehrmals betont, ihn nicht abzugeben, aber Flirten kostet ja nichts. "Hier und da spreche ich mit David und seinem Agenten. Ich habe ihn letztens in London zum Essen getroffen", erzählt Eriksson. "Ich weiß, dass er den Fußball in den USA bekannt machen und nicht wechseln will. Aber klar ist auch, dass Davids rechter Fuß noch immer überragend ist."

Liverpool: Eine halbe Milliarde und ein Treuebekenntnis

Aber dass ein Verein nicht nur vom Flirten leben kann, wissen Liverpools neue Besitzer nur allzu gut. Tom Hicks und George Gillet plagen sich mit Finanzproblemen herum. Da trifft es sich gut, dass Hicks einen Megadeal an Land gezogen hat: einen Kredit über fast 500 Millionen Euro.

Unter anderem sollen 140 Millionen in die Schuldentilgung gehen, für den Stadionneubau sind 80 Millionen verplant, immerhin 60 Millionen darf Trainer Rafa Benitez für Neuzugänge ausgeben.

Stichwort Benitez. Offenbar im Überschwang des Geldregens fühlte sich Hicks bemüßigt, dem Coach das Vertrauen auszusprechen - und das, nachdem die Besitzer zähneknirschend einräumen mussten, Jürgen Klinsmann wegen einer möglichen Nachfolge kontaktiert zu haben: "Rafa ist nach dieser Saison noch zwei Jahre unter Vertrag. Ich bin zuversichtlich, dass wir unter seiner Führung neue Höhen erreichen werden."

US-Investoren erreichen Derby

Wenn wir schon bei US-Großinvestoren sind, hier die neueste Nachricht: Auch das mit rund 34 Millionen Euro verschuldete Tabellenschlusslicht Derby County steht offenbar vor einer amerikanischen Übernahme.

Details sollen erst am Montag bekannt gegeben werden, wenn auf einer Pressekonferenz "eine positive Botschaft verkündet wird", wie der Verein mitteilte.

"No" von Shearer

Jürgen Klinsmann sucht einen und Kevin Keegan geht es auch nicht anders: Der neue Coach von Newcastle United hält nach einem Co-Trainer Ausschau. Zumindest eines ist sicher: Alan Shearer wird es nicht werden.

Der Torjäger a. D. liebäugelte selbst mit dem Chefposten und will sich offenbar nicht mit dem Assistenten-Job zufrieden geben. Keegan: "Ich habe ihm alle Einzelheiten erklärt. Das Gespräch verlief großartig, aber er sagte am Ende: 'Ich sehe mich derzeit nicht als Nummer zwei.' Schade."

Haruka Gruber

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