Von Angst keine Spur

Von Christian Bernhard
Sonntag, 16.12.2007 | 11:00 Uhr
cole, hleb, chelsea, arsenal
© Getty
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München - Als sich Arsenal London vor der vergangenen Saison zum Mannschaftsfoto aufstellte, fehlte Ashley Cole. Der Linksverteidiger war weder verletzt noch krank, sein Verein wollte ihn aber vorsorglich nicht auf dem Foto haben, da er mit Chelsea London Geheim-Verhandlungen geführt hatte.

Ein Monat später war der Transfer perfekt, Cole ein Chelsea-Spieler und Arsenals Entscheidung, ihn nicht auf dem Foto haben zu wollen, die richtige.

Da er vergangene Saison verletzt war, kommt Cole nun am Sonntag zum ersten Mal als Gegner in das Emirates-Stadion (ab 17 Uhr im SPOX-LIVE-TICKER, bei Premiere und im Internet TV; die Highlights ab 20 Uhr bei SPOX.TV).

Die Arsenal-Fans sind immer noch sehr schlecht auf ihn zu sprechen, deshalb kann er sich auf einen heißen Tanz gefasst machen. Cole scheint das alles jedenfalls nicht zu stören: "Was denken sich die Leute? Dass ich Angst kriege, wenn die Fans mich ausbuhen? Das hatte ich schon letzte Saison und beinahe mein ganzes Leben lang. Ich werde dort spielen und beweisen, dass ich keine Angst vor ihnen habe."

Wenger hofft auf freundlichen Empfang

Sein Ex-Trainer Arsene Wenger, der höchstwahrscheinlich wieder auf das angeschlagene Trio Cesc Fabregas, Alexander Hleb und Mathieu Flamini zurückgreifen kann, hofft jedenfalls, dass die Fans Cole nicht zu sehr auspfeifen: "Ashley hat sehr viel für Arsenal geleistet. Ich hoffe, dass ihm unsere Fans den nötigen Respekt entgegenbringen."

Ob die Fans der Gunners den sicherlich weisen Worten ihres Trainers Folge leisten werden, ist eine andere Geschichte. Denn das Londoner Derby birgt diesmal noch mehr Spannungspotential als ohnehin schon.

Mehr geht nicht

Der Tabellenerste trifft auf den Dritten, der beste Sturm der Liga (Arsenal, 33 Tore) auf die zweitbeste Abwehr (Chelsea, neun Gegentore) und zusätzlich könnten die Blues, die seit 16 Spielen ungeschlagen sind, mit einem Sieg zum Rivalen aufschließen. Mehr geht fast nicht, ein Spitzenspiel wie es im Buche steht.

Chelseas Mittelfeldmotor Frank Lampard ist sich dessen bewusst und kann sich einen kleinen Seitenhieb auf den Gegner auch nicht verwehren: " Das Spiel ist imminent wichtig für uns. Arsenal hat phasenweise fantastischen Fußball gezeigt, aber in den letzten Wochen ein wenig eingebüßt."

Van Persie stichelt gegen Chelsea

Frei nach dem Motto "Was Lampard kann, kann ich schon lange" kontert Robin van Persie und spricht Chelsea die Meister-Tauglichkeit ab: "Manchester ist unser größter Konkurrent. Sie haben die Qualität dazu und sie gewinnen auch wenn sie schlecht spielen. Deswegen glaube ich, dass es ein Zweikampf zwischen ihnen und uns geben wird. Jeder erwartet doch, dass wir irgendwann stolpern, aber das werden wir nicht."

Auch wenn Wengers Erzfeind, Jose Mourinho, bei den Blues nicht mehr an der Seitenlinie steht, brigt das Duell also gehörig Brisanz.

Fergie heiß auf Liverpool

Wenn in London das Spiel angepfiffen wird, könnte Manchester bereits vorübergehend die Tabellenführung übernommen haben. Denn nur zweieinhalb Stunden zuvor steigt im Nordwesten Englands das heißeste und traditionsreicheste Duell auf der Insel.

Liverpool empfängt an der Anfield Road Manchester United (ab 14.30 Uhr  im SPOX-LIVE-TICKER, bei Premiere und im Internet TV). Mit einem Sieg könnten die Red Devils an den Gunners zumindes kurzzeitig vorbeiziehen und dann locker nach London schauen.

ManU-Trainer Alex Ferguson kann das Traditionsduell kaum erwarten: "Auf dieses Spiel freue ich mich schon das ganze Jahr", sagte der 65-Jährige vor der Partie.

Reds wollen Sieg gegen einen Großen

Für die Reds heißt es in dieser Saison jetzt oder nie. Vor allem für Coach Rafael Benitez. Denn was man aus Liverpool so hört, ist er seinen Job los, falls er in diesem Jahr nicht den ersten Titel seit 1990 nach Liverpool holt.

Siege in den großen Spielen gehören dabei zum Pflichprogramm. Genau diese Begegnungen machten Liverpool in den letzten Jahren aber immer Probleme. Gegen Chelsea und Arsenal reichte es in dieser Saison zumindest schon zu zwei 1:1. Gegen die Red Devils soll nun endlich ein Dreier her.

"Ich glaube Liverpool hat das Zeug zu gewinnen", meinte Gary McAlister. "Als ich sie gegen Chelsea gesehen habe, hatte ich zum ersten Mal seit Jahren das Gefühl, dass ihnen der große Wurf gelingen kann", so der Ex-Liverpool-Spieler weiter. Vor allem Fernando Torres sieht er als Schlüssel, denn früher hat sich alles auf Steven Gerrard konzentriert. Torres können nun den Unterschied machen.

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