Fussball

Ajax Amsterdams Talentschmiede - die fünfte Generation: de Ligt, de Jong, Kluivert und Co.

Von Christoph Sahler
Justin Kluivert jubelt mit seinen Teamkollegen.
© getty

Ajax Amsterdam führt eine der besten Jugendakademien im Fußball weltweit. Seit fünf Jahrzehnten bringt der niederländische Rekordmeister regelmäßig große Talente hervor, von denen einige in ähnlicher Regelmäßigkeit zu Weltstars aufsteigen. Zu den aktuellen Rohdiamanten zählen: Matthijs de Ligt, Frenkie de Jong, Donny van de Beek, David Neres Campos, Justin Kluivert.

In den Siebzigern entsprangen Johan Cruyff und Johan Neeskens der Amsterdamer Talentschmiede, in den Achtzigern waren es Frank Rijkard und Marco van Basten. Die Neunziger Jahre brachten gleich eine komplette Mannschaft von großen Spielern hervor, mit der Ajax 1995 sogar die Champions League gewann. Edgar Davids, Clarence Seedorf oder Patrick Kluivert sind einige Beispiele.

Im letzten Jahrzehnt blieb der internationale Erfolg zwar aus, aber mit Spielern wie Rafael van der Vaart oder Wesley Sneijder trug der Klub wieder seinen Teil zur europäischen Elite bei. Und auch aktuell stehen beim Amsterdamsche Football Club Ajax wieder ein paar Anwärter auf eine große Karriere im Kader.

Justin Kluivert (18, Außenstürmer)

Er heißt nicht nur so, Justin Kluivert sieht auch noch genauso aus wie sein Vater Patrick, als dieser selbst noch für Ajax stürmte. Allerdings ist Justin Kluivert kein klassischer Mittelstürmer, sondern ein moderner Flügelspieler, der dank seiner Beidfüßigkeit rechts wie links einsetzbar ist.

Kluivert ist gerade einmal 18 Jahre alt, gehört aber schon seit einem Jahr zum Profikader von Ajax. In dieser Saison stand er 22 Mal auf dem Feld (sechs Tore, zwei Vorlagen) und ist fester Bestandteil der Amsterdamer Offensive.

Es wird wohl nicht mehr allzu lange dauern, bis der Junge mit dem großen Namen auch in der A-Nationalmannschaft der Niederlande debütieren wird. Die Jugendteams der Elftal hat er seit der U15 alle durchlaufen und ist schon Teil der U21.

"Ich komme so weit nach oben wie mein Vater. Vielleicht ein bisschen weniger weit, vielleicht weiter. Ich finde das nicht irritierend. Er macht mich einfach stolz. Es ist schön, einen Vater wie ihn zu haben", sagte Kluivert dem Algemeen Dagblad.

Kluiverts Vertrag läuft 2019 aus, verlängert hat er noch nicht. Wenn er so weiter spielt, werden die Interessenten im Sommer ähnlich große Klubs sein, wie die, für die sein Vater gespielt hat. Der wechselte vor 21 Jahren von Ajax zum AC Mailand und zog ein Jahr später weiter zum FC Barcelona.

Nach Sohn Justin soll Manchester United schon die Fühler ausgestreckt haben. Außerdem soll er bei Tottenham und Leipzig auf dem Zettel stehen.

Donny van de Beek (20, zentrales Mittelfeld)

Donny van de Beek rief Ende letzten Jahres zwei übliche Verdächtige auf den Plan, wenn es darum geht, aussichtsreiche Talente früh an sich zu binden: Borussia Dortmund und die Tottenham Hotspur. Beide Klubs hätten den 20-jährigen wohl nur zu gerne verpflichtet. Doch Ajax ist es gelungen, mit van de Beek bis 2022 zu verlängern.

"Ich bin noch lange nicht fertig bei Ajax, ganz sicher nicht. Ich denke, dass ich hier noch viele Schritte machen kann. Beide Parteien hatten ein gutes Gefühl und deshalb habe ich auch verlängert", sagte van de Beek.

Seit der Saison 2015/16 gehört der Mittelfeldspieler, der sowohl offensiv als auch defensiv spielen kann, zum Profikader und steht mit 20 schon kurz vor seinem 70. Pflichtspieleinsatz. In dieser Zeit hat er es geschafft, vier Trainer von seinen Qualitäten zu überzeugen und sich in jedem System einen Stammplatz zu erarbeiten.

Zuvor hat van de Beek alle Jugendmannschaften des Rekordmeisters sowie des KNVB durchlaufen. Für die A-Nationalmannschaft debütierte er im vergangenen November in einem Freundschaftsspiel gegen Rumänien.

Seite 1: Justin Kluivert und Donny van de Beek

Seite 2: Matthijs de Ligt, Frenkie de Jong und David Neres

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