Naki: "Habe nichts Falsches gemacht"

SID
Mittwoch, 02.08.2017 | 12:04 Uhr
Deniz Naki spielte einst für den FC St. Pauli bevor er in die Türkei wechselte
© getty
Advertisement
International Champions Cup
Sa21.07.
Topspiele im Livestream: FCB - PSG und BVB - Liverpool
Club Friendlies
Live
Besiktas -
Reading
Copa Sudamericana
Lanus -
Junior
J1 League
Hiroshima -
Gamba Osaka
J1 League
Nagasaki -
Kobe
CSL
Guangzhou Evergrande -
Zhicheng
Club Friendlies
Sion -
Inter Mailand
Club Friendlies
Dynamo Dresden -
Huddersfield
Club Friendlies
Wolverhampton -
Ajax
Club Friendlies
Blackburn -
Liverpool
Club Friendlies
Besiktas -
Krasnodar
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
1. FC Köln
International Champions Cup
Man City -
Borussia Dortmund
CSL
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
International Champions Cup
FC Bayern München -
PSG
Club Friendlies
TSG Hoffenheim -
QPR
Club Friendlies
Benfica -
FC Sevilla
Club Friendlies
Marseille -
Villarreal
Club Friendlies
Inter Mailand -
Zenit
J1 League
Kobe -
Shonan
J1 League
Tosu -
Sendai
CSL
Hebei CFFC -
Jiangsu
Allsvenskan
AIK -
Brommapojkarna
International Champions Cup
Liverpool -
Borussia Dortmund
Club Friendlies
Eibar -
Basaksehir
Club Friendlies
Leicester -
Akhisarspor
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
Club Friendlies
Arminia Bielefeld -
SV Werder Bremen
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Tosu -
Iwata
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
FC St. Pauli -
Stoke
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Club Friendlies
Groningen -
SV Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar
International Champions Cup
PSG -
Atletico Madrid
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
Venlo

Der ehemalige U21-Nationalspieler Deniz Naki denkt trotz einer drohenden Haftstrafe in der Türkei und regelmäßiger Anfeindungen nicht an eine Rückkehr nach Deutschland. "Ich bin keiner, der abhaut. Würde ich gehen, wäre das ein Eingeständnis eines Fehlers. Aber ich habe nichts Falsches gemacht", sagte der 28-Jährige der Tageszeitung Die Welt.

Naki war im April in Diyarbakir wegen angeblicher "Terrorpropaganda" zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten verurteilt worden. Der gebürtige Dürener schließt nicht aus, noch im Gefängnis zu landen. "Durch die Bewährungsstrafe muss ich damit rechnen, dass ich noch ins Gefängnis komme. Vielleicht kommt der Tag, an dem sie mich holen. Aber wenn ich diesen Wege gehe, muss ich das in Kauf nehmen."

Naki, einst beim FC St. Pauli und SC Paderborn aktiv, spielt derzeit beim kurdischen Drittliga-Verein Amed SK. Auslöser der Bewährungsstrafe waren Beiträge in sozialen Medien, in denen er die Kurdenpolitik der türkischen Regierung kritisierte.

Naki: Ich will Frieden - sonst nichts

"Ich sage, dass ich Frieden möchte und der Krieg ein Ende finden soll. Ich stehe hinter den Menschen, die unterdrückt werden und im Krieg ihre Familie verlieren. Ist das hohe Politik? Ich glaube nicht", sagt er in dem Welt-Interview weiter.

Naki gab gleichzeitig zu, dass ihm das Urteil "Kopfschmerzen" bereite. "Die Türkei ist ein Land, in dem du manchmal gar nichts machen musst, um im Knast zu landen. Selbst wenn ich schweige, kann es sein, dass sie mir plötzlich etwas vorwerfen. Dann stecken sie mich eineinhalb Jahre rein, und ich bekomme wahrscheinlich noch ein paar Schläge, damit ich endlich Ruhe gebe. Aber das kann ich gar nicht", sagte er weiter.

Aus Deutschland habe er im vergangenen Jahr "fast täglich" Morddrohungen erhalten, in der Türkei werde er bei Auswärtsspielen regelmäßig angefeindet. "Alle hassen uns. Das schlimmste Spiel war in Ankara. Da wurde unser Vorstand auf der Tribüne richtig zusammengeschlagen. Der Vizepräsident hatte eine gebrochene Nase", sagte Naki.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung