FIFA-Skandal: Guam-Präsident Lai schuldig

SID
Donnerstag, 27.04.2017 | 22:25 Uhr
Richard Lai hat sich am Donnerstag der Annahme von Bestechungsgeldern schuldig bekannt
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Der Präsident des Fußball-Verbandes von Guam, Richard Lai, hat sich am Donnerstag vor einem Bundesgericht im New Yorker Stadtteil Brooklyn der Annahme von Bestechungsgeldern schuldig bekannt. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit. Gegen den Funktionär wurde im Rahmen des FIFA-Korruptionsskandals ermittelt.

"Ich danke den amerikanischen Behörden für ihren permanenten Einsatz, Korruption aus dem Fußball zu vertreiben", sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino. Die Ethikkomission des Weltverbands reagierte umgehend und schloss Lai provisorisch für 90 Tage von allen fußballrelevanten Tätigkeiten aus. Die Sperre kann um maximal 45 Tage verlängert werden.

Lai gab vor dem Bundesgericht in Brooklyn zu, 2011 Bestechungsgelder in Höhe von insgesamt 100.000 Dollar von einem FIFA-Präsidentschaftskandidaten angenommen zu haben. Der Kandidat wurde später vom Weltverband wegen der Bestechung einer anderen Person gesperrt und trat daher nie zur Wahl an.

Lai gab vor dem Bundesgericht in Brooklyn zu, 2011 Bestechungsgelder in Höhe von insgesamt 100.000 Dollar von einem FIFA-Präsidentschaftskandidaten angenommen zu haben. Der Kandidat wurde später vom Weltverband wegen der Bestechung einer anderen Person gesperrt und trat daher nie zur Wahl an.

Zwischen 2009 und 2014 erhielt Lai laut eigener Aussage zudem mehr als 850.000 Dollar von bestimmten Offiziellen des asiatischen Verbandes AFC, um deren Interessen zu vertreten und weitere Funktionäre zu identifizieren, die einer Bestechung nicht abgeneigt wären. Die Gelder seien offiziell für die Suche nach einem Trainer für Guam bezeichnet worden, wanderten aber auf das Privatkonto von Lai.

"Diese Verhaftung ist ein wichtiger Schritt in unseren Bemühungen, die Korruption im internationalen Fußball zu beseitigen", sagte Staatsanwältin Bridget Rohde. Seit Beginn der Ermittlungen im FIFA-Skandal sind bereits mehr als 40 Funktionäre befragt worden.

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