Mittwoch, 23.11.2016

Nach England und Schottland finden wegen "Poppy" weitere Ermittlungen statt

FIFA ermittelt auch gegen Wales und Nordirland

Eine Woche nachdem die FIFA disziplinarische Ermittlungen gegen die Verbände von England und Schottland wegen des Zurschaustellung der "Poppy" eingeleitet hatte, hat die FIFA nun auch ein Disziplinarverfahren gegen Wales und Nordirland angekündigt. Das bestätigte der Weltverband am Mittwoch.

Die nationalen Verbände beider Länder hatten ihren Spielern nicht erlaubt, in den WM-Qualifikationsspielen schwarze Armbänder mit der roten Mohnblume zum Gedenken an die britischen Kriegstoten zu tragen. Als Zeichen des Andenkens legte Wales beim 1:1 gegen Serbien am 12. November stattdessen einen Blumenkranz neben den Platz, und Fans hielten ein Mosaik hoch. In Nordirland wurden einen Tag zuvor beim 4:0 gegen Aserbaidschan eine Schweigeminute abgehalten und ebenfalls Kränze abgelegt. Die FIFA wertete dies als politische Äußerung und leitete Ermittlungen ein. Die Verbände aus Wales und Nordirland haben bereits angekündigt, die Anklage anzufechten.

England und Schottland hatten am 11. November beim Aufeinandertreffen in London (3:0) die Armbänder getragen, obwohl die FIFA dies im Vorfeld untersagt hatte. Dieses Verbot hatte im Vereinigten Königreich für Entrüstung bis in die höchsten politischen Ebenen gesorgt.

Die möglichen Konsequenzen durch die FIFA reichen von Verwarnungen über Geldstrafen bis hin zu Punktabzügen.


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