Mittwoch, 09.11.2016

John Amaechi und Tom Bosworth kritisieren mangelnde Akzeptanz homosexueller Fußballer

"Giftige Athmosphäre" für Homosexuelle

Der britische Olympionike Tom Bosworth und der ehemalige Basketball-Star John Amaechi wollen die Politik nutzen, um auf die Diskriminierung von Homosexuellen aufmerksam zu machen. Zudem behaupten sie, dass Sportler nach dem Outing eine bessere Leistung abrufen könnten.

Amaechi sprach sogar davon, dass in der Fußball-Welt eine "giftige Atmosphäre" zum Thema herrsche und forderte in der Sitzung härtere Strafen für Diskriminierung. Der Ex-NBA-Star verriet, dass er schon mit homosexuellen Fußballern gesprochen hat, für die es nicht möglich ist, sie selbst zu sein.

"Der Fußball hat das Geld und die Ressourcen und kann machen was er will. Doch mit voller Absicht wird nichts unternommen", klagt Amaechi und kritisiert weiter:

"Ich habe bereits mit Fußballern aus der Premier League gesprochen und die glauben nicht, dass der Klub bei einem Outing unterstützend wäre."

Der Geher Bosworth spricht nach seinem Outing aus eigener Erfahrung und fügt hinzu, dass Fußballer nicht ihr komplettes Potential abrufen können, wenn sie ständig damit beschäftigt sind, sich zu "verstecken": "Sobald jemand einen Prozent seiner Energie dafür braucht, um zu verbergen wer er ist, dann macht das den Unterschied zwischen gut und großartig."

Bosworth will die hohe Popularität des Fußballs in der ganzen Welt dafür nutzen, um den Weg für öffentliche Akzeptanz zu ebnen: "Fußball ragt heraus. Sollte sich etwas ändern, dann durch den Fußball."

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