Blitzlichter aus Europa

Endlich wieder Suff mit Stevie!

Von Oliver Birkner / Dominik Stenzel / Jochen Rabe
Montag, 28.11.2016 | 19:40 Uhr
Jamie Carragher freut sich auf durchzechte Nächte mit Steven Gerrard
Advertisement
Bundesliga
SaJetzt
Die Highlights vom Samstag mit BVB-BMG, S04 & SVW
Primera División
Espanyol -
La Coruna
Eredivisie
Utrecht -
PSV
Serie A
Sampdoria -
AC Mailand
Premiership
Motherwell -
Aberdeen
Championship
Sheffield Wed -
Sheffield Utd
Eredivisie
Ajax -
Vitesse
Ligue 1
St. Etienne -
Rennes
Serie A
Cagliari -
Chievo Verona
Serie A
Crotone -
Benevento
Serie A
Hellas Verona -
Lazio
Serie A
Inter Mailand -
Genua
Premier League
Rostow -
Lok Moskau
Primera División
Getafe -
Villarreal
Ligue 1
Straßburg -
Nantes
Premier League
Brighton -
Newcastle
First Division A
Charleroi -
Brügge
Serie A
Sassuolo -
Bologna
Primera División
Las Palmas -
Leganes
Primera División
Eibar -
Celta Vigo
1. HNL
Hajduk Split -
Lokomotiva Zagreb
Super Liga
Rad -
Partizan
Primera División
Real Sociedad -
Valencia
Serie A
Florenz -
Atalanta
Ligue 1
Marseille -
Toulouse
Ligue 2
Clermont -
Lens
Premier League
Arsenal -
West Brom
Primera División
Real Betis -
Levante
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Flamengo
Ligue 1
Monaco -
Montpellier
Premiership
Hamilton -
Rangers
Championship
QPR -
Fulham
Primera División
Celta Vigo -
Girona
J1 League
Niigata -
Kobe
J1 League
Kawasaki -
Cerezo Cosaka
Primera División
Deportivo -
Getafe
Premier League
Huddersfield -
Tottenham
Premier League
Man Utd -
Crystal Palace
Championship
Ipswich -
Bristol City
Primera División
Sevilla -
Malaga
Ligue 1
PSG -
Bordeaux
Serie A
Udinese -
Sampdoria
Premier League
Chelsea -
Man City
Primera División
Levante -
Alaves
Championship
Reading -
Norwich
Ligue 1
Amiens -
Lille
Ligue 1
Dijon -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Toulouse
Ligue 1
Nantes -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Caen
Premier League
Stoke -
Southampton (Delayed)
Primera División
Leganes -
Atletico Madrid
Serie A
Genua -
Bologna
Premier League
Bournemouth -
Leicester (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Swansea (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Watford (DELAYED)
Serie A
Palmeiras -
Santos
Serie A
Neapel -
Cagliari
Premier League
Arsenal -
Brighton
Championship
Sheffield Wed -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
St. Etienne
Serie A
Benevento -
Inter Mailand
Serie A
Chievo Verona -
Florenz
Serie A
Lazio -
Sassuolo
Serie A
SPAL -
Crotone
Serie A
FC Turin -
Hellas Verona
Primera División
Barcelona -
Las Palmas
Ligue 1
Angers -
Lyon
Primera División
Real Madrid -
Espanyol
Ligue 1
Nizza -
Marseille
WC Qualification South America
Bolivien -
Brasilien
WC Qualification South America
Venezuela -
Uruguay
WC Qualification South America
Kolumbien -
Paraguay
WC Qualification South America
Chile -
Ecuador
WC Qualification South America
Argentinien -
Peru
WC Qualification Europe
Georgien -
Wales
WC Qualification Europe
Italien -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Liechtenstein -
Israel
WC Qualification Europe
Spanien -
Albanien
WC Qualification Europe
Kroatien -
Finnland
WC Qualification Europe
Kosovo -
Ukraine
WC Qualification Europe
Färöer -
Lettland

Steven Gerrard beendet seine Karriere. Das sorgt nicht nur für Tränen. Ein Ex-Teamkollege sieht daran auch etwas Positives. In Italien geht der Stern von Ata-Leicester auf, während ein Schwergewicht am Disaster Sunday Prügel mit der Holzlatte bezieht. Indes tanzen in Spanien Entenhausen-Charaktere zum Sound von Joe Cocker.

Serie A

Von Oliver Birkner

Blut des Spieltags: Zwischen Black Friday und Cyber Monday liegt bekanntlich der Disaster Sunday, zumindest im Hause Juventus. In Genua kassierte der Meister drei Treffer in den ersten 29 Minuten und lag auch sonst ziemlich neben der Spur. Addiert man dazu noch die Verletzungen von Dani Alves (drei Monate Pause) und Leo Bonucci (zwei), avancierte die Butterfahrt in Ligurien zu einer rundum gelungenen Veranstaltung.

Juve hatte in dieser Saison noch gar kein Gegentor in der ersten Hälfte notiert und sich zuletzt vor elf Jahren gegen Milan drei Dinger in Durchgang eins gefangen. "Bis Weihnachten müssen wir ständig mit dem Bleifuß auf dem Gaspedal stehen", hatte Trainer Max Allegri vor dem Duell ausgegeben. Der Bleifuß passte, doch offensichtlich verwechselten seine Spieler katastrophal das Pedal.

Erlebe die Serie A Live auf DAZN. Hol Dir jetzt Deinen Gratismonat

Allegri kochte, kommentierte hinterher jedoch mit beachtlicher Nonchalance: "Wir hätten in der 41. einen Elfmeter bekommen müssen. Ich sagte dem Schiri aber, dass er zum Glück weiterspielen ließ. Wir verdienten es nicht, in die Partie zurückzukommen. Diese heftigen Prügel mit der Holzlatte waren hilfreich. Die Foulstatistik ging mit 25:8 an Genoa, so zimperlich wie wir kann kein Team der Welt gewinnen." Sehr erfrischend, wenn der Coach selbst seinem Team mal ausdrücklich einen Strafstoß verweigert.

Eigentlich war alles schon durch inbrünstigen Pathos vorherbestimmt. Diego Simeone, Trainer von Atletico Madrid, meldete sich unter der Woche beim Filius: "Du wirst allen dein Simeone-Blut demonstrieren und treffen." Giovannis Blut brodelte und der 21-jährige "Cholito" traf sogar doppelt: "Ich habe gefightet wie ein Simeone und Papas Wunsch übertroffen", frohlockte der Youngster. Drei Millionen kostete der Argentinier letzten Sommer - nach mittlerweile vier Treffern ein wahres Schnäppchen. Kein Wunder bei diesem Blut.

Königin des Spieltags: 2:0 in Bologna, damit acht Siege und ein Remis aus den letzten neun Partien - da feierten am Sonntagabend tausende Tifosi die Rückkehr ihrer Atalanta-Heroen nach Bergamo. "Wir werden Meister", skandierten die Anhänger, die solch einen Höhenflug letztmals vor 16 Jahren erlebten. Ansonsten sonnte man sich höchstens als "Königin der Provinz", da kein anderer Verein ohne den Status Provinzhauptstadt länger in der Beletage weilte.

"Dabei war ich noch im September ein Dead Man Walking", erinnert sich Trainer Gian Piero Gasperini. Seine Elf hatte vier der ersten fünf Duelle verloren und der 58-Jährige stand vor der Entlassung. Gegen Napoli wählte er dann eine riskant offensive Aufstellung. "Der Präsident sagte mir vor dem Anstoß: Entweder Sie sind verrückt oder haben unglaubliche Eier!" Atalanta gewann 1:0 und mischt seither die Serie A auf.

Der erste Scudetto der Klubgeschichte wird es leider kaum werden, obschon die Gazetten schon von "Ata-Leicester" schreiben. Einen Rekord wird Atalanta allerdings wohl niemand mehr nehmen: 1988 erreichte man als Zweitligist ein Europapokal-Halbfinale (das gelang ansonsten nur Cardiff 1968) und eventuell steuert die Provinzkönigin nach 26 Jahren wenigstens wieder Europa an.

Altro? "Bernardeschi verdient eine ambitioniertere Mannschaft als die Fiorentina." Keine wirklich schlauen Worte über einen Spieler, wenn sie vom Florenz-Trainer persönlich kommen. Die Tifosi wirkten über den Ausspruch von Paulo Sousa wenig amused. "Hau endlich ab, du heuchlerischer Buckliger", durfte Sousa vor dem Training auf einem Transparent am Stadion lesen. "Bucklige" sind in Italien die Juventini und in Notzeiten ist man in Florenz mit einer buckligen Vergangenheit (wie Sousa Mitte der 1990er) stets ganz schlecht beraten.

Serie A: Prügel mit der Holzlatte und Ata-Leicester

Premier League: Carraghers Sehnsucht und der Abstoß des Grauens

Primera Division: Joe Cocker meets Entenhausen

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung