Dienstag, 25.10.2016

CONMEBOL: Korruptionsskandal um US-Firma

CONMEBOL verklagt ISM auf 16,5 Millionen Euro

Die südamerikanische Fußball-Konföderation CONMEBOL hat die US-Sportmarketingfirma International Soccer Marketing Inc. (ISM) im Zuge des Korruptionsskandals auf 18 Millionen US-Dollar (16,5 Millionen Euro) Schadenersatz verklagt.

Das gab der Verband am Montag bekannt. CONMEBOL eröffnete den Prozess, um auch den Vertrag mit der Marketingfirma aufzulösen. ISM war exklusiv damit beauftragt, Sponsoren für das südamerikanische Champions-League-Pendant, die Copa Libertadores, zu akquirieren.

Der Fall kam ins Rollen, als ein ISM-Chef gegenüber amerikanischen Staatsanwälten zugegeben hatte, dass die Firma Bestechungsgeld an frühere CONMEBOL-Offizielle bezahlt hat, um die Exklusiv-Rechte am Management der Sponsorenverträge zu erhalten. Im Januar hatte der neugewählte CONMEBOL-Präsident Alejandro Dominguez angekündigt, Firmen zu verklagen, die von seinen korrupten Vorgängern profitiert haben.

Die drei früheren Amtsinhaber, der Uruguayer Eugenio Figueredo sowie die Paraguayer Juan Angel Napout und Nicolas Leoz, stehen unter Verdacht, Bestechungsgeld von Sportmarketingfirmen hinsichtlich der Vergabe von TV-Rechten für Fußball-Großereignisse angenommen zu haben.

Alle drei warten derzeit im Gefängnis auf ihren Prozess im Zuge des Korruptionsskandals. Seit Bekanntwerden des ganzen Ausmaßes des Skandals hat CONMEBOL alle Verträge, die von früheren Funktionären ausgehandelt wurden, auf den Prüfstand gestellt.


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