Donnerstag, 06.10.2016

RB Salzburg: Geschäftsführer Jochen Sauer im Interview

"Red Bull agiert nun als normaler Hauptsponsor"

Die zahlreichen Transfers von Red Bull Salzburg zu RB Leipzig sorgten zuletzt für einige Negativschlagzeilen. Jochen Sauer, Geschäftsführer in Salzburg spricht im Interview über die Zusammenarbeit mit Ralf Rangnick und Leipzig, den Abgang von Martin Hinteregger und über den Standort Österreich.

SPOX: Herr Sauer, Sie begannen Ihre Karriere um die Jahrtausendwende in der Bundesliga bei Dieter Hoeneß als Assistent. Wie war es für Sie im Schatten einer solch großen Persönlichkeit zu lernen?

Sauer: Es war eine spannende Phase. Zu dieser Zeit war neben dem Sportlichen vor allem das Thema Stadionumbau ein großes im politischen Berlin. Neuer Stadionmietvertrag, die Kirch-Pleite. Es war für mich sehr lehrreich und interessant, weil ich viele Dinge lernen konnte und auch mitbekommen habe, um was man sich bei einem Fußballverein alles kümmern musste.

SPOX: Wie bewerten Sie das Ende in Berlin? Der Brief der Geschäftsstelle gegen das eigene Präsidium über die Ausrichtung des Vereins wurde schließlich auch von Ihnen unterzeichnet und sorgte für reichlich Schlagzeilen.

Sauer: Es gab schlussendlich viele unterschiedliche Meinungen, wie der Verein wirtschaftlich, finanziell und sportlich aufgestellt sein muss. Wir waren damals nicht auf Rosen gebettet, aber sind in meiner letzten Saison Vierter geworden. Wir haben fast immer international gespielt. Dennoch gab es auch im Präsidium andere Auffassungen über die Ausrichtung des Vereins. Deswegen kam es zu diesem Konflikt. Ich denke der Weg, den wir über die Jahre eingeschlagen hatten, war gut und sportlich erfolgreich. Dennoch ist es dann auf höchster Ebene eskaliert und deswegen hat Dieter Hoeneß dann auch hingeschmissen.

SPOX: Und Sie flogen wenig später als enger Vertrauter.

Gescheiterte Bundesliga-Stars im Ausland erfolgreich
Immer mehr internationale Topstars zieht es in die Bundesliga. Doch nicht alle, die mal in Deutschlands Oberhaus kickten, machten sich dauerhaft einen Namen. Dafür klappte es im Ausland plötzlich wieder. Wir haben eine Übersicht
© getty
1/22
Immer mehr internationale Topstars zieht es in die Bundesliga. Doch nicht alle, die mal in Deutschlands Oberhaus kickten, machten sich dauerhaft einen Namen. Dafür klappte es im Ausland plötzlich wieder. Wir haben eine Übersicht
/de/sport/diashows/1610/Fussball/gescheiterte-bundesliga-stars-im-ausland/erfolgreiche-buli-profis-nach-wechsel.html
Arkadiusz Milik (SSC Neapel): Bei Bayer mit großen Hoffnungen als zweiter Lewandowski gehandelt, brachte auch eine Leihe beim FCA kein Glück. Erst bei Ajax gelang der Durchbruch. Die Folge: Neapel überwies diesen Sommer 32 Mio Euro
© getty
2/22
Arkadiusz Milik (SSC Neapel): Bei Bayer mit großen Hoffnungen als zweiter Lewandowski gehandelt, brachte auch eine Leihe beim FCA kein Glück. Erst bei Ajax gelang der Durchbruch. Die Folge: Neapel überwies diesen Sommer 32 Mio Euro
/de/sport/diashows/1610/Fussball/gescheiterte-bundesliga-stars-im-ausland/erfolgreiche-buli-profis-nach-wechsel,seite=2.html
Luuk de Jong (PSV Eindhoven): Reus weg, wer sorgt nun für die Tore? Diese Frage stellte sich Mönchengladbach anno 2012. Luuk de Jong war es schon mal nicht, trotz 12 Mio Ablöse. Dafür schießt er mittlerweile für die PSV die Eredivisie kurz und klein
© getty
3/22
Luuk de Jong (PSV Eindhoven): Reus weg, wer sorgt nun für die Tore? Diese Frage stellte sich Mönchengladbach anno 2012. Luuk de Jong war es schon mal nicht, trotz 12 Mio Ablöse. Dafür schießt er mittlerweile für die PSV die Eredivisie kurz und klein
/de/sport/diashows/1610/Fussball/gescheiterte-bundesliga-stars-im-ausland/erfolgreiche-buli-profis-nach-wechsel,seite=3.html
Marko Arnautovic (Stoke City): So wirklich warm wurden Werder und der extrovertierte Österreicher nie. Dafür klappt's bei Stoke City umso besser. Alleine letztes Jahr gab's 11 Treffer bei 6 Assists in der Premier League
© getty
4/22
Marko Arnautovic (Stoke City): So wirklich warm wurden Werder und der extrovertierte Österreicher nie. Dafür klappt's bei Stoke City umso besser. Alleine letztes Jahr gab's 11 Treffer bei 6 Assists in der Premier League
/de/sport/diashows/1610/Fussball/gescheiterte-bundesliga-stars-im-ausland/erfolgreiche-buli-profis-nach-wechsel,seite=4.html
Oriol Romeu (FC Southampton): Vom 'kleinen Busquets' erhoffte sich der VfB Stuttgart im Jahr 2014 ein Upgrade im zentralen Mittelfeld. Doch Romeu wirkte notorisch überfordert. Beim FC Southampton mauserte sich der Ex-Barca-Kicker dagegen zum Stammspieler
© getty
5/22
Oriol Romeu (FC Southampton): Vom 'kleinen Busquets' erhoffte sich der VfB Stuttgart im Jahr 2014 ein Upgrade im zentralen Mittelfeld. Doch Romeu wirkte notorisch überfordert. Beim FC Southampton mauserte sich der Ex-Barca-Kicker dagegen zum Stammspieler
/de/sport/diashows/1610/Fussball/gescheiterte-bundesliga-stars-im-ausland/erfolgreiche-buli-profis-nach-wechsel,seite=5.html
Teemu Pukki (Bröndby IF): In Finnland als großes Talent gehandelt, nervte Pukki die Schalker in der Europa League. Königsblau schlug zu, doch die Explosion blieb aus. Dafür freut sich Bröndby in dieser Saison über 15 Treffer in 19 Pflichtspielen
© getty
6/22
Teemu Pukki (Bröndby IF): In Finnland als großes Talent gehandelt, nervte Pukki die Schalker in der Europa League. Königsblau schlug zu, doch die Explosion blieb aus. Dafür freut sich Bröndby in dieser Saison über 15 Treffer in 19 Pflichtspielen
/de/sport/diashows/1610/Fussball/gescheiterte-bundesliga-stars-im-ausland/erfolgreiche-buli-profis-nach-wechsel,seite=6.html
Pierre-Emile Höjbjerg (FC Southampton): Er sollte das nächste große Ding werden, doch Höjbjerg fasste selbst nach einem Wechsel zu S04 nie richtig Fuß in der Bundesliga. Die Saints überwiesen dem FCB dennoch 15 Mio Euro und bekamen einen Stammspieler
© getty
7/22
Pierre-Emile Höjbjerg (FC Southampton): Er sollte das nächste große Ding werden, doch Höjbjerg fasste selbst nach einem Wechsel zu S04 nie richtig Fuß in der Bundesliga. Die Saints überwiesen dem FCB dennoch 15 Mio Euro und bekamen einen Stammspieler
/de/sport/diashows/1610/Fussball/gescheiterte-bundesliga-stars-im-ausland/erfolgreiche-buli-profis-nach-wechsel,seite=7.html
Milan Badelj (AC Florenz): Irgendwann verlor der HSV die Geduld mit dem Kroaten und freute sich schließlich über ein 4-Mio-Euro-Angebot der Fiorentina. Doof nur, dass Mittelfeldspieler dort erst richtig aufdrehte
© getty
8/22
Milan Badelj (AC Florenz): Irgendwann verlor der HSV die Geduld mit dem Kroaten und freute sich schließlich über ein 4-Mio-Euro-Angebot der Fiorentina. Doof nur, dass Mittelfeldspieler dort erst richtig aufdrehte
/de/sport/diashows/1610/Fussball/gescheiterte-bundesliga-stars-im-ausland/erfolgreiche-buli-profis-nach-wechsel,seite=8.html
Eren Derdiyok (Galatasaray): Leverkusen, Hoffenheim, Kasimpasa. Liest sich wie die Abfolge sportlicher Rückschritte, doch in der Türkei klappte es schließlich, sodass der Schweizer nun für Gala auf Torejagd gehen darf. Die Bilanz: 7 Spiele, 5 Tore.
© getty
9/22
Eren Derdiyok (Galatasaray): Leverkusen, Hoffenheim, Kasimpasa. Liest sich wie die Abfolge sportlicher Rückschritte, doch in der Türkei klappte es schließlich, sodass der Schweizer nun für Gala auf Torejagd gehen darf. Die Bilanz: 7 Spiele, 5 Tore.
/de/sport/diashows/1610/Fussball/gescheiterte-bundesliga-stars-im-ausland/erfolgreiche-buli-profis-nach-wechsel,seite=9.html
Eljero Elia (Feyenorrd Rotterdam): Dass der Flügelflitzer kicken kann, daran bestand nie ein Zweifel. Nur die nötige Ernsthaftigkeit ging dem heute 29-Jährigen gerne ab. Bei Feyenoord ist das anders, obwohl auch dort Verletzungen nicht ausbleiben
© getty
10/22
Eljero Elia (Feyenorrd Rotterdam): Dass der Flügelflitzer kicken kann, daran bestand nie ein Zweifel. Nur die nötige Ernsthaftigkeit ging dem heute 29-Jährigen gerne ab. Bei Feyenoord ist das anders, obwohl auch dort Verletzungen nicht ausbleiben
/de/sport/diashows/1610/Fussball/gescheiterte-bundesliga-stars-im-ausland/erfolgreiche-buli-profis-nach-wechsel,seite=10.html
Fagner (Corinthians): Der Rechtsverteidiger war im Zuge des zweiten Magath-Engagements zu den Wölfen gewechselt. Fand in einem aufgeblähten Kader kaum statt. Bei Corinthians blühte er auf, wurde Kapitän, Meister und zweimal in die Elf der Saison gewählt
© getty
11/22
Fagner (Corinthians): Der Rechtsverteidiger war im Zuge des zweiten Magath-Engagements zu den Wölfen gewechselt. Fand in einem aufgeblähten Kader kaum statt. Bei Corinthians blühte er auf, wurde Kapitän, Meister und zweimal in die Elf der Saison gewählt
/de/sport/diashows/1610/Fussball/gescheiterte-bundesliga-stars-im-ausland/erfolgreiche-buli-profis-nach-wechsel,seite=11.html
Kevin-Prince Boateng (UD Las Palmas): Spätestens nach dem Schalke-Fiasko hatte Boateng in der Bundesliga keine Zukunft mehr. Egal, denn dafür spielt er nun bei Las Palmas groß auf. Der Lohn: aufkommende Gerüchte über namhafte Interessenten
© getty
12/22
Kevin-Prince Boateng (UD Las Palmas): Spätestens nach dem Schalke-Fiasko hatte Boateng in der Bundesliga keine Zukunft mehr. Egal, denn dafür spielt er nun bei Las Palmas groß auf. Der Lohn: aufkommende Gerüchte über namhafte Interessenten
/de/sport/diashows/1610/Fussball/gescheiterte-bundesliga-stars-im-ausland/erfolgreiche-buli-profis-nach-wechsel,seite=12.html
Marcus Berg (Panathinaikos): Torschützenkönig mit sieben Treffern bei der U21-EM, 32 Tore für Groningen, nur beim HSV wollte es nicht klappen. Dafür bei Panathinaikos, das bisher in 117 Spielen, 71 Treffer vom Schweden bekam
© getty
13/22
Marcus Berg (Panathinaikos): Torschützenkönig mit sieben Treffern bei der U21-EM, 32 Tore für Groningen, nur beim HSV wollte es nicht klappen. Dafür bei Panathinaikos, das bisher in 117 Spielen, 71 Treffer vom Schweden bekam
/de/sport/diashows/1610/Fussball/gescheiterte-bundesliga-stars-im-ausland/erfolgreiche-buli-profis-nach-wechsel,seite=13.html
Adam Hlousek (Legia Warschau): Ungern erinnern sich die Fans des VfB an Verteidiger Adam Hlousek und rieben sich diese Saison kräftig die Augen: Legia Warschau mit Stammspieler Hlousek in der CL-Gruppenphase. Sachen gibt's...
© getty
14/22
Adam Hlousek (Legia Warschau): Ungern erinnern sich die Fans des VfB an Verteidiger Adam Hlousek und rieben sich diese Saison kräftig die Augen: Legia Warschau mit Stammspieler Hlousek in der CL-Gruppenphase. Sachen gibt's...
/de/sport/diashows/1610/Fussball/gescheiterte-bundesliga-stars-im-ausland/erfolgreiche-buli-profis-nach-wechsel,seite=14.html
Valon Behrami (FC Watford): "Sein Engagement beim HSV war in der zweiten Hälfte einfach unglücklich", erklärte Ex-Trainer Labbadia und verschiffte ihn zu Watford. Dort spricht man nur in höchsten Tönen vom Schweizer
© getty
15/22
Valon Behrami (FC Watford): "Sein Engagement beim HSV war in der zweiten Hälfte einfach unglücklich", erklärte Ex-Trainer Labbadia und verschiffte ihn zu Watford. Dort spricht man nur in höchsten Tönen vom Schweizer
/de/sport/diashows/1610/Fussball/gescheiterte-bundesliga-stars-im-ausland/erfolgreiche-buli-profis-nach-wechsel,seite=15.html
Ivan Rakitic (FC Barcelona): Er war kommender Star und Schalker Hoffnungsträger in Personalunion. Er ging als Spieler, an dessen endgültigem Durchbruch gezweifelt wurde. Nach Titeln bei Sevilla und Barca erfüllten sich aber alle Hoffnungen
© getty
16/22
Ivan Rakitic (FC Barcelona): Er war kommender Star und Schalker Hoffnungsträger in Personalunion. Er ging als Spieler, an dessen endgültigem Durchbruch gezweifelt wurde. Nach Titeln bei Sevilla und Barca erfüllten sich aber alle Hoffnungen
/de/sport/diashows/1610/Fussball/gescheiterte-bundesliga-stars-im-ausland/erfolgreiche-buli-profis-nach-wechsel,seite=16.html
Caio (Grashopper Zürich): "Ein teures Missverständnis", textete die Frankfurter Rundschau über den 3,8-Mio-Mann. Mittlerweile liegen ihm die Schweizer Super League und die Grasshoppers-Fans zu Füßen
© getty
17/22
Caio (Grashopper Zürich): "Ein teures Missverständnis", textete die Frankfurter Rundschau über den 3,8-Mio-Mann. Mittlerweile liegen ihm die Schweizer Super League und die Grasshoppers-Fans zu Füßen
/de/sport/diashows/1610/Fussball/gescheiterte-bundesliga-stars-im-ausland/erfolgreiche-buli-profis-nach-wechsel,seite=17.html
Tolgay Arslan (Besiktas): Auch Arslan war Opfer des Hamburger Personalverschleiß' und hatte irgendwann die Schnauze voll. Bei Besiktas gab's einen Stammplatz, einen Kreuzbandriss, die Meisterschaft, einen Stammplatz
© getty
18/22
Tolgay Arslan (Besiktas): Auch Arslan war Opfer des Hamburger Personalverschleiß' und hatte irgendwann die Schnauze voll. Bei Besiktas gab's einen Stammplatz, einen Kreuzbandriss, die Meisterschaft, einen Stammplatz
/de/sport/diashows/1610/Fussball/gescheiterte-bundesliga-stars-im-ausland/erfolgreiche-buli-profis-nach-wechsel,seite=18.html
Aymen Abdennour (FC Valencia): 2010 fragte sich ganz Bremen: "Wo ist das Händchen von Allofs hin?" Abdennour wirkte völlig überfordert. Der Tunesier mauserte sich in der Ligue 1 und wechselte über Monaco nach Valencia direkt in die Startelf
© getty
19/22
Aymen Abdennour (FC Valencia): 2010 fragte sich ganz Bremen: "Wo ist das Händchen von Allofs hin?" Abdennour wirkte völlig überfordert. Der Tunesier mauserte sich in der Ligue 1 und wechselte über Monaco nach Valencia direkt in die Startelf
/de/sport/diashows/1610/Fussball/gescheiterte-bundesliga-stars-im-ausland/erfolgreiche-buli-profis-nach-wechsel,seite=19.html
Carlos Gruezo (FC Dallas): Ja, es ist "nur" die MLS, aber Gruezo ist der Fixpunkt des FC-Dallas-Mittelfeld. Sogar einen Titel gab es in den USA bereits für den früheren Stuttgarter
© getty
20/22
Carlos Gruezo (FC Dallas): Ja, es ist "nur" die MLS, aber Gruezo ist der Fixpunkt des FC-Dallas-Mittelfeld. Sogar einen Titel gab es in den USA bereits für den früheren Stuttgarter
/de/sport/diashows/1610/Fussball/gescheiterte-bundesliga-stars-im-ausland/erfolgreiche-buli-profis-nach-wechsel,seite=20.html
Ciro Immobile (Lazio Rom): Ohne Essenseinladung wechselte der angedachte Lewandowski-Nachfolger vom BVB zu Sevilla. Allerdings erst in der Heimat fand der Italiener wieder das Tor. Wurde diesen Sommer erfolgreich als Klose-Nachfolger bei Lazio installiert
© getty
21/22
Ciro Immobile (Lazio Rom): Ohne Essenseinladung wechselte der angedachte Lewandowski-Nachfolger vom BVB zu Sevilla. Allerdings erst in der Heimat fand der Italiener wieder das Tor. Wurde diesen Sommer erfolgreich als Klose-Nachfolger bei Lazio installiert
/de/sport/diashows/1610/Fussball/gescheiterte-bundesliga-stars-im-ausland/erfolgreiche-buli-profis-nach-wechsel,seite=21.html
Francis Coquelin (FC Arsenal): Arsenal hatte den verletzungsanfälligen Franzosen eigentlich schon aufgegeben, da er selbst bei Freiburg zumeist nur auf der Tribüne saß. Dann fiel die gesamte Arsenal-Zentrale aus und Coquelin ergriff seine letzte Chance
© getty
22/22
Francis Coquelin (FC Arsenal): Arsenal hatte den verletzungsanfälligen Franzosen eigentlich schon aufgegeben, da er selbst bei Freiburg zumeist nur auf der Tribüne saß. Dann fiel die gesamte Arsenal-Zentrale aus und Coquelin ergriff seine letzte Chance
/de/sport/diashows/1610/Fussball/gescheiterte-bundesliga-stars-im-ausland/erfolgreiche-buli-profis-nach-wechsel,seite=22.html
 

Sauer: Es gab eine Richtungsentscheidung. Ich habe mich klar positioniert und das hat dann dazu geführt, dass man sich vernünftigerweise trennt. Sportlich ging es danach für Hertha in eine andere Richtung, weswegen ich denke, dass unser Ansatz nicht ganz falsch war.

SPOX: Dieter Hoeneß wurde dann Boss in Wolfsburg und Sie folgten ihm wieder.

Sauer: Die Position war dort für mich eine ähnliche. Wir haben viel umstrukturiert, was Volkswagen und der VfL auch wollten, weil bei Felix Magath natürlich viel auf eine Person zugeschnitten war. Wir haben neue Leute geholt und die Kompetenzen wieder mehr verteilt.

SPOX: Dennoch kehrte Magath wieder nach Wolfsburg zurück. Hat sich dadurch viel für Sie verändert?

Sauer: Nein, überhaupt nicht. Die Zusammenarbeit lief absolut vertrauensvoll und reibungslos. Geändert hatte sich nur, dass er Trainer und Sportvorstand in Personalunion war und ich nur noch einen Ansprechpartner im sportlichen Bereich hatte. Ich habe aber auch mehr Verantwortung bekommen, da Felix Magath natürlich durch den Trainerjob weniger Zeit für die Managementaufgaben hatte.

SPOX: Wie bewerten Sie ein solches Modell? Ist es sinnvoller, wenn der Trainer gleichzeitig auch als Manager agiert?

Sauer: Es gibt sicherlich Vor- und Nachteile. Heutzutage bleibt ein Trainer im Schnitt vielleicht eineinhalb bis zwei Jahre. Dann wäre es schwierig, wenn ich gleichzeitig auch die sportliche Verantwortung verliere. Ein Verein braucht schließlich eine mittelfristige Planung und ein Sportdirektor muss Entscheidungen für die Zukunft treffen, die über diese zwei Jahre hinausgehen. Sonst kommt keine Kontinuität in den Verein.

SPOX: Allerdings haben Sie nach zwei Jahren ein Angebot von Ralf Rangnick bekommen. Wie kam der Kontakt zustande?

Sauer: Ich kannte Ralf Rangnick schon recht lange, weil er auch ein begehrter Trainer war. Ich hatte gerade Urlaub und er wollte mich für Red Bull gewinnen.

SPOX: War es da klar, ob Sie in Salzburg oder Leipzig arbeiten?

Sauer: Ralf Rangnick wollte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr Trainer sein und die Position als Sportdirektor hatte er bis dahin nicht bekleidet. Er hat mich gefragt, ob ich ihn da unterstützen könnte. Ich bin dann zu Felix Magath gegangen und habe ihm erklärt, dass es für mich eine Chance ist, eine Position mit mehr Verantwortung zu übernehmen. Er wollte mich erst nicht gehen lassen, aber wir haben uns dann darauf geeinigt, dass ich die Transferperiode im Sommer 2012 zu Ende führe und dann zum 1. September offiziell nach Salzburg gehe.

SPOX: An den Transfers von Sadio Mane und Kevin Kampl waren Sie aber dennoch schon beteiligt.

Sauer: Richtig, ich habe mein Büro schon ein paar Tage zuvor bezogen und dabei diese Transfers auch noch schnell mitumgesetzt.

SPOX: Es war absehbar, dass sich Rangnick früher oder später voll auf Leipzig konzentrieren würde. Wurde Ihnen dabei versichert, dass Sie dann sein Nachfolger in Salzburg werden würden?

Sauer: Das hat sich dann so entwickelt und wir hatten dies auch noch gar nicht besprochen. Es musste relativ schnell gehen. Red Bull Salzburg war damals bereits wieder in der Saison und die internationalen Spiele standen an.

SPOX: Rangnick wechselte 2014 nach Leipzig. Wie kann man sich die Zusammenarbeit zwischen Ihnen heute vorstellen?

Sauer: Der Austausch zwischen mir, Ralf Rangnick und auch Christoph Freund (Sportlicher Leiter in Salzburg, Anm. d. Red.) ist natürlich auch durch die Vergangenheit ein guter und vertrauensvoller. Wir tauschen uns da über viele verschiedene Themen aus. Das ist völlig normal. Aber: Red Bull Salzburg und RB Leipzig machen ihre Planungen grundsätzlich unabhängig.

SPOX: Dennoch tauschen Sie sich Woche für Woche miteinander aus? Das ist doch ein Vorteil zwecks möglicher Transfers.

Sauer: Nein, überhaupt nicht. Da gibt es keinen bestimmten Rhythmus. Wir haben natürlich regelmäßig Kontakt, aber das variiert. Manchmal hört man einen ganzen Monat nichts voneinander. Aber klar ist auch, wenn RB Leipzig einen interessanten Spieler sucht, dann laufen die Gespräche nicht viel anders ab, als mit einem anderen Verein.

SPOX: Aber Sie müssen zugeben, dass die Leitung nach Leipzig kürzer ist als zu anderen Klubs.

Sauer: Natürlich laufen diese Gespräche zwischen Ralf Rangnick und mir sehr direkt ab.

Seite 1: Sauer über Lehrjahre bei Dieter Hoeneß, Magath und die Zusammenarbeit mit Rangnick

Seite 2: Sauer über Transfers mit Leipzig, Kritik aus den eigenen Reihen und seine Zukunft

Interview: Robert Arndt

Diskutieren Drucken Startseite
ENG
SPA
ITA
FRA
TUR

Premier League, 15. Spieltag

Primera Division, 15. Spieltag

Serie A, 16. Spieltag

Ligue 1, 17. Spieltag

Süper Lig, 14. Spieltag


www.performgroup.com

Copyright © 2016 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.