Reformen und Demokratisierung in die FIFA

Infantino will es "der Welt zeigen"

SID
Freitag, 13.05.2016 | 10:03 Uhr
Gianni Infantino folgte Sepp Blatter als FIFA-Chef nach
© getty
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Zum Auftakt des 66. Kongresses hat FIFA-Präsident Gianni Infantino die enorme Bedeutung des Reformpakets betont und die Fußball-Verbände zum Handeln aufgefordert.

Der 13. Mai in Mexiko-Stadt werde "der Tag, an dem wir der Welt zeigen, dass wir es ernst meinen mit den Reformen, der Demokratisierung und insbesondere der Entwicklung des Fußballs", sagte Infantino am Donnerstagabend im Auditorio Nacional der Millionen-Metropole.

Der FIFA-Kongress tagt am Freitag im Centro Banamex - das Ende Februar verabschiedete Reformpaket beherrscht dabei die Agenda. "Es ist unsere Aufgabe, den Fußball zurück zur FIFA und die FIFA zurück zum Fußball zu bringen", wiederholte Infantino während seiner Eröffnungsansprache. Die Zeremonie im Anschluss stand ganz im Zeichen des Gastgebers: Angefangen mit fußballspielenden Maya-Göttern wurden sechs verschiedene Showacts vorgetragen.

Zudem präsentierte Infantino den Delegierten und geladenen Gästen das von ihm ins Leben gerufene Legenden-Team. Die früheren Weltstars wie Luis Figo (Portugal), Fabio Cannavaro (Italien) und Marcel Desailly (Frankreich) sollen die FIFA künftig beraten. Aus Deutschland gehört Ex-Weltmeisterin Renate Lingor der "Denkfabrik" an, die laut Infantino "Teil des FIFA-Alltags" werden wird.

WM 2026 in Mexiko?

"Wir müssen uns in den Fußball verlieben", sagte der Schweizer, der sich deutlich kürzer fasste als sein Vorgänger Joseph S. Blatter. In der "Nacht zum Feiern" zogen die Delegierten anschließend weiter zum Bankett im Reitsportzentrum Campo Marte.

Der Bürgermeister von Mexiko-Stadt, Miguel Angel Mancera, nutzte die Gelegenheit der Eröffnungszeremonie, um für sein Land als WM-Gastgeber zu werben. "Ich hoffe, dass die FIFA im Jahr 2026 noch einmal wiederkommt", sagte er: "Mexiko soll noch einmal die Weltmeisterschaft austragen." Mexiko war 1970 und 1986 WM-Gastgeber.

Vergeben wird die Endrunde 2026 erst 2020, das hatte das neue FIFA-Council bereits zu Beginn der Kongress-Woche in Mexiko beschlossen. Noch abgestimmt wird am Freitag unter anderem über das überarbeitete Budget für die Finanzperiode 2015 bis 2018, welches das Milliarden-Geschenk für die Verbände enthält, sowie über die Aufnahmeanträge des Kosovo und von Gibraltar.

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