Auferstanden aus Ruinen?

"Neue" FIFA tagt in Mexiko-Stadt

SID
Montag, 09.05.2016 | 10:45 Uhr
Die FIFA war lange Zeit nur wegen des Korruptionsskandals in den Schalgzeilen
© getty
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In Mexiko-Stadt will die FIFA den zweiten großen Schritt aus der Krise gehen - vieles ist aber noch Stückwerk. Gianni Infantino glaubt aber an eine neue Ära.

Überall in Mexiko-Stadt sind die Spuren der Vergangenheit zu sehen. Dort, wo sich die "neue" FIFA zu ihrem 66. Kongress trifft, stand vor Jahrhunderten die sagenumwobene Hauptstadt Tenochtitlan - die neue, heute florierende Metropole wurde einfach auf den Ruinen des untergegangenen Aztekenreichs erbaut. Für den Fußball-Weltverband ist das knapp ein Jahr nach der Implosion die perfekte Vorlage. Vieles ist aber noch Stückwerk.

"Wir stehen am Beginn einer neuen, aufregenden Ära für die FIFA und den Fußball", sagte FIFA-Präsident Gianni Infantio (45) - so oder so ähnlich sehr oft in den vergangenen Wochen: "Wir können das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit zurückgewinnen, unsere Führung stärken und in der FIFA eine neue Kultur schaffen."

FIFA-Council trifft sich erstmals

Zu Beginn der großen Kongress-Woche trifft sich erstmals das neue FIFA-Council, der Rat der Fußballweisen, der die Strategie der FIFA künftig lenken soll. Im edlen Fünf-Sterne-Hotel InterContinental Presidente wird bei der bis Dienstagmittag andauernden Sitzung vom Neubeginn aber noch wenig zu spüren sein.

Noch setzt sich das FIFA-Council aus dem alten Exekutivkomitee zusammen, also aus den teilweise berüchtigten Herren, die den Weltverband in die Krise steuerten. Der frühere DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (65), gegen den die FIFA-Ethikkommission wegen der WM-Affäre 2006 ermittelt, kam erst im vergangenen Mai dazu - als die "alte" FIFA unter Ex-Präsident Joseph S. Blatter (80) gerade angefangen hatte, unterzugehen.

Dass für die Alteingesessenen nicht der durch das große Reformpaket für neue Council-Mitglieder vorgeschriebene Integritätscheck durchgeführt wird, war einer der größten Kritikpunkte nach dem Außerordentlichen Kongress Ende Februar. Die neuen Ratsmitglieder müssen erst bis zum 30. September von den Konföderationen entsandt werden, die wirklich neue, größere und mit mehr weiblichen Mitgliedern besetzte FIFA-Führung tagt dann im Oktober.

Neuer Generalsekretär im Sommer

Früher, aber auch noch nicht pünktlich zur großen Versammlung der 209 Mitgliedsverbände (12. und 13. Mai), bei der es auch um sehr viel Geld geht, wird Infantino den neuen Generalsekretär vorschlagen, der laut der Reformen der mächtigste Mann im Weltverband wird. "Ein paar Namen" habe Infantino im Kopf, "bis Sommer" soll der FIFA-General dann ernannt werden.

Klarheit soll in Mexiko über die Zusammensetzung der größtenteils unabhängigen "Supervisor" in der Audit- und Compliance- sowie der Governance-Kommission geschaffen werden. Die Mitglieder wählt der Kongress. Entschieden wird auch über den Aufnahmeantrag des Kosovo, der jüngst 55. Mitglied der Europäischen Fußball-Union (UEFA) wurde.

"Ich bin entschlossen, die Reformen schnellstmöglich umzusetzen und die Zukunft unserer Organisation zu sichern, damit wir uns wieder voll auf den Fußball konzentrieren können", sagte Infantino. Allerdings werfen die nächsten Brennpunkte ihren Schatten voraus.

Confed-Cup als Generalprobe

Schon im kommenden Jahr steigt der Confed-Cup, die Generalprobe für die umstrittene WM 2018 in Russland. In dem Riesenreich musste der mächtige Sportminister Witali Mutko (Mitglied des FIFA-Council) gerade erneut schwere Dopingvorwürfe dementieren. Vier Jahre später muss die FIFA mit ihrem Milliarden-Aushängeschild nach Katar - alles entschieden vom "alten" Exko, das der "neuen" FIFA damit zentnerschweren Ballast auf die Schultern geladen hat.

Für den neuen DFB-Präsidenten Reinhard Grindel (54) beginnt die Mexiko-Woche mit einer Reise in die Vergangenheit. Die Delegation des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) begeht zum 30-jährigen Jubiläum der Mexiko-Hilfe, die während der WM 1986 gestartet wurde, eine Inspektionsreise des Projektes, durch das bislang weit mehr als fünf Millionen Euro Unterstützungsgelder in die Kinder- und Waisenbetreuung geflossen sind.

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