Mittwoch, 11.05.2016

Raimunt Zieler im Interview

"Angst zu versagen ist stark verankert"

Im Rheinland war Raimunt Zieler begehrter Jugendcoach - ein überraschendes Jobangebot später ist der Weltmeister-Papa dabei, den Fußball in Chinas autonomer Region der Inneren Mongolei in einem Pilotprojekt der Regierung als Verbandstrainer auf Vordermann bringen. Der Auswanderer über den Bürokratie- und Behördenwahnsinn in China, mangelhaftes Training in einem infrastrukturellen Paradies - und Chinas langen Weg in die Weltspitze.

Raimunt Zieler bei der Jugendarbeit
© Raimunt Zieler
Raimunt Zieler bei der Jugendarbeit
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com

SPOX: Herr Zieler, wie um alles in der Welt landet man in der Inneren Mongolei?

Raimunt Zieler: (lacht) Das ist, wie so vieles im Fußball, dem Zufall geschuldet. Es gab in meinem Umfeld eine Person, die seit Jahren berufliche Kontakte nach China pflegte, wenn auch eher im Business-Bereich. Als derjenige eine Anfrage aus China in Sachen Fußball bekam, wandte er sich an den Fußball-Verband Mittelrhein - und dort vermittelte man meinen Kontakt.

SPOX: "Hallo Herr Zieler, bitte kommen sie schnellstmöglich nach China, wir brauchen Sie"?

Zieler: Zunächst ging es nur um Trainingslager für chinesische Teams, die in Deutschland stattfinden sollten. Aber irgendwann kam tatsächlich die Frage, ob ich mir vorstellen könnte, nach China zu gehen. So kam das Ganze ins Rollen.

Evergrande-Sportdirektor Marco Pezzaiuoli im Interview

SPOX: Und für Sie stand sofort fest, dass das ein Abenteuer ist, das Sie antreten werden?

Zieler: Am Anfang konnte ich ehrlich gesagt gar nichts mit dem Projekt anfangen und wusste in keinster Weise, was mich erwarten würde. Ich habe dann im August vergangenen Jahres einen Schnupper-Besuch gemacht, um Projekt, Leute und die Hauptstadt der Inneren Mongolei Hohhot kennenzulernen. Danach war klar: Das kann ich mir sehr gut vorstellen!

SPOX: Im Oktober 2015 sind Sie ausgewandert und haben dann offiziell Ihren Posten als Verbandstrainer der Inneren Mongolei angetreten.

Zieler: Das war anfangs nicht einfach, weil ich seit zwölf Jahren in einer glücklichen Beziehung bin. Die dreieinhalb Wochen Heimaturlaub im Februar, die ich gemacht habe, waren bislang die einzige Zeit, in der ich meine Familie und Freunde besuchen konnte. Ansonsten skypet man, schreibt sich oder telefoniert.

SPOX: Aus Sicht der Arbeit: Wie bereitet man sich auf einen solchen Kulturschock vor?

Zieler: Neben massenweise Informationen, die man sich aus dem Internet zieht, hat der kurze Vorab-Aufenthalt in China sehr geholfen. Da konnte ich vieles schon im Detail kennenlernen - die handelnden Personen, die Infrastruktur, das Projekt oder auch die Küche. Jobtechnisch, als Fußballtrainer, wusste ich ja sehr genau, was auf mich zukommt. In Bezug auf die sportliche Herausforderung war es deshalb nicht das "große Abenteuer".

SPOX: Wie sieht es mit der Verständigung aus?

Chinas Top-Transfers: Diese Spieler sorgen für einen neuen Rekord
Am Dienstag endete in China die Transferperiode. Die chinesischen Fußball-Klubs gaben im Januar-Februar-Transferfenster 388 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.com) aus. SPOX verschafft einen Überblick über die teuersten Wechsel
© getty
1/30
Am Dienstag endete in China die Transferperiode. Die chinesischen Fußball-Klubs gaben im Januar-Februar-Transferfenster 388 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.com) aus. SPOX verschafft einen Überblick über die teuersten Wechsel
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga.html
Immer noch unfassbar! Chelseas Oscar wechselt für rund 71 Millionen Euro zu Shanghai SIPG und ist damit der teuerste Europa-Export nach China. Angeblich soll er solide 415.000 Euro verdienen. Wöchentlich. Netto
© getty
2/30
Immer noch unfassbar! Chelseas Oscar wechselt für rund 71 Millionen Euro zu Shanghai SIPG und ist damit der teuerste Europa-Export nach China. Angeblich soll er solide 415.000 Euro verdienen. Wöchentlich. Netto
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=2.html
Odion Ighalo zog es Ende Januar für 23,3 Millionen Euro vom FC Watford zu CC Yatai. Aber klar, wer es in der abgelaufenen Saison in 18 Spielen zu einem Treffer geschafft hat, ist über 20 Millionen wert
© getty
3/30
Odion Ighalo zog es Ende Januar für 23,3 Millionen Euro vom FC Watford zu CC Yatai. Aber klar, wer es in der abgelaufenen Saison in 18 Spielen zu einem Treffer geschafft hat, ist über 20 Millionen wert
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=3.html
St. Petersburgs Axel Witsel bestätigte Anfang des Jahres seinen Wechsel zu Shanghai SIPG. Juventus war damit aus dem Rennen. Ablöse: 20 Millionen Euro
© getty
4/30
St. Petersburgs Axel Witsel bestätigte Anfang des Jahres seinen Wechsel zu Shanghai SIPG. Juventus war damit aus dem Rennen. Ablöse: 20 Millionen Euro
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=4.html
Und ihn hier hat es auch nach China verschlagen: Alexandre Pato. Der Brasilianer wechselte Ende Januar für 18 Millionen Euro von Villarreal zu TJ Quanjian
© getty
5/30
Und ihn hier hat es auch nach China verschlagen: Alexandre Pato. Der Brasilianer wechselte Ende Januar für 18 Millionen Euro von Villarreal zu TJ Quanjian
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=5.html
TJ Teda investierte runde 12 Millionen Euro in Brown Ideye (zuvor: Olympiakos Piräus)
© getty
6/30
TJ Teda investierte runde 12 Millionen Euro in Brown Ideye (zuvor: Olympiakos Piräus)
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=6.html
In Argentinien hat Carlos Tevez genug Wappen geküsst. Er wechselt für 10,5 Millionen Euro zu Shanghai Greenland Shenhua. Offenbar verdient er bis zu 750.000 Euro in der Woche. Tevez ist damit wohl der bestbezahlte Fußballer der Welt
© getty
7/30
In Argentinien hat Carlos Tevez genug Wappen geküsst. Er wechselt für 10,5 Millionen Euro zu Shanghai Greenland Shenhua. Offenbar verdient er bis zu 750.000 Euro in der Woche. Tevez ist damit wohl der bestbezahlte Fußballer der Welt
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=7.html
Der ehemalige Vallecano-Profi Chengdong Zhang schaffte kürzlich den Sprung von BJ Sinobo Guoan zu HB CFFC. Sein neuer Arbeitgeber blätterte Mitte Januar 2017 mal eben 20,44 Millionen Euro auf den Tisch
© getty
8/30
Der ehemalige Vallecano-Profi Chengdong Zhang schaffte kürzlich den Sprung von BJ Sinobo Guoan zu HB CFFC. Sein neuer Arbeitgeber blätterte Mitte Januar 2017 mal eben 20,44 Millionen Euro auf den Tisch
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=8.html
Auch Yongpo Wang (l.) hat seinen Beitrag zum Rekord geleistet: TJ Quanjian überwies 12,44 Millionen Euro für den Mittelfeldspieler
© getty
9/30
Auch Yongpo Wang (l.) hat seinen Beitrag zum Rekord geleistet: TJ Quanjian überwies 12,44 Millionen Euro für den Mittelfeldspieler
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=9.html
Na, das ist doch mal wieder ein bekanntes Gesicht: Für geschmeidige 12 Millionen Euro hat sich Chongqing Dangdai Lifan den ehemaligen BVB-Stürmer Adrian Ramos geangelt. Allerdings spielt Ramos noch ein halbes Jahr für Granada, ehe es nach China geht
© getty
10/30
Na, das ist doch mal wieder ein bekanntes Gesicht: Für geschmeidige 12 Millionen Euro hat sich Chongqing Dangdai Lifan den ehemaligen BVB-Stürmer Adrian Ramos geangelt. Allerdings spielt Ramos noch ein halbes Jahr für Granada, ehe es nach China geht
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=10.html
Kleinvieh macht auch Mist: CC Yati schnappte sich Eintrachts Szabolcs Huszti für eine Million Euro. Lächerlich!
© getty
11/30
Kleinvieh macht auch Mist: CC Yati schnappte sich Eintrachts Szabolcs Huszti für eine Million Euro. Lächerlich!
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=11.html
Die Liste ist lang und scheinbar unendlich. Stellvertretend wird noch Cui Min genannt. Warum? Den verpflichtete YB Funde eins für 175.000 Euro und verkaufte ihn für 11,5 Millionen Euro weiter an SZ FC - clever!
© getty
12/30
Die Liste ist lang und scheinbar unendlich. Stellvertretend wird noch Cui Min genannt. Warum? Den verpflichtete YB Funde eins für 175.000 Euro und verkaufte ihn für 11,5 Millionen Euro weiter an SZ FC - clever!
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=12.html
Aber bereits vor dieser Transferphase haben die chinesischen Klubs im großen Stil zugeschlagen und sich auch in der Bundesliga bedient. Werder-Reservist Assani Lukimya schloss sich für zwei Millionen Ablöse dem Liaoning FC an
© getty
13/30
Aber bereits vor dieser Transferphase haben die chinesischen Klubs im großen Stil zugeschlagen und sich auch in der Bundesliga bedient. Werder-Reservist Assani Lukimya schloss sich für zwei Millionen Ablöse dem Liaoning FC an
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=13.html
Der Ex-Leverkusener Renato Augusto kehrte dem brasilianischen Traditionsklub Corinthians für acht Millionen Euro den Rücken. Destination: Beijing Guoan
© getty
14/30
Der Ex-Leverkusener Renato Augusto kehrte dem brasilianischen Traditionsklub Corinthians für acht Millionen Euro den Rücken. Destination: Beijing Guoan
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=14.html
Mainz, Köln, Weder. Anthony Ujah machte sich in der Bundesliga einen Namen. Im Juli verlor Bremen den Stürmer an den Liaoning FC. Immerhin strich Werder 11,5 Millionen Euro ein
© getty
15/30
Mainz, Köln, Weder. Anthony Ujah machte sich in der Bundesliga einen Namen. Im Juli verlor Bremen den Stürmer an den Liaoning FC. Immerhin strich Werder 11,5 Millionen Euro ein
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=15.html
Auch Inter verlor einen Spieler an die chinesische Liga. Fredy Guarin schloss sich Anfang des Jahres 2016 Shanghai Shenhua an. Kostenpunkt: 13 Millionen
© getty
16/30
Auch Inter verlor einen Spieler an die chinesische Liga. Fredy Guarin schloss sich Anfang des Jahres 2016 Shanghai Shenhua an. Kostenpunkt: 13 Millionen
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=16.html
Demba Ba hat sich bei SH Shenhua einen fürchterlichen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen. Der ehemalige Hoffenheimer spielt seit 2015 in China. Besiktas kassierte 13 Millionen Euro für den Stürmer
© getty
17/30
Demba Ba hat sich bei SH Shenhua einen fürchterlichen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen. Der ehemalige Hoffenheimer spielt seit 2015 in China. Besiktas kassierte 13 Millionen Euro für den Stürmer
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=17.html
Bei Tottenham konnte sich Paulinho nicht so wirklich durchsetzen. Auch ihn zog es 2015 zu Guangzhou Evergrande. Die Spurs ließen den Brasilianer für 14 Millionen Euro ziehen
© getty
18/30
Bei Tottenham konnte sich Paulinho nicht so wirklich durchsetzen. Auch ihn zog es 2015 zu Guangzhou Evergrande. Die Spurs ließen den Brasilianer für 14 Millionen Euro ziehen
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=18.html
Ricardo Goulart ist einer der Top-Stürmer von Guangzhou Evergrande. 2015 wechselte der Stürmer von Cruzeiro zum chinesischen Serienmeister. Kostenpunkt: 15 Mio. Euro
© getty
19/30
Ricardo Goulart ist einer der Top-Stürmer von Guangzhou Evergrande. 2015 wechselte der Stürmer von Cruzeiro zum chinesischen Serienmeister. Kostenpunkt: 15 Mio. Euro
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=19.html
Graziano Pelle spielte sich beim FC Southampton ins Rampenlicht und in die Nationalmannschaft. Seit Juli schnürt der Italiener seine Schuhe für SD Luneng (Ablöse: 15 Mio. Euro)
© getty
20/30
Graziano Pelle spielte sich beim FC Southampton ins Rampenlicht und in die Nationalmannschaft. Seit Juli schnürt der Italiener seine Schuhe für SD Luneng (Ablöse: 15 Mio. Euro)
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=20.html
Gervinho kehrte im Januar 2016 dem AS Rom den Rücken und heuerte für 18 Millionen Euro bei Hebei China Fortune an
© getty
21/30
Gervinho kehrte im Januar 2016 dem AS Rom den Rücken und heuerte für 18 Millionen Euro bei Hebei China Fortune an
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=21.html
Dass die Stars nicht immer aus Europa kommen müssen, zeigt Elkeson. Der Brasilianer wechselte im Januar 2016 von Guangzhou Evergrande zu Shanghai SIPG - für 18,5 Millionen Euro
© getty
22/30
Dass die Stars nicht immer aus Europa kommen müssen, zeigt Elkeson. Der Brasilianer wechselte im Januar 2016 von Guangzhou Evergrande zu Shanghai SIPG - für 18,5 Millionen Euro
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=22.html
Wir dürfen vorstellen: Ramires! Zum Zeitpunkt des Wechsels der teuerste Spieler der Chinese Super League! 28 Millionen Euro überwies Jiangsu Suning an den FC Chelsea. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs...
© getty
23/30
Wir dürfen vorstellen: Ramires! Zum Zeitpunkt des Wechsels der teuerste Spieler der Chinese Super League! 28 Millionen Euro überwies Jiangsu Suning an den FC Chelsea. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs...
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=23.html
Jackson Martinez zog das Reich der Mitte der Mitte Spaniens vor. Der Kolumbianer wechselte im Februar für 42 Millionen Euro zu Guanzhou Evergrande
© getty
24/30
Jackson Martinez zog das Reich der Mitte der Mitte Spaniens vor. Der Kolumbianer wechselte im Februar für 42 Millionen Euro zu Guanzhou Evergrande
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=24.html
Jiangsu Suning holte Alex Teixeira im Februar für 50 Millionen aus Donezk
© getty
25/30
Jiangsu Suning holte Alex Teixeira im Februar für 50 Millionen aus Donezk
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=25.html
Die Obergrenze ist lange noch nicht erreicht. Hulk schloss sich im Juli Shanghai SIPG an. Die Chinesen legten Zenit St. Petersburg dafür 55,8 Mio. Euro Ablöse auf den Tisch
© getty
26/30
Die Obergrenze ist lange noch nicht erreicht. Hulk schloss sich im Juli Shanghai SIPG an. Die Chinesen legten Zenit St. Petersburg dafür 55,8 Mio. Euro Ablöse auf den Tisch
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=26.html
Aber nicht nur Spieler zieht es nach China: Luiz Felipe Scolari war sozusagen der Vorreiter für namhafte Trainer, die es in die Chinese Super League zog. Im Juni 2015 schloss sich der Brasilianer Guangzhou Evergrande an
© getty
27/30
Aber nicht nur Spieler zieht es nach China: Luiz Felipe Scolari war sozusagen der Vorreiter für namhafte Trainer, die es in die Chinese Super League zog. Im Juni 2015 schloss sich der Brasilianer Guangzhou Evergrande an
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=27.html
Auch Felix Magath wagte nach seinem etwas enttäuschenden Engagement beim FC Fulham den Sprung ins Reich der aufgehenden Sonne. Der SD Luneng überzeugte "Quälix"
© getty
28/30
Auch Felix Magath wagte nach seinem etwas enttäuschenden Engagement beim FC Fulham den Sprung ins Reich der aufgehenden Sonne. Der SD Luneng überzeugte "Quälix"
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=28.html
Eigentlich war Manuel Pellegrini mit Manchester City relativ erfolgreich. Für Pep Guardiola musste jedoch selbst er Platz machen. Seit August trainiert er Hebei China Fortune
© getty
29/30
Eigentlich war Manuel Pellegrini mit Manchester City relativ erfolgreich. Für Pep Guardiola musste jedoch selbst er Platz machen. Seit August trainiert er Hebei China Fortune
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=29.html
Das neueste Mitglied der Chinese Super League heißt Andre Villas-Boas - zum Bedauern des VfL Wolfsburg. Der Portugiese soll bei Shanghai SIPG Medienberichten zufolge 11 Mio. Pfund pro Jahr verdienen
© getty
30/30
Das neueste Mitglied der Chinese Super League heißt Andre Villas-Boas - zum Bedauern des VfL Wolfsburg. Der Portugiese soll bei Shanghai SIPG Medienberichten zufolge 11 Mio. Pfund pro Jahr verdienen
/de/sport/diashows/1601/fussball/teuerste-transfers-china/rekordtransfers-chinesische-liga,seite=30.html
 

Zieler: Ich habe einen Dolmetscher, der in Deutschland studiert hat. Wenn der nicht kann, gibt's noch einen für Englisch. Irgendwie versteht man sich. (lacht)

SPOX: Wie muss man sich denn das "Projekt" vorstellen? Und vor allem: Wie sieht Ihre Aufgabe dabei aus?

Zieler: Ich bin Angestellter der Hohhot Football Association. Und meine Aufgabe - ganz allgemein formuliert - besteht darin, den Fußball in der Inneren Mongolei zu entwickeln und neue Impulse zu setzen. Ich bin stark in der Trainerausbildung tätig, was ein sehr wichtiger Punkt ist. Die Organisation des Jugendfußballs ist hier stark mit den Schulen verknüpft, deshalb besuche ich auch direkt Grund-, Mittel- und Oberschulen, mache Demonstrationstrainings, bin in der Talentsichtung tätig, stelle Auswahlmannschaften zusammen und bin für den in Hohhot ansässigen Profiklub aus der zweiten Liga, Nei Mongol Zhongyou, in beratender Funktion für die Herren- und Frauenmannschaft tätig.

SPOX: Puh...

Zieler: Es gibt Tage, die sind unglaublich stressig, ja. (lacht) Aber man muss bedenken, dass hier alles sehr, sehr langsam anrollt. Die Bürokratie ist ein großes Thema. Jeder, der sich in Deutschland darüber aufregt, dass es bei bürokratischen Prozessen so langsam vorangeht, der darf gerne mal vorbeikommen. Hier lernt man Geduld.

SPOX: Ist das die größte Herausforderung?

Zieler: Die größte Herausforderung ist es, auf einem sehr tiefen fußballerischem Niveau anzusetzen. Die Qualität der Übungsleiter ist mangelhaft, weil es keine systematische Trainer-Ausbildung in China gibt, sondern jeder für sich vor sich hinwurschtelt. Was dann wiederum negativ auf die Qualität der Spieler abfärbt. In Deutschland spricht man vom alters- und entwicklungsgerechten Training - was man hier aber gar nicht im Sinn der deutschen Ausbildunsphilosophie umsetzen kann, weil ein 13-, 14-Jähriger trainiert werden muss wie ein Elfjähriger. Es fehlt an allen Ecken und Enden an Grundlagen.

Seite 1: Zieler über Verständigungsprobleme und Bürokratiewahnsinn

Seite 2: Zieler über Sportpolitik und Massenwanderungen gen Süden

Seite 3: Zieler über Training mit Trillerpfeife und Chinas Rolle im Weltfußball

Interview: David Kreisl
Das könnte Sie auch interessieren
Cai Zhenhua (l.) soll die Geschicke Chinas in Sachen Fußball lenken

Tischtennis-Weltmeister Chinas neuer Fußball-Boss

Mesaed Al-Enezi vom Platz nach diesem Tritt gegen Yang Xu (r.)

Asien-Cup: China besiegt Kuwait

Sebastian Giovinco wechselte 2015 aus Turin nach Toronto

Berater: Giovinco "fürs Erste" nicht nach China


Diskutieren Drucken Startseite

David Kreisl(Redaktion)

David Kreisl, Jahrgang 1989, ist seit 2012 für SPOX.com tätig. Aufgewachsen nördlich von München absolvierte er nach dem Abitur Ausbildungen zum Print-/Online-Redakteur sowie zum Synchronsprecher an einer privaten Medienakademie. Hauptsächlich im Fußball-Ressort unterwegs.

ENG
SPA
ITA
FRA
TUR

Premier League, 34. Spieltag

Primera Division, 34. Spieltag

Serie A, 33. Spieltag

Ligue 1, 34. Spieltag

Süper Lig, 28. Spieltag


www.performgroup.com

Copyright © 2017 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.