Mittwoch, 06.04.2016

"Panama Papers" belasten Infantino

Polizei untersucht UEFA-Zentrale

Die Schweizer Bundespolizei hat am Mittwoch die Zentrale der UEFA in Nyon untersucht. Die Behörden sichteten und beschlagnahmten im Zusammenhang mit Vorwürfen gegen den ehemaligen UEFA-Generalsekretär und heutigen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino umfangreiches Material.

Gianni Infantino wurde erst kürzlich zum neuen FIFA-Präsidenten gewählt
© getty
Gianni Infantino wurde erst kürzlich zum neuen FIFA-Präsidenten gewählt

Die UEFA bestätigte in einer Pressemitteilung, dass die Beamten Einsicht in die Verträge zwischen der UEFA und der Briefkastenfirma Cross Trading verlangt hätten. "Natürlich stellt die UEFA der Bundespolizei alle relevanten Dokumente in ihrem Besitz zur Verfügung und wird vollumfänglich kooperieren", hieß es in dem Statement des Europa-Verbandes.

Infantino gab sich in einer Stellungnahme am Abend kämpferisch. "Wenn meine Entschlossenheit schon sehr stark war, den Ruf des Fußballs wiederherzustellen, ist sie jetzt nur noch stärker", ließ der 46-Jährige mitteilen. Er begrüße die Ermittlungen in dieser Sache und werde den Behörden bei weiteren Fragen selbstverständlich zur Verfügung stehen: "Es ist in meinem Interesse und im Interesse des Fußballs, dass alles ans Licht kommt."

Durch die sogenannten "Panama Papers" war der FIFA-Boss in Bedrängnis geraten. Dubiose TV-Verträge belasten angeblich Infantino, der alle Vorwürfe zurückweist.

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