Takkas an USA ausgeliefert

SID
Costas Takkas soll Bestechungsgelder verlangt und angenommen haben
© getty

Als sechster der sieben in Zürich verhafteten Funktionären der FIFA ist der Brite Costas Takkas in die USA ausgeliefert worden. Das bestätigte das Schweizer Bundesamt für Justiz.

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Nachdem der 57-Jährige auf eine viert- und letztinstanzliche Beschwerde gegen seine Überstellung an die US-Behörden beim Bundesgericht verzichtet hatte, befindet sich Nicaraguas Ex-Verbandschef Julio Rocha als letzter verbliebener Ex-FIFA-Amtsträger in Schweizer Auslieferungshaft.

Takkas, als früherer Generalsekretär des Verbandes auf den Caymaninseln ein enger Vertrauter des schon an die USA ausgelieferten Ex-Verbandschefs und früheren FIFA-Vizepräsidenten Jeffrey Webb, soll im Zusammenhang mit dem Verkauf von Marketingrechten an Wettbewerben im amerikanisch-karibischen Raum Bestechungsgelder verlangt und angenommen haben. Laut Anklage der US-Behörden hat der Funktionär mit griechisch-zyprischer Herkunft dabei in Webbs Auftrag gehandelt.

Neben Takkas, Webb und Rocha hatte die Schweizer Polizei im Mai 2015 vor dem FIFA-Kongress in Zürich auch den früheren FIFA-Vize Eugenio Figueredo (Uruguay), Brasiliens ehemaligen Verbandspräsidenten Jose Maria Marin, Costa Ricas früheren Verbandschef Eduardo Li und Venezuelas ehemaligen Fußball-Boss Rafael Esquivel auf US-Antrag festgenommen.

Rochas Einspruch gegen seine Auslieferung in die USA statt, wie von Nicaragua beantragt, in seine Heimat ist vor Wochenfrist in dritter Instanz zurückgewiesen worden. Zur Anrufung des Bundesgerichts bleibt Rocha noch bis zum Wochenende Zeit.

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