Niederländer verstirbt mit 68 Jahren

Johan Cruyff ist tot

Von SID/SPOX
Donnerstag, 24.03.2016 | 14:31 Uhr
Johan Cruyff hat den Kampf gegen den Lungenkrebs mit 68 Jahren verloren
© getty
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Das niederländische Idol Johan Cruyff ist tot. Der Vizeweltmeister von 1974 starb am Donnerstag in Barcelona im Alter von 68 Jahren an den Folgen eines Krebsleidens. Er gilt bis heute als einer der besten Fußballer aller Zeiten und war maßgeblich am Aufstieg zweier Weltklubs beteiligt.

Im Oktober des vergangenen Jahres war bei der legendären Nummer 14 Lungenkrebs diagnostiziert worden. Infolgedessen zog sich der ehemalige Coach und Spieler von Ajax Amsterdam und dem FC Barcelona aus der Öffentlichkeit zurück. Cruyff war jahrelang Kettenraucher bis er 1991 einen Herzinfarkt erlitt.

Anschließend setzte er sich verstärkt für Anti-Raucher-Kampagnen ein. Im Zuge seiner Diagnose hatte Cruyff auf seiner Homepage noch erklärt: "Ich habe das Gefühl, dass ich 2:0 in der ersten Halbzeit eines Spiels führe, das noch nicht zu Ende ist. Aber ich bin mir sicher, dass ich am Ende gewinnen werde."

Der "totale Fußball" unter König Johan

Nachdem Cruyff als Star des "totalen Fußballs" (totaalvoetbal) die niederländische Nationalmannschaft nach 36 Jahren wieder zu einer WM-Endrunde geführt hatte, unterlag er 1974 mit der Oranje im Finale in München dem DFB-Team mit 1:2.

Insgesamt bestritt Johan Cruyff 48 Länderspiele, in denen er 33 Tore erzielte und seine Mannschaft 33-mal als Kapitän aufs Spielfeld führte. "Es gibt kaum Worte für diesen großen Verlust. Er war der größte niederländische Fußballer der Geschichte", ließ der niederländische Fußballverband nach Bekanntwerden von Cruyffs Tod verlauten.

Zahlreiche Erfolge

Der Spielmacher und Stürmer gewann als Profi unter anderem dreimal den Europapokal der Landesmeister (jeweils mit Ajax Amsterdam) und wurde 1971, 1973 und 1974 als Europas Fußballer des Jahres ausgezeichnet. Als Trainer holte Cruyff, Europas Fußballer des Jahrhunderts, drei Europapokalsiege sowie vier spanische Meisterschaften.

Darüber hinaus war er maßgeblich an der Modernisierung von Barcas Nachwuchssystem beteiligt. Die Jugendakademie La Masia entwickelte sich durch die einheitliche Ausrichtung unter Cruyff zur Quelle talentierter Nachwuchsspieler - ein Umstand von dem der Klub durch Personalien wie Pep Guardiola, Leo Messi oder Xavi Hernandez nachhaltig profitierte. Dieses Erbe ehrte Bayern-Coach Guardiola einst mit folgenden Worten: "Cruyff baute die Kathedrale. Wir halten sie nur instand."

Nationalheld in den Niederlanden und Katalonien

In den Niederlanden sowie in Katalonien wird Cruyff als Nationalheld gefeiert. Zu Ehren eines 60. Geburtstages kündigte sein ehemaliger Verein Ajax Amsterdam an, die Rückennummer 14 in Zukunft nicht mehr zu vergeben. Daneben ist die Supercup-Trophäe zwischen dem Sieger der Eredivisie und dem Pokalsieger nach ihm benannt (Johan-Cruyff-Schale).

Für die Katalanen begründete sich sein Kult nicht nur auf seinen Leistungen für Barcelona, sondern weil er sich als erster Barca-Legionär mit den Traditionen der katalanischen Kultur identifizierte und sich in diesem Zusammenhang immer wieder gegen das feindlich gesinnte Franco-Regime auflehnte.

"Er ist die einflussreichste Person, die diesen Klub jemals begleitet hat", erklärte einst der ehemalige Technische Direktor von La Masia Pep Seguara. Abgesehen von seinem Vereinsengagement übernahm Cruyff für wenige Jahre auch die katalanische Nationalmannschaft.

Johan Cruyff im Steckbrief

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