KNVB will Vetorecht bei Klubverkäufen

SID
ADO Den Haag hat große finanzielle Probleme
© getty

Der niederländische Verband KNVB will in besonderen Fällen einen Verkauf von Profiklubs verhindern. Deshalb soll das neue Lizenzsystem, das im Sommer in Kraft treten soll, ein Vetorecht enthalten.

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Das erklärte KNVB-Generaldirektor Bert van Oostveen am Dienstagabend in der TV-Sendung Brandpunt.

Anlass sind die finanziellen Probleme des Ehrendivisionär ADO Den Haag. Der neue chinesische Eigentümer Wang Hui (Vansen United) hat, trotz Zusage, die im Sommer versprochenen 3,7 Millionen Euro immer noch nicht überwiesen. Dadurch kann der Verein zum Monatsende die Gehälter nicht mehr zahlen und kommt unter KNVB-Finanzaufsicht. Dem Verein droht zudem die Insolvenz.

Bisher kann der KNVB einen neuen Eigentümer erst nach dem Kauf überprüfen. Van Oostveen will, dass ein Kaufinteressent vor der Vertragsunterzeichnung überprüft wird. "Die Lizenzkommission muss sagen können, sorry diesen Herr oder diese Dame halten wir für finanziell nicht vertrauenswürdig", sagte van Oostveen. In Zukunft soll der Eigentümer auch nicht mehr in Personalunion Direktor sein können.

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