Fragen und Antworten zum Außerordentlichen FIFA-Kongress

Nachfolger und Neuanfang gesucht!

SID
Donnerstag, 25.02.2016 | 15:48 Uhr
Die FIFA wird ab Freitag von einem neuen Präsidenten regiert
© getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
Fr23:00
Die Highlights des Eröffnungsspiels: FCB-B04
Primera División
Leganes -
Alaves
First Division A
Lüttich -
Zulte Waregem
Ligue 1
Metz -
Monaco
Championship
Burton Albion -
Birmingham
Primera División
Valencia -
Las Palmas
J1 League
Gamba -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
West Ham -
FC Southampton
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
Deportivo -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia

Die FIFA braucht einen neuen Präsidenten, auf dem Außerordentlichen Kongress am Freitag wird die Nachfolge von Joseph Blatter endlich geklärt. Aber wer tritt eigentlich? Wie wird gewählt? Und was hat es eigentlich mit dem geplanten Reformpaket auf sich? Hier gibt es alle Fragen und Antworten.

WAS STEHT AN?

Der außerordentliche Kongress des Fußball-Weltverbands FIFA. Es wird der Nachfolger des suspendierten Präsidenten Joseph S. Blatter (79) gewählt. Zudem soll ein umfangreiches Reformpaket verabschiedet werden. Nach Monaten tief in der Krise hofft der Verband vor allem auf eines: Den Neuanfang!

MOMENT - BEIM LETZTEN KONGRESS 2015 BEGANN DOCH DIE KRISE!

Und auch dieses Mal könnte es wieder Verhaftungen geben. Die US- und Schweizer Justiz hat längst nicht aufgehört, im Spinnennetz der korrupten FIFA-Funktionäre zu ermitteln. Wenn sich ein paar davon unantastbar fühlen und frohen Mutes nach Zürich reisen, könnten wieder die Handschellen klicken. Mal sehen, ob wirklich alle 209 Verbände in der Schweiz vertreten sein werden...

WER TRITT BEI DER WAHL AN?

Es gibt zwei Favoriten und drei Zählkandidaten. Entweder Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa (50/Bahrain) oder UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino (45/Schweiz) wird die FIFA ab Freitagabend regieren. Prinz Ali bin Al Hussein (40/Jordanien), Jérôme Champagne (57/Frankreich) und Tokyo Sexwale (62/Südafrika) dürfen höchstens auf ein paar Stimmen hoffen - sie werden dadurch aber zu den Präsidentenmachern. Ab dem zweiten Wahlgang fliegt der Schwächste raus, dessen Wähler können dann umschwenken.

WIE WIRD GEWÄHLT?

Wenn alle FIFA-Mitglieder nach Zürich reisen und auch abstimmen dürfen, sind dort 209 Wahlberechtigte vertreten. Jedes Mitglied hat dann eine Stimme. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit knapp sieben Millionen Mitgliedern ist deshalb während der Wahl genauso "mächtig" wie beispielsweise der Nationalverband von Amerikanisch Samoa (insgesamt 56.000 Einwohner) oder Aruba (107.000). Im ersten Wahlgang braucht der Sieger zwei Drittel, danach die absolute Mehrheit (über 50 Prozent) der abgegebenen und gültigen Stimmen.

WELCHE REFORMEN GIBT ES?

Das Paket ist umfassend und tatsächlich vielversprechend. Der Präsident wird etwas entmachtet, das Exekutivkomitee in eine Art Aufsichtsrat umgewandelt. Die administrative Ebene der FIFA steht stärker im Mittelpunkt. Über allem steht eine Überwachungskommission, die vor allem auch die Geldflüsse im Blick hat. Es soll eine Amtszeitbeschränkung geben (maximal drei mal vier Jahre), ebenso eine Frauenquote. Die Veröffentlichung der Gehälter in der Führungsetage soll für mehr Transparenz sorgen. Das alles ist - so bewerten es die meisten Experten - vielleicht nicht der Weisheit letzter Schluss (das "Ein-Land-eine-Stimme-Prinzip" bleibt beispielsweise erhalten), im Vergleich zur Vergangenheit aber ein Riesenschritt nach vorne.

WIRD DANN ALLES BESSER? MIT DEM SCHEICH ODER DEM UEFA-MANN?

Das muss tatsächlich die Zeit zeigen. Vordergründig wäre wohl Infantino der aus europäischer Sicht bessere Kandidat, er ist bisher in keinen größeren Skandal verwickelt, auch wenn er lange Zeit fragwürdige UEFA-Entscheidungen maßgeblich beeinflusst hat. Der Scheich hingegen muss sich mit Vorwürfen zu Menschenrechtsverletzungen auseinandersetzen. Sein Heimatland Bahrain, in dem er der Königsfamilie angehört, steht zudem nicht gerade für Demokratie oder eine Reformbewegung.

WO IST BLATTER?

Gesperrt und wahrscheinlich weit weg. Wie Platini darf der aus dem Verkehr gezogene Schweizer auch nach der Reduzierung der Strafe durch die FIFA-Berufungskommission von acht auf sechs Jahre in diesem Zeitraum keine der sogenannten "fußballrelevanten" Tätigkeiten ausüben. Der Kongress gehört natürlich dazu. Eigentlich wollte Blatter auf der großen Bühne Lebewohl sagen, daraus wird nun nichts. Für den Neuanfang der FIFA ist das auch ganz gut so.

WAS KOMMT DANN?

Hoffentlich das Tagesgeschäft. Die UEFA braucht wahrscheinlich demnächst einen neuen Präsidenten, wenn das Platini-Urteil durch alle Instanzen bestätigt wurde. Der Kongress dazu findet im Mai in Budapest statt. Die FIFA tagt anschließend in Mexiko. Und im Sommer wird dann wieder Fußball gespielt, am 10. Juni beginnt die EURO in Frankreich (bis 10. Juli) - hoffentlich mal ohne Skandale.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung