Nach Wahl von Infantino

Tognoni: "Epoche von Kourruption"

SID
Sonntag, 28.02.2016 | 11:30 Uhr
Guido Tognoni spricht von einer "Epoche von 40 Jahren Korruption"
© getty
Advertisement
International Champions Cup
MiLive
Tottenham -
AS Rom
International Champions Cup
Do01:30
Barcelona -
Man United
Copa do Brasil
Do02:45
Cruzeiro -
Palmeiras
International Champions Cup
Do03:05
PSG -
Juventus
International Champions Cup
Do05:35
Man City -
Real Madrid
International Champions Cup
Do13:35
FC Bayern München -
Inter Mailand
Copa Sudamericana
Fr00:15
Arsenal -
Recife
Copa do Brasil
Fr02:45
Paranaense -
Gremio
First Division A
Fr20:30
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Sa12:00
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Sa12:00
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Sa13:35
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
Sa15:00
RB Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
Sa15:30
SV Werder Bremen -
West Ham
Emirates Cup
Sa17:20
Arsenal -
Benfica
First Division A
Sa18:00
Lokeren -
Brügge
Super Liga
Sa19:00
Partizan -
Javor
Serie A
So00:00
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
So00:05
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
So02:05
Real Madrid -
Barcelona
CSL
So13:35
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
First Division A
So14:30
Mechelen -
Lüttich
Emirates Cup
So15:00
RB Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
So17:20
Arsenal -
Sevilla
First Division A
So18:00
St. Truiden -
Gent
Superliga
So18:00
Brondby -
Lyngby
Super Liga
So19:00
Rad -
Crvena zvezda
Serie A
So21:00
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
So22:05
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
So22:30
Bayer 04 Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Mo00:00
Gremio -
Santos
Premier League
Mo18:30
Spartak Moskau -
Krasnodar
Ligue 2
Mo20:45
Auxerre -
Lens
Club Friendlies
Mi19:00
Villarreal -
Real Saragossa
Copa Sudamericana
Do00:15
LDU Quito -
Club Bolívar
Serie A
Do02:45
Santos -
Flamengo
Ligue 2
Fr20:00
Lens -
Nimes
First Division A
Fr20:30
Lüttich -
Genk
Championship
Fr20:45
Sunderland -
Derby
J1 League
Sa12:00
Kashiwa -
Kobe
Premiership
Sa13:30
Celtic -
Hearts
Championship
Sa16:00
Fulham -
Norwich
Club Friendlies
Sa16:45
RB Leipzig -
Stoke
Ligue 1
Sa17:00
PSG -
Amiens
Club Friendlies
Sa18:30
Tottenham -
Juventus
Championship
Sa18:30
Aston Villa -
Hull
Ligue 1
Sa20:00
Lyon -
Straßburg
Ligue 1
Sa20:00
Montpellier -
Caen
Ligue 1
Sa20:00
Troyes -
Rennes
CSL
So13:35
Shanghai SIPG -
Tianjin Quanjian
First Division A
So14:30
Gent -
Antwerpen
Ligue 1
So15:00
Lille -
Nantes
Allsvenskan
So15:00
Sundsvall -
Östersunds
Club Friendlies
So15:15
SC Freiburg -
Turin
Championship
So17:30
Bolton -
Leeds
First Division A
So18:00
Anderlecht -
Oostende
Club Friendlies
So20:30
Inter Mailand -
Villarreal

Der neue FIFA-Präsident Gianni Infantino kann beim Weltverband nach Ansicht des ehemaligen FIFA-Mediendirektors Guido Tognoni den angestrebten Erneuerungsprozess bestenfalls massiv anschieben.

"Einer muss damit beginnen. Man muss sich aber im Klaren darüber sein, dass die FIFA am Ende einer Epoche von 40 Jahren Korruption steht. Die beschlossenen Reformen sind noch kein Kulturwandel. Dafür reichen auch die maximal zwölf Jahre von Infantino nicht", sagte der Schweizer Tognoni im Aktuellen Sportstudio des ZDF zur Ausgangsposition seines Landsmannes.

Aus Sicht des Ex-Beraters von Infantinos gesperrten Vorgängers Joseph S. Blatter (Schweiz) bringt der bisherige Generalsekretär des Europa-Verbandes UEFA allerdings gute Voraussetzungen zur Bewältigung der Folgen der Korruptionsskandale bei der FIFA mit: "Er wird ein besserer Präsident sein, als es Michel Platini gewesen wäre. Infantino kann mehr. In drei Jahren muss die FIFA besser dastehen als heute, sonst zerbricht sie, weil Sponsoren abspringen würden, der Druck zu groß wird und auch die Justiz nicht mitmacht."

Auch aus grundsätzlichen Erwägungen heraus sei Infantino zur Einleitung des Reformprozesses geeigneter als Asiens bei der Präsidenten-Wahl unterlegenen Verbandschef Scheich Salman Al Ibrahim Al Khalifa (Bahrain): "In der jetzigen Phase ist es wichtig, dass ein Europäer die FIFA zusammenhält, er kennt aus seiner UEFA-Zeit die Ligen, die Klubs und auch die Nationalmannschaften. Eigentlich ist er aber auch fast schon der falsche Präsident, weil der Präsident bei der FIFA künftig weniger operative Aufgaben haben wird", betonte Tognoni.

Infantino muss an Stellschrauben drehen

Dennoch müsse Infantino, sagte der FIFA-Insider weiter, schnellstmöglich an wichtigen Stellschrauben drehen. "Er muss durchgreifen. Er muss die FIFA entschlacken, denn die FIFA ist zu fett, zu träge und ein Elefant geworden. Einen Schlendrian wie bisher kann sich die FIFA nicht mehr erlauben. Vor allem sollte er sich aus der Vormundschaft der US-Anwälte befreien", äußerte Tognoni mit Blick auf die seit Ausbruch der FIFA-Krise im Vorjahr bei der FIFA federführend tätigen Juristen.

Widerstände gegen Infantinos Wahlversprechen einer Ausweitung der WM-Endrunden auf 40 statt bisher 32 Mannschaften wie von europäischen Klub-Vereinigung ECA unter Führung von Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge schon angekündigt müsse der neue FIFA-Boss hingegen nicht fürchten: "Rummenigge hat auch schon früher was gesagt. Dann kam Blatter und 200 Millionen für die Klubs hingelegt, und dann war er plötzlich ruhig. Man darf das also nicht so ernst nehmen."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung