390 Millionen Ausgaben

SID
Chinesiche Fans beim Spiel von Guangzhou
© getty

Fast 400 Millionen Euro haben Chinas Top-Ligen in der Winter-Transferperiode in den Fußball-Markt gepumpt und sich damit weltweit zum Großeinkäufer Nummer eins aufgeschwungen. Das geht aus einer Statistik des Onlineportals transfermarkt.de nach Schließung des Transferfensters am Freitag um Mitternacht hervor.

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Demnach investierten alleine die Klubs aus der Chinese Super League 333,44 Millionen Euro in 163 neue Spieler. Damit belaufen sich die Ausgaben der chinesischen Eliteklasse für Verstärkungen auf mehr als das Sechsfache der Bundesliga-Wintereinkäufe (52,62 Millionen).

Auch das Investitionsvolumen der Vereine aus Chinas zweitklassiger League One von 56,77 Millionen Euro lag noch über dem Wert der Weltmeister-Liga.

Sage und schreibe 169,5 Millionen Euro und damit mehr als die Hälfte aller CSL-Ausgaben wurden für die Verpflichtung von insgesamt nur sechs ausländischen Stars fällig.

Dazu gehören auch Asiens neuer Rekordtransfer von 50 Millionen Euro für den Wechsel des Brasilianers Alex Teixeira von Schachtjor Donezk zu Jiangsu Suning und der 42-Millionen-Euro-Transfer des Kolumbianers Jackson Martinez vom FC Porto zu Chinas Meister Guangzhou Evergrande.

Erlöse niedriger als Ausgaben

Die Bilanz der chinesischen Profi-Klassen fällt mit über einer Viertelmilliarde Euro wenig überraschend deutlich negativ aus. Das Minus von 258,71 Millionen Euro ist größer als die Gesamtausgaben der europäischen Shopping-Queen: Die Klubs der englischen Premier League nahmen für 253,19 Millionen Euro neue Spieler unter Vertrag und erwirtschafteten dadurch einen Negativsaldo von "nur" 95,9 Millionen Euro.

In der Rangliste der spendabelsten Ligen auf dem Winter-Markt liegt die Serie A noch vor Chinas League One auf dem dritten Rang.

Die Italiener legten 87,05 Millionen Euro für Neuverpflichtungen auf den Tisch, erzielten aber dennoch als einzige Spitzenklasse in den Top Five noch einen Transfer-Überschuss von 19,5 Millionen Euro. Englands Defizit betrug 157,3 Millionen Euro, während die Erlöse der Bundesliga-Klubs aus Spielerverkäufen 7,05 Millionen Euro niedriger als die Ausgaben waren.

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