Suspendierter Präsident hat Rückendeckung

Verbände halten weiter zu Platini

SID
Donnerstag, 15.10.2015 | 17:43 Uhr
Michel Platini hat weiterhin volle Rückendeckung in Europa
© getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
Fr23:00
Die Highlights des Eröffnungsspiels: FCB-B04
Primera División
Leganes -
Alaves
First Division A
Lüttich -
Zulte Waregem
Ligue 1
Metz -
Monaco
Championship
Burton Albion -
Birmingham
Primera División
Valencia -
Las Palmas
Bundesliga
FC Bayern München -
Bayer 04 Leverkusen (Highlights)
J1 League
Gamba Osaka -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Bundesliga
Hamburger SV -
FC Augsburg (Highlights)
Bundesliga
TSG Hoffenheim -
SV Werder Bremen (Highlights)
Serie A
Juventus -
Cagliari
Bundesliga
1. FSV Mainz 05 -
Hannover 96 (Highlights)
Bundesliga
VfL Wolfsburg -
Borussia Dortmund (Highlights)
Bundesliga
Hertha BSC -
VfB Stuttgart (Highlights)
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Bundesliga
6 um 6 (1. Spieltag)
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Bundesliga
FC Schalke 04 -
RB Leipzig (Highlights)
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Brom (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
West Ham (Delayed)
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou R&F -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Bundesliga
SC Freiburg – Eintracht Frankfurt (Highlights)
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Bundesliga
Borussia M’gladbach -
1. FC Köln (Highlights)
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
Deportivo -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Bundesliga
Bayer 04 Leverkusen -
TSG Hoffenheim
Bundesliga
Eintracht Frankfurt -
VfL Wolfsburg
Bundesliga
FC Augsburg -
Borussia M’gladbach
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia

In der tiefsten Krise der Fußball-Geschichte stellt sich Europa blind hinter den gefallenen UEFA-Boss Michel Platini. Die 54 Verbände der UEFA sprachen dem Franzosen am Donnerstag trotz der gravierenden Anschuldigungen und entgegen der Sorgen des DFB das Vertrauen aus.

Eine Kandidatur des 60-Jährigen bei der Präsidentenwahl des Weltverbands FIFA scheint trotzdem ausgeschlossen.

"Wir unterstützen Michel Platinis Recht auf einen gerechten Prozess, auf ein gerechtes Verfahren und sein Recht, seinen Namen reinzuwaschen", sagte UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino nach einer sechsstündigen Krisensitzung in Nyon/Schweiz.

"Wir appellieren eindringlich an alle beteiligten Instanzen, schnell zu arbeiten und sicherzustellen, dass es bis spätestens Mitte November 2015 eine abschließende Entscheidung gibt", so Infantino.

Wahltermin bleibt bestehen

Am Wahltermin (26. Februar 2016) wollen die sieben europäischen Vertreter im FIFA-Exekutivkomitee, das am 20. Oktober in Zürich tagt, aber nicht rütteln. "Wir werden nicht nur nicht fordern, dass er verschoben werden soll - wir sind dagegen, dass der Kongress verschoben wird", sagte Infantino.

Bis zum Bewerbungsschluss am 26. Oktober müsste Platini deshalb für Aufklärung sorgen, um den nötigen Integritätscheck zu bestehen. Die Zeit wird kaum reichen.

Der Franzose war aufgrund einer bislang unerklärten Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken (1,83 Millionen Euro), die Platini im Jahr 2011 von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter (79)für längst vergangene Beraterdienste erhalten hatte, für 90 Tage gesperrt worden.

Die Entscheidung der Ethikkommission, die im gleichen Atemzug auch Blatter bis einschließlich 5. Januar 2016 aus dem Verkehr gezogen hatte, hatte den Weltfußball ins Chaos gestürzt.

Fakten und Tatsachen

Am Donnerstag informierten Platinis Anwälte über die "Fakten und Tatsachen der Geschäftsbeziehungen" zwischen Platini und Blatter, berichtete Infantino: "Inklusive der Vergütung für die Jahre zwischen 1998 und 2002."

Mehr Informationen drangen nicht nach außen, dem Vernehmen nach gaben sich aber viele Verbandsvertreter damit zufrieden. Infantino bekräftigte zudem: "Wenn er seinen Namen reingewaschen hat, ist Michel Platini natürlich ein Kandidat für die FIFA-Wahl."

Eine (Dringlichkeits-)Entscheidung bis zum 26. Oktober sei aber "unwahrscheinlich", gestand Infantino ein: "Das ist nicht einfach, für niemanden." Dass das Wahlkomitee der FIFA mit der Bekanntgabe der Kandidaten über zwei Wochen auf Platini wartet, ist aber ebenso unwahrscheinlich - und würde von anderen Anwärtern kaum akzeptiert werden.

Wegen der Sperre des Franzosen gibt es derzeit nur einen Kandidaten: Der jordanische Prinz Ali bin al Hussein (39), der im Mai an Blatter gescheitert war, hat seine Papiere eingereicht. Das hatte zwar auch Platini - aber dann kam das Ethikurteil, das eine Zulassung verhindern dürfte. Platinis Einspruch bei der FIFA-Berufungskommission läuft, der nächste Schritt wäre der Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) - dafür braucht er Zeit. Und gute Anwälte.

Unschuldsvermutung gilt

Für Platini gelte die Unschuldsvermutung, nichts sei bewiesen, hatte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach vor der offenbar kontrovers geführten Sitzung in Nyon der Wochenzeitung Die Zeit gesagt. Dennoch lasteten die Vorwürfe wie ein Rucksack auf dem UEFA-Präsidenten, "der einen möglicherweise in die Knie zwingen kann".

Nach Ansicht des DFB-Präsidenten darf der europäische Verband nicht unter den Anschuldigungen gegen Platini leiden: Sollte durch den "Fall Platini" auch die UEFA in die FIFA-Skandale mit hineingezogen werden, wäre das "fatal", sagte er.

Das "müssen wir mit allen Kräften verhindern. Wir müssen die UEFA schützen", äußerte der DFB-Boss, der nach der Sitzung keinen Kommentar abgeben wollte. Zu seinen eigenen Ambitionen auf Ämter bei der UEFA oder der FIFA hatte sich Niersbach erneut eher kryptisch geäußert.

"Ich will und werde mich nicht davor drücken, meinen Beitrag zu leisten", sagte der 64-Jährige. Auf die Frage, wie ein solcher Beitrag aussehen könnte, sagte Niersbach: "Diese Geschichte ist sicher nicht über die Medien zu gewinnen. Die gewinnen Sie nur, wenn Sie intern einen klaren Kurs fahren und dafür Mehrheiten gewinnen."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung