Blatter holt zum Rundumschlag aus

"FIFA läuft besser als der DFB"

SID
Mittwoch, 28.10.2015 | 14:21 Uhr
Sepp Blatter wittert eine Verschwörung, angezettelt von den USA
© getty
Advertisement
Boxen
So03:00
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Premier League
So17:00
Kracher am Sonntag: Liverpool-Arsenal
Copa do Brasil
Flamengo -
Botafogo
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Gremio
Copa Sudamericana
Nacional -
Estudiantes
UEFA Europa League
Fenerbahce -
Skopje
Primera División
Real Sociedad -
Villarreal
Ligue 1
PSG -
St. Etienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Real Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Primera División
Levante -
La Coruna
Primera División
Girona -
Malaga
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Watford -
Brighton
Premier League
Crystal Palace -
Swansea (DELAYED)
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Eredivisie
Venlo -
Ajax
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Superliga
Nordsjälland -
Kopenhagen
Primera División
Espanyol -
Leganes
Primera División
Eibar -
Bilbao
Premier League
Zenit -
Rostow
Super Liga
Roter Stern -
Partizan
Premier League
Tottenham -
Burnley
Primera División
Getafe -
Sevilla
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Kolumbien
WC Qualification South America
Chile -
Paraguay
WC Qualification South America
Uruguay -
Argentinien
WC Qualification South America
Brasilien -
Ecuador
WC Qualification South America
Peru -
Bolivien
WC Qualification Europe
Dänemark -
Polen
WC Qualification Europe
Slowakei -
Slowenien
WC Qualification Europe
Tschechien -
Deutschland
WC Qualification Europe
Georgien -
Irland
WC Qualification Europe
Serbien -
Moldawien
WC Qualification Europe
Isreal -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Spanien -
Italien
Serie B
Empoli -
Bari
WC Qualification Europe
Färöer Inseln -
Andorra
WC Qualification Europe
Weißrussland -
Schweden
WC Qualification Europe
Estland -
Zypern
WC Qualification Europe
Lettland -
Schweiz
WC Qualification Europe
Griechenland -
Belgien
WC Qualification South America
Bolivien -
Chile
WC Qualification South America
Kolumbien -
Brasilien
WC Qualification South America
Ecuador -
Peru
WC Qualification South America
Paraguay -
Uruguay
WC Qualification South America
Argentina -
Venezuela

Mit einem Rundumschlag gegen Europa und die USA hat sich der suspendierte FIFA-Präsident Sepp Blatter erneut in die Diskussion über die Zukunft des Weltverbandes eingeschaltet. In einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur TASS inszenierte sich der 79-Jährige erneut als treibende und weiterhin maßgebliche Kraft der Reformbewegung.

"Ich hätte 2014 so mutig sein und zurücktreten sollen. Aber damals haben mich fünf der sechs Kontinentalverbände eindringlich gebeten, weiterzumachen, weil sie verloren wären, wenn die UEFA die Präsidentschaft übernähme", sagte Blatter und unterstellte der Europäischen Fußball-Union einen "Anti-FIFA-Virus".

Der wegen Korruptionsverdacht für 90 Tage gesperrte Walliser drohte den Verbänden vom alten Kontinent denn auch mit Machtverlust beim Umbau der FIFA: "Warum sollte Europa drei Vizepräsidenten in der FIFA-Exekutive haben, obwohl Afrika doch mehr Mitgliedsverbände hat?" Die Ernsthaftigkeit seiner Drohung unterstrich Blatter mit der Darstellung des FIFA-Reformkomitees als seine Handlanger: "Wir brauchen ein Gleichgewicht der Regionen. Das Komitee arbeitet meine Agenda ab. Ich habe ihnen vorgeben, was sie zu tun haben."

Platini wohl keine Chance mehr

Nachdem UEFA-Chef Michel Platini aus Blatters Sicht wegen seiner ebenfalls bis Januar gültigen Suspendierung keine Chance mehr auf die Wahl zum neuen FIFA-Chef hat, bemüht sich der Eidgenosse auch um eine Aufsplittung der Europa-Fraktion hinter der Kandidatur von UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino.

"Speziell in Nordeuropa sagen Leute, dass es das Ende für Europa wäre, wenn er antritt. Die meisten Nationalverbände mögen Infantino nicht, und alles, was ich an ihm mag, ist, dass er aus dem gleichen Dorf kommt wie ich", der Noch-Präsident der FIFA.

"FIFA läuft besser als der DFB"

Auch der DFB bekam im Interview deutlich sein Fett weg: "Mit der Zeit wurde der Skandal politisch. Aber man kann die FIFA nicht zerstören. FIFA ist nicht die Schweizer Bank. Aber die FIFA und der Weltfußball laufen gut. Selbst unsere Gegner in Deutschland müssen zugeben, dass die FIFA besser läuft als der DFB", so Blatter.

Im persönlichen Zwist mit Platini dagegen sei Blatter das Unschuldslamm: "Ich bin das Opfer. Ich war von Anfang an das Ziel einer Attacke der UEFA gegen mich, da sie mich nicht als FIFA-Präsidenten wollten. Aber die anderen Verbände waren auf meiner Seite. Diese Attacke der UEFA war anfangs eine persönliche. Es war Platini gegen mich", sagte Blatter.

Platinis Abneigung erklärte er mit Eifersucht: "Er wollte FIFA-Präsident werden. Aber er hatte nicht den Mut dazu."

US-Übernahme vergeblich

Über seine Theorien von einer politischen Verschwörung Europas und der USA gegen seine Person hinaus teilte Blatter nach der vom FBI ausgehenden Verhaftung mehrerer FIFA-Funktionäre in Zürich auch gegen die USA aus: "Selbst wenn man über eine US-Übernahme der FIFA spricht - Fußball, der richtige Fußball, da, wo das richtige Geld ist, wo die guten Spieler sind, die bedeutenden Wettbewerbe, ist Europa. Die Amerikaner können es nicht übernehmen."

Zu seinen persönlichen Ambitionen äußerte sich Blatter rund vier Monate vor der Wahl seines Nachfolgers auf dem Kongress am 26. Februar 2016 in Zürich erwartungsgemäß nicht eindeutig: "Ich hoffe, dass ich dann wieder als FIFA-Präsident da sein werde. Dann könnte ich wenigstens den Kongress leiten."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung