Blatters Meinung nicht mehr wichtig

SID
Geht es nach FA-Chef Greg Dyke, wird Joseph Blatter nicht bis Ende Februar im Amt bleiben
© getty

Für Englands Verbandschef Greg Dyke bedeutet die Rücktrittsforderung von drei FIFA-Großsponsoren das Ende von Joseph S. Blatter als Präsident des Fußball-Weltverbandes.

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Nach Ansicht des FA-Vorsitzenden wird sich Blatter trotz seiner brüskierenden Weigerung zur Erfüllung der Forderung aufgrund des laufenden Strafverfahrens gegen seine Person nicht bis Ende Februar im Amt halten können.

"Ich denke, dass es jetzt ein anderes Spiel geworden ist. Blatter kann sagen, was er will - darauf kommt es nicht mehr an. Wenn die Geldgeber der FIFA einen Wechsel wollen, dann werden sie diesen Wechsel auch bekommen", sagte Dyke und fügte hinzu: "Wichtig ist wirklich, dass es ihnen dabei um eine ernsthafte Reform geht."

Die FIFA-Sponsoren Coca Cola, McDonald's und Visa hatten am Freitag Blatters sofortigen Abgang von der FIFA-Spitze verlangt. Der Schweizer ließ die Forderung durch seinen Anwalt mit der Begründung zurückweisen, anderer Meinung zu sein.

Sein Rücktritt, so Blatter, wäre nicht im besten Interesse der FIFA und würde den Reformprozess nicht voranbringen.

Ethikkommission prüft Vorwürfe

Die Schweizer Bundesanwaltschaft hatte in der vergangenen Woche in Zusammenhang mit Millionen-Beträgen ein Strafverfahren gegen Blatter wegen ungetreuer Geschäftsführung und möglicherweise auch Veruntreuung eingeleitet. Die FIFA-Ethikkommission prüft die Vorwürfe und könnte Blatter suspendieren.

Der FIFA-Boss selbst hatte zu Wochenbeginn unter anderem vor Mitarbeitern nochmals betont, trotz der Ermittlungen wie ursprünglich geplant bis zur angesetzten Wahl eines Nachfolgers auf dem geplanten FIFA-Kongress am 26. Februar als gewählter Präsident amtieren zu wollen.

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