Fussball

Niersbach spielt Skandal herunter

SID
Wolfgang Niersbach äußerte sich zum Valcke-Skandal
© getty

Der Skandal um den suspendierten FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke war bei der Sitzung der "Regierung des Weltfußballs" angeblich nur eine Randnotiz.

"Es ist ein laufendes Verfahren, hier gilt die Unschuldsvermutung", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach nach der Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees am Sitz des Fußball-Weltverbands in Zürich.

Valcke sei "nur ganz kurz ein Thema, in dem er (FIFA-Präsident Joseph S. Blatter, d. Red.) herausgestellt hat, dass Valcke als Generalsekretär vorübergehend von seinen Pflichten entbunden ist", sagte Niersbach. Die Untersuchungen seien an die Ethikkommission weitergegeben worden.

"Es sind keine weiteren Details gesagt worden", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB): "Das muss man aus meiner Sicht auch verstehen. Es stehen Anschuldigungen im Raum, und auf der anderen Seite steht das klare Statement, dass die Anschuldigungen falsch sind."

Valcke war in der vergangenen Woche unter dem Verdacht der persönlichen Bereicherung beim Verkauf von WM-Tickets suspendiert worden. Über seinen Anwalt hatte der Franzose alle Anschuldigungen vehement zurückweisen lassen.

Reformpaket bis zum Dezember

Auch zum Reformpaket, welches bis zum Dezember geschnürt werden soll, äußerte sich der DFB-Präsident. "Es gibt keine Alternative zu dem eingeschlagenen Weg", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach nach der Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees in Zürich und bestätigte, dass die zuständige Reformkommission bis dahin noch zweimal tagen werde.

Anschließend werde der Kommissionsvorsitzende François Carrard, der auch bei der Exko-Sitzung am Donnerstag und Freitag gesprochen hatte, der "Regierung des Weltfußballs" die Reform-Vorschläge unterbreiten, die in den außerordentlichen FIFA-Kongress am 26. Februar einfließen sollen.

"Da erwartet man öffentlich vielleicht jetzt mehr", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB): "Aber es gibt keine Alternative, als mit kühlem Kopf diesen Weg zu gehen."

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