Fussball

Auch Li soll ausgeliefert werden

SID
Eduardo Li soll im Zuge des FIFA-Skandals von der Schweiz an die USA ausgeliefert werden
© getty

Auch der costa-ricanische Funktionär Eduardo Li soll im Zuge des FIFA-Skandals von der Schweiz an die USA ausgeliefert werden. Das teilte das Bundesamt für Justiz (BJ) am Dienstag mit.

Der frühere Präsident seines Heimatverbandes hat nun 30 Tage Zeit, die Bewilligung seiner Überstellung anzufechten. Li gehört zu den sieben Ende Mai in Zürich verhafteten Personen, die als Schlüsselfiguren in dem Korruptionsskandal gelten.

"Li wird vorgeworfen, beim Verkauf von Marketingrechten anlässlich der Qualifikationsspiele für die WM 2018 an eine US-amerikanische Sportvermarktungsfirma Bestechungsgelder angenommen zu haben", teilte das BJ mit. Dies sei auch in der Schweiz ein strafbaren Verhalten.

"Wettbewerb massiv beeinflusst"

"Danach hat Li durch die Annahme von Bestechungsgeldern für die Vergabe von Sportmarketingverträgen den Wettbewerb massiv beeinflusst und den Markt für Medienrechte im Zusammenhang mit den WM-Qualifikationsspielen verfälscht", schrieb das BJ: "Andere Sportvermarktungsfirmen sind benachteiligt worden; zudem ist unter anderem der Fußballverband von Costa Rica daran gehindert worden, allenfalls günstigere Vermarktungsverträge auszuhandeln."

Zuvor war bereits die Auslieferung von Venezuelas früherer Fußball-Boss Rafael Esquivel sowie des früheren FIFA-Vizepräsidenten Eugenio Figueredo (Uruguay) zugestimmt worden. Jeffrey Webb (Kaimaninseln), ebenfalls ehemaliger FIFA-Vize, hatte seiner Auslieferung freiwillig zugestimmt und befindet sich gegenwärtig in den USA gegen eine Millionen-Kaution auf freiem Fuß.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung