Iljumschinow als FIFA-Kandidat

SID
Freitag, 11.09.2015 | 16:48 Uhr
Die FIFA sucht nach einem Nachfolger für den derzeitigen Präsidenten Sepp Blatter
© getty
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Venlo

Vom "Spiel der Könige" zu "König Fußball": Der russische Schach-Weltverbandschef Kiran Iljumschinow soll den Sprung auf das Kandidatenkarussell für die Präsidenten-Wahl beim Weltverband FIFA in Erwägung ziehen.

Auf dem kürzlich beendeten Kongress des Schach-Weltverbandes FIDE in Abu Dhabi schlug Iljumschinows Vizepräsident und Landsmann Andrej Filatow dem früheren Präsidenten der russischen Republik eine Bewerbung um die Nachfolge des abtretenden FIFA-Bosses Joseph S. Blatter (Schweiz) vor.

Filatow verspricht sich von dem Schachzug ausschließlich dringend erwünschte Aufmerksamkeit für das "Spiel der Könige".

"Die kommenden FIFA-Wahlen werden ohne Zweifel unter großer öffentlicher Beobachtung stehen. Iljumschinow ist ein erfahrener Sportmanager und auch ein großer Fußball-Experte. Der Sieg ist nicht garantiert, aber treu dem olympischen Motto gilt: Die Teilnahme ist das Wichtigste. Das würde uns viel Medienaufmerksamkeit einbringen."

Iljumschinow, der Schach in Kalmückien zum "Nationalsport" erklärt hat, würde im Kreis der Kandidaten zumindest ein Exot sein - und allemal für Schlagzeilen gut.

Asteroid Kirsan

Gegen Ende seiner 17-jährigen Regierungszeit in der autonomen Republik behauptete der 53-Jährige 2010, 13 Jahre zuvor von Außerirdischen entführt worden zu sein, kurz darauf bot der FIDE-Chef vergeblich zehn Millionen Dollar für das New Yorker "Ground zero"-Grundstück zur Errichtung eines Schachzentrums und spielte 2011 im libyschen Bürgerkrieg mit dem später gestürzten Diktator Muammar El-Gaddafi öffentlich Schach.

Ein in den 70er Jahren von UdSSR-Astronomen entdeckter Asteroid wurde 1997 nach Iljumschinow "Kirsan" genannt. Im Fußball ging der von lljumschinow gegründete und geführte Klub Uralan Elista bankrott.

Realistisch dürfte Iljumschinows Kandidatur bestenfalls zu einem Bauernopfer für den Schachsport reichen. Die für eine Kandidatur gegen Mitbewerber wie die schon offiziell feststehenden Kandidaten Michel Platini (Frankreich), Chung Mong-Joon (Südkorea) und Prinz Ali bin Al Hussein (Jordanien) notwendige Unterstützung von fünf Nationalverbänden erscheint für den Exzentriker ausgeschlossen.

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