Nach Vorwurf über persönliche Bereicherungen bei Ticketverkäufen

FIFA entbindet Valcke von Aufgaben

SID
Donnerstag, 17.09.2015 | 22:03 Uhr
Jerome Valcke ist seine Ämter bei der FIFA los
© getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
Fr23:00
Die Highlights des Eröffnungsspiels: FCB-B04
2. Liga
FrJetzt
Die Highlights des Freitagsspiels
First Division A
Live
Lüttich -
Zulte Waregem
Ligue 1
Live
Metz -
Monaco
Championship
Live
Burton Albion -
Birmingham
Primera División
Live
Valencia -
Las Palmas
J1 League
Gamba Osaka -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Brom (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
West Ham (Delayed)
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou R&F -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
La Coruna -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia

Der FIFA-Skandal hat die Nummer zwei in der Führung des Fußball-Weltverbandes zu Fall gebracht: Generalsekretär Jerome Valcke wurde am Donnerstag unter dem Verdacht der persönlichen Bereicherung überraschend von allen Aufgaben entbunden. Das teilte die FIFA am Abend mit.

Der Verband habe "von einer Reihe von Vorwürfen Kenntnis erhalten, die den Generalsekretär betreffen", hieß es in der wenige Zeilen langen Pressemitteilung. Der Fall sei zur Untersuchung an die FIFA-interne Ethikkommission weitergegeben worden.

Dem 54 Jahre alten Franzosen, seit 2007 Generalsekretär und der wichtigste Mann nach dem Schweizer Präsidenten Joseph S. Blatter (79), wird vorgeworfen, vom Ticketverkauf für Weltmeisterschafts-Endrunden persönlich profitiert zu haben. Die Vorwürfe hatte die in Zürich ansässige Agentur JB Sports Marketing bei einer Präsentation am Donnerstag erhoben. Valcke sei eine Gewinnbeteiligung versprochen worden.

Das Handeln der FIFA ist offensichtlich eine direkte Reaktion auf diese neuen Entwicklungen. Valcke soll Zeugen zufolge zudem im Rahmen von Verhandlungen schon vor der offiziellen Vergabe erklärt haben, die WM 2022 sei fest an Katar zugesagt.

Figueredo droht in USA Gerichtsverfahren

In die juristische Aufarbeitung des Skandals war zuvor schon neue Bewegung gekommen. 78 Tage nach dem US-Auslieferungsantrag stimmten die Schweizer Behörden der Überstellung des früheren FIFA-Vizepräsidenten Eugenio Figueredo (Uruguay) zu. Dem 83-Jährigen droht in den USA nun sein Gerichtsverfahren - und den Verbrechern im Weltverband der nächste Kronzeuge, der unbequeme Wahrheiten auspacken könnte.

Figueredo wird in den USA vorgeworfen, "beim Verkauf von Marketingrechten für die Copa America der Jahre 2015, 2016, 2019 und 2023 von einem uruguayischen Sportvermarktungsunternehmen Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen zu haben", teilte das Schweizer Bundesamt für Justiz (BJ) am Donnerstag mit. Zudem soll er sich "in den Jahren 2005 und 2006 namentlich durch die Verwendung von gefälschten medizinischen Gutachten die US-Staatsbürgerschaft erschlichen" haben.

Noch hat der frühere Vizepräsident des südamerikanischen Kontinentalverbands CONMEBOL 30 Tage Zeit, vor dem Bundesstrafgericht eine Beschwerde gegen seine Auslieferung einzureichen. Bleibt diese aus oder scheitert, wäre der 83-Jährige der erste der sieben am 27. Mai in Zürich verhafteten Verdächtigen, der zwangsweise ausgeliefert wird. Insgesamt stehen 14 Personen auf der US-Liste, davon neun (ehemalige) FIFA-Mitglieder.

Webb stimmte Auslieferung bereits freiwillig zu

Zuvor hatte der frühere FIFA-Vizepräsident Jeffrey Webb (Kaimaninseln) seiner Auslieferung freiwillig zugestimmt und gilt nun in den Korruptionsermittlungen der US-Behörden als möglicher Kronzeuge. Bei seiner ersten Anhörung vor einem Bundesgericht in Brooklyn hatte der 50-Jährige auf nicht schuldig plädiert. Ein Deal mit den US-Ermittlern scheint wahrscheinlich - am Montag hatte US-Justizministerin Loretta Lynch weitere Anklagen im Korruptionsskandal angekündigt.

Dafür könnte nun auch Figueredo bald entscheidende Hinweise liefern, um sich selbst so gut es geht zu retten. "Unsere Untersuchungen haben kein Limit, sie gehen weiter. Es ist ein globales Problem, aber wo immer die Geschäfte mit den USA in Berührung gekommen sind, können wir ermitteln", hatte Lynch gesagt. Die USA ermitteln wegen Betrugs, Bestechung, Geldwäsche und Steuerhinterziehung.

Die Vorwürfe gegen Figueredo, der "durch die Annahme von Bestechungsgeldern für die Vergabe von Sportmarketingverträgen den Wettbewerb massiv beeinflusst" und verfälscht habe, seien auch nach schweizerischem Recht strafbar, gab das BJ bekannt: "Dieses Verhalten wäre als unlauteres Handeln gemäß Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb strafbar. Auch die ihm zur Last gelegte Verwendung von gefälschten medizinischen Gutachten im Rahmen seines Einbürgerungsverfahrens wäre nach Schweizer Strafgesetzbuch als Urkundenfälschung strafbar." Daher seien sämtliche Voraussetzungen für eine Auslieferung erfüllt.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung