Wahl von Blatter-Nachfolger

Viele Fragen offen

SID
Dienstag, 21.07.2015 | 15:46 Uhr
Der Termin für die Wahl des Nachfolgers von Sepp Blatter steht nun fest
© getty
Advertisement
Bundesliga
SaJetzt
Alle Samstags-Highlights: BVB-RB, Bayern, HSV & S04
J2 League
Live
FC Machida Zelvia -
Zweigen Kanazawa
Primera División
Eibar -
La Coruna
Serie A
Florenz -
Udinese
Championship
Derby County -
Nottingham
Premier League
Brighton -
Everton
Super Liga
Radnik -
Partizan
Ligue 1
Bordeaux -
Nantes
Serie A
Bologna -
SPAL
Serie A
Cagliari -
Genua
Serie A
Crotone -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Atalanta
Serie A
Sassuolo -
Chievo Verona
Primera División
Girona -
Villarreal
Ligue 1
Montpellier -
Nizza
Premier League
Southampton -
Newcastle
Premier League
Zenit -
Tula
First Division A
Oostende -
Brügge
Primera División
Malaga -
Leganes
Primera División
Real Betis -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
AC Mailand
Ligue 1
Straßburg -
Marseille
Superliga
River Plate -
Tucuman
Serie A
Hellas Verona -
Benevento
Premier League
Leicester -
West Bromwich
Primera División
Las Palmas -
Celta Vigo
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
Saint-Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
Sydney FC -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea – Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Brom
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter
Primeira Liga
Porto -
Pacos de Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Fiorentina
Serie A
Milan -
Genua
Serie A
Ferrara -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit St Petersburg
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolves
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nice
Championship
Leeds -
Sheff Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Arsenal v
Swansea
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham

Der Termin für die Wahl des Nachfolgers von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter steht nach wochenlangem Hin und Her nun endlich fest - doch ansonsten bleiben auf dem Weg aus der tiefen Krise des Weltverbandes viele Fragezeichen. Noch hat sich kein hochkarätiger Kandidat aus der Deckung gewagt, der sich das schwere Erbe antun mag. Auch UEFA-Präsident Michel Platini, der trotz seiner zweifelhaften Verbindungen zu Katar als Favorit gehandelt wird, hält sich weiterhin bedeckt.

Doch nun macht Liga-Präsident Reinhard Rauball Druck. Es sei "unumgänglich, dass sich potenzielle Nachfolger für das Amt des FIFA-Präsidenten unter Verzicht auf Taktiererei eindeutig und zeitnah bekennen. Das gilt auch für Michel Platini", sagte Rauball am Dienstag in aller Deutlichkeit.

Platini hatte am Montag wieder einmal Raum für reichlich Spekulationen gelassen. "Wir können uns auf eine neue Führung freuen, die sicher neue Ideen und neue Lösungen mitbringen wird", sagte der 60 Jahre alte Franzose. Laut der Nachrichtenagentur AFP will Platini seine Entscheidung im Verlauf der kommenden beiden Wochen bekannt geben. Er müsse abwägen, so sein Sprecher Pedro Pinto, zwischen seiner "Liebe" zur UEFA und dem Ruf der FIFA.

Adidas spricht sich für Platini aus

Es soll sich aber bereits eine Mehrheit auf Platini verständigt haben. Angeblich wird er von vier (Europa, Südamerika, Nord- und Mittelamerika sowie Ozeanien) der sechs Konföderationen unterstützt. Auch Großsponsor adidas hatte sich zuletzt bereits klar für Platini ausgesprochen. Die Aussichten seien momentan "gut, dass man Mehrheiten bekommt", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach vor der nun für den 26. Februar 2016 terminierten außerordentlichen Wahl des neuen FIFA-Bosses.

Die französische Sporttageszeitung L'Equipe berichtete am Dienstag, dass aktuell 144 der 209 Stimmen auf Platini entfallen würden. Darin enthalten seien auch Stimmen aus Asien. Platini soll dem Bericht zufolge am Samstag zur Auslosung der WM-Qualifikationsgruppen nach St. Petersburg reisen, um dort schon Wahlkampf zu betreiben.

Niersbach als neuer UEFA-Chef gehandelt

Eine Kandidatur Platinis hätte weitreichende Folgen - wohl auch für den DFB. Niersbach wird in diesem Fall als Platini-Nachfolger und neuer Chef der UEFA gehandelt. Der 64-Jährige, auch Mitglied der FIFA-Exekutive, hatte zuletzt ein 10-Punkte-Programm für tiefgreifende Veränderungen im Fußball vorgelegt und damit viel Respekt geerntet. Niersbach wollte dies aber keineswegs als Wahlprogramm verstanden wissen.

"Es ehrt mich schon, wenn der eigene Name fällt. Aber Stand heute bin ich kein Kandidat. Ob sich daran etwas ändert, wird sich zeigen", sagte Niersbach am Montag über eine mögliche Zukunft an der UEFA-Spitze. Eine Absage sieht anders aus, eine klare Positionierung auch.

Noch halten sich öffentlich alle bedeckt, wenn es um Blatters belasteten Thron geht - bis auf ein paar nicht ernstzunehmende Kandidaten wie die brasilianische Legende Zico oder Argentiniens einstiger Weltstar Diego Maradona, dessen Vorpreschen eher als PR-Gag zu verstehen war. Auch dem liberischen Verbandspräsidenten Musa Bility, der unlängst seine Kandidatur angekündigt hatte, werden keine Chancen eingeräumt.

Al Sabah soll Bach geholfen haben

Ahmad al Fahad al Sabah wäre da ein ganz anderes Kaliber. Der Scheich aus Kuwait gilt als einflussreichster Strippenzieher im Sport. Der 51-Jährige, seit Mai in der FIFA-Exekutive, ist speziell in Asien, aber auch in Afrika, dem Kontinent mit den meisten Stimmen, sehr gut vernetzt. Al Sabah soll auch Thomas Bach an die Spitze des IOC verholfen haben. UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino hatte Gerüchte über einen Deal al Sabahs mit Platini zuletzt schon zurückgewiesen. Beide würden allenfalls "Gespräche" führen, sagte er.

Wie auch immer: Der künftige Chef im höchsten Amt des Weltfußballs hat eine Menge Arbeit vor sich, um die Glaubwürdigkeit der FIFA wieder einigermaßen herzustellen. Allerdings gilt auch Platini durch Vorwürfe der Vetternwirtschaft in Bezug auf Katar 2022 als belastet. "Für einen wirklichen Neuanfang ist Platini sicher nicht der Richtige", ließ Dagmar Freitag, die Vorsitzende des Bundestag-Sportausschusses, bereits verlauten. Für Niersbach ist der Franzose dagegen "natürlich ein geeigneter Kandidat".

Noch hat aber Blatter, der am 2. Juni im Zuge des Korruptionsskandals bei der FIFA seinen Rückzug angekündigt hat, das Sagen. Der 79-Jährige will nun die dringend benötigten Reformen einleiten. Laut Niersbach ist "Eile geboten. Die Gesamtsituation der FIFA ist nach wie vor kritisch."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung