Niersbach zur UEFA?

FIFA-Wahl: Platini sagt "Oui"

SID
Mittwoch, 29.07.2015 | 13:47 Uhr
Tritt Platini in die Fußstapfen seines Ziehvaters?
© getty
Advertisement
International
So17:00
Topspiel am Sonntag: Tottenham - Liverpool
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
São Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Championship
Preston -
Aston Villa

UEFA-Präsident Michel Platini will am 26. Februar 2016 der Nachfolger Joseph S. Blatters an der Spitze des Fußball-Weltverbandes FIFA werden. Der Franzose gab am Mittwoch offiziell seine Kandidatur um das Amt des FIFA-Präsidenten bekannt.

Michel Platini hat wochenlang taktiert, Flugmeilen gesammelt, Verbündete gesucht und im Verborgenen Allianzen geschmiedet. Nun war es an der Zeit, sich der Fußball-Welt als Heilsbringer zu präsentieren. Der frühere Superstar greift bei der FIFA nach der Macht und will den taumelnden Weltverband zurück auf den Pfad der Tugend führen - dabei ist Platini selbst alles andere als unumstritten.

"Zusammen können wir den Millionen Fans die FIFA geben, die sie sich wünschen", schrieb der Boss der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in einem Brief an die 209 FIFA-Mitgliedsländer. Er werde bei der Präsidentschaftswahl am 26. Februar 2016 antreten und den Verband aus den Skandalen befreien. Das Ziel: "Eine FIFA als Vorbild, die zusammensteht und Solidarität zeigt. Eine FIFA, die respektiert und von den Menschen gemocht wird."

Platini erklärte am Mittwoch, er wolle der FIFA die "Würde und den Stellenwert" zurückgeben, die der Weltverband verdiene: "Ich kandidiere mit Enthusiasmus und Überzeugung, aber auch mit Demut - denn ich weiß, dass ich nicht alleine erfolgreich sein kann." Sollte der 60-Jährige tatsächlich auf Joseph S. Blatter folgen, gilt DFB-Präsident Wolfgang Niersbach als Anwärter auf den UEFA-Chefposten.

Rückendeckung von Niersbach

Niersbach sicherte Platini die Rückendeckung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu. "Ich kann versichern, dass er unsere volle Unterstützung besitzt", sagte der 64-Jährige: "Das Ziel, die dringend notwendigen Reformen bei der FIFA zeitnah umzusetzen, kann Michel Platini aber nicht alleine erreichen. Ich werde ihn dabei gerne im Exekutivkomitee mit aller Kraft unterstützen."

Auch Englands Verbandsboss Greg Dyke unterstützt Platini. "Wir haben eine gute Beziehung mit ihm und hoffen, dass er die nötige globale Unterstützung erhält, um eine neue FIFA während der schwierigsten Phase ihrer Geschichte zu führen", sagte der FA-Chef, der als einer der heftigsten Kritiker der FIFA unter Blatter gilt.

Der frühere Präsidentschaftskandidat Prinz Ali sieht das ganz anders. "Die Fußballfans und die Spieler haben Besseres verdient", kommentierte der 39 Jahre alte Jordanier die Platini-Kandidatur: "Die FIFA braucht eine unabhängige Führung, die von den Praktiken der Vergangenheit unbelastet ist."

Platini hat angeblich Wahl-Zusagen von vier der sechs Konföderationen. Die Gelehrten streiten aber noch, welcher Kontinentalverband neben Europa, Nord- und Mittelamerika sowie Südamerika seine Zusage für Platini gegeben hat. Einige Quellen sprechen von Asien, andere von Ozeanien.

Der große Favorit

Eine große Rolle dürfte das allerdings nicht spielen - Platini hat bei allen Hochrechnungen die Nase vorn. Als einziger ernsthafter Gegenkandidat wird der frühere FIFA-Vize und Auto-Milliardär Chung Mong-Joon aus Südkorea erwartet. Ob Argentiniens Ikone Diego Maradona, der frühere brasilianische Weltstar Zico, Liberias Verbandsboss Musa Bility oder andere gehandelte Kandidaten antreten werden oder dürfen, ist offen. Bis zum 26. Oktober müssen die Anwärter ihre Bewerbung eingericht haben.

Sollte Platini nach der Wahl beim außerordentlichen FIFA-Kongress in sieben Monaten in Zürich tatsächlich als Blatters Erbe feststehen, beginnt das große Stühlerücken. Niersbach wird als Favorit auf die Platini-Nachfolge bei der UEFA gehandelt. Schon Mitte September auf Malta könnte der DFB-Präsident von seinen Kollegen bei der UEFA-Versammlung gebeten werden, für das Amt zu kandidieren.

"Bis dahin bringt es nichts, sich an irgendwelchen personellen Spekulationen zu beteiligen", sagte Niersbach dazu: "Der nächste ordentliche UEFA-Kongress ist für den 23. März 2016 in Budapest terminiert."

Auch Skepsis vorhanden

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge vom Rekordmeister Bayer München hat bereits Liga-Präsident Reinhard Rauball als neuen DFB-Boss ins Spiel gebracht. "Rauball wäre ohne Frage eine gute Alternative. Er ist ein ausgewiesener Fachmann, der den Job bei der DFL mit viel Fingerspitzengefühl gemacht hat in den letzten Jahren", sagte Rummenigge.

Ob Platini der richtige Fachmann ist, bleibt umstritten. Während Niersbach seinen Freund als "natürlich geeigneten" Präsidenten bezeichnete, sehen das Kritiker anders. "Für einen wirklichen Neuanfang ist Platini sicher nicht der Richtige", sagte Dagmar Freitag, die Vorsitzende des Bundestag-Sportausschusses, zuletzt.

Die Skepsis gegenüber dem Europameister von 1984 kommt nicht von ungefähr. Schließlich gilt Platini als Zögling Blatters - erst vor einigen Jahren wandte er sich von seinem Mentor ab. Zudem würde Platini aufgrund der Vorwürfe der Vetternwirtschaft stark belastet ins Amt gehen.

Die Neuwahl des FIFA-Präsidenten ist nötig geworden, da der 79 Jahre alte Amtsinhaber Blatter am 2. Juni als Folge des Korruptionsskandals seinen Rücktritt angekündigt hat.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung