Fussball

Zico: Maradona als Vize vorstellbar

SID
Zico will FIFA-Präsident werden
© getty

Brasiliens Ikone Zico (62) kann sich für den Fall einer erfolgreichen Kandidatur für das Präsidenten-Amt beim kriselnden Fußball-Weltverband FIFA eine Zusammenarbeit mit dem argentinischen Idol Diego Maradona (54) in der Führung vorstellen.

"Maradona ist ein großer Name im Fußball. Er hat jedes Recht zu kandidieren", sagte Zico im Sport1-Interview zu den kürzlich bekannt gewordenen Ambitionen des früheren Weltmeisters auf einen Vizepräsidenten-Posten. Der weiße Pelé fügte hinzu: "Mir würde gefallen, einen Namen wie Maradona in diesem Kreis zu sehen. Er hat die Voraussetzungen, um mit seiner Stimme den Fußball weiterzubringen."

Zico hatte am vergangenen Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Rio de Janeiro seine grundsätzliche Bereitschaft zu einer Kandidatur als Nachfolger des scheidenden FIFA-Bosses Joseph S. Blatter (Schweiz) erklärt.

Der 62-Jährige will seine Bewerbung allerdings davon abhängig machen, dass Präsidentschafts-Kandidaten nicht mehr wie momentan noch vorgeschrieben von einem Nationalverband vorgeschlagen und außerdem die Unterstützung von fünf FIFA-Mitgliedsverbänden nachweisen müssen. Aus Zicos Sicht sorgt diese Hürde schon vor Wahlen für Abhängigkeiten und Grundlagen von Korruption.

"Ideal wäre, in Brasilien anzufangen"

Seine Fußballer-Laufbahn als Spieler und Trainer sowie seine anschließende Tätigkeit als brasilianischer Sportminister sieht Zico als Pluspunkt für eine etwaige Aufgabe an der FIFA-Spitze an: "Erfahrung ist für solch ein Amt sehr viel wert und hilft immer." Trotz seines fußballerischen "Stallgeruches" wären über seine Person keine kompromittierenden Enthüllungen zu erwarten: "Sauber bin ich mit oder ohne Erfahrung im Fußball."

Auch wegen der vielfältigen Verflechtungen seines Heimatverbandes CBF in zwielichtige Geschäfte hält Zico die Kandidatur zum Präsidenten der FIFA für erfolgversprechender als die Bewerbung um das CBF-Spitzenamt: "Es ist einfacher, die Unterstützung von fünf Verbänden auf der Welt zu bekommen als beim CBF zu kandidieren. Logisch, das Ideale wäre, in Brasilien anzufangen, aber leider bevorzugen die aktuellen Spielregeln nicht die Personen aus dem Fußball."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung